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Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3) Hörbuch

Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3)

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Beschreibung von Audible

Finale zwischen Berlin und Boston: Der Abschluss einer fulminanten Trilogie

"Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3)" von Ken Follett knüpft an seine Vorgänger an und bildet einen krönenden Abschluss für die preisgekrönte Trilogie des Bestseller-Autors.

Wir schreiben das Jahr 1961: Während in Berlin Rebecca Hoffmann die schockierende Stasi-Tätigkeit ihres Mannes entdeckt und mit ihren Kindern um die Freiheit bangt, hoffen die jungen Afroamerikaner George und Verena in Boston auf das Einlösen der Versprechen eines gewissen Martin Luther King.

Ken Follet spannt mit seinen packenden Familiengeschichten einen Bogen um die Welt des vergangenen Jahrhunderts. Auch in "Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3)" beleuchtet er historische Ereignisse packend und emotional aus der Sicht der Betroffenen. Getragen wird der gelungene Abschluss der beliebten Hörbuch-Trilogie von Sprecher Philipp Schepmann. Ein Hörerlebnis zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vor allem voller Antworten auf die Frage: Was geschah im 20. Jahrhundert wirklich? Brillant!

Inhaltsangabe

Berlin, 1961. Rebecca Hoffmann erfährt durch Zufall, dass ihr Mann bei der Stasi arbeitet, und damit bricht ihre ganze Welt zusammen. Ihr Schicksal - und das eines ganzen Volkes - scheint besiegelt, als die Regierung eine Mauer erbauen lässt, die jede Flucht unmöglich machen soll. Doch weder Rebecca, noch ihre Kinder geben auf! Und sie bleiben nicht alleine...

Boston, 1961. George Jake und Verena Marquand, zwei junge Schwarze, erfahren am eigenen Leib, was Rassendiskriminierung bedeutet - und wie falsch angebliche Freunde sein können. Wem kann man in einer von Misstrauen und Vorurteilen beherrschten Gesellschaft trauen, wem nicht? Und kann der Baptistenpastor Martin Luther King tatsächlich Hoffnung bringen?

Ken Follett spannt mit seiner spannenden Familiensaga gekonnt einen Bogen zwischen den großen Freiheitsbewegungen in den USA, in Russland und vor allem in Deutschland, die schließlich 1989 im FALL DER MAUER gipfeln.

"Kinder der Freiheit" ("Edge of Eternity", 2014) ist der dritte Roman der Jahrhundert-Saga von Ken Follett.

©2014 Bastei Lübbe (P)2014 Lübbe Audio

Hörerrezensionen

Bewertung

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Geschichte
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Sprecher
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    Martin Schneider 24.10.2014
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    Geschichte
    "die Luft ist raus..."
    Was genau hat Sie an Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3) enttäuscht?

    Nach dem sehr guten ersten und immer noch guten zweiten Teil habe ich den Abschluß mit Spannung erwartet. Doch welche Enttäuschung. Man könnte meinen, Follet hat den dritten Teil seinen zahlreichen Schreibern überlassen. Die Protagonisten wirken derart naiv und unbeholfen, dass man sich fragt, wie sie es in solch exponierte Positionen schaffen konnten.
    Dazu kommen viele unglaubwürdige Details. So ist kaum anzunehmen, das ein Schwarzer zu Kennedys Beratern gehörte oder eine Frau im sowjetischen Politbüro mit amerikanischen Jeans herumlief. Auch gehörte Trockenfutter für Katzen zu dieser Zeit nicht unbedingt zum allgemeinen Warenangebot. Um nur Einiges zu nennen.
    Die verkrampt emotionale Erzählweise Schepmanns mit den dümmlich quengelnden, immer gleich anzuhörenden Frauenstimmen ist dabei auch nicht sonderlich hilfreich. David Nathan kann das um Längen besser.
    All das wäre immer noch erträglich, wären da nicht die ständig gleichen, in ihrer unglaublichen Plattheit fast peinlichen Sexszenen.
    Fazit: Es ist eines der wenigen Bücher, welche ich nicht zu Ende gehört habe.
    Zum Glück gibt es bei Audible die Umtauschoption.


    25 von 26 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Manfred 13.11.2014
    Manfred 13.11.2014
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    "Der Abschluss.. grandios versemmelt"

    Termindruck wird es wohl gewesen sein, der Ken Follett hinderte, einen würdigen Abschluss seiner Jahrhundertsaga zu schreiben. Die Fakten sind, wie bei Follett immer, excellent recherchiert; aber der Plot ist, wie ebenso häufig, enttäuschend. Die Charaktere wirken stereotyp und wenig ausgearbeitet, die Dialoge sind all zu oft hölzern und platt.

    Emotional greift der Autor ganz tief in den Schmalztopf und mutet seinen Lesern klassische Schundliteratur auf Groschenheftromanniveau zu.
    Sexszenen werden mit pornografischer Präzision geschildert. Auch das etwas, das in solch einem Kontext völlig fehl am Platze ist. Das gehört nach Feuchtgebiete oder Vögelfrei, aber nicht in eine Jahrhundertsaga.

    Gefallen hat mir der Roman dort, wo Follett eine neue Sicht auf bekannte Fakten wirft, der Tod J F Kennedys zum Beispiel. Alle kennen wohl den Amateurfilm, der den Schuss in den Kopf des Präsidenten zeigt. Davon gibt es bei Follett kein Wort. Statt dessen erleben wir die Reaktion des Bruders Bobby auf die Todesnachricht. In solchen Momenten erreicht Ken Follett sein bekanntes Niveau und die alte Klasse. Davon gibt es aber leider viel zu wenig.

    Philipp Schepmann liest dagegen sehr gut. Kein übertriebenes Mimikri, sondern ausreichende Modulation, um Frauen- wie Männerstimmen unterscheidbar und mit Wiedererkennung zu sprechen. In den Liebesszenen vermeidet er zum Glück, noch einmal in den Schmalztopf zu greifen, sondern liest diese viel zu häufigen Traktate recht neutral. Er hat von mir 5 Sterne verdient.

    18 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    emb 07.10.2014
    emb 07.10.2014

    emb

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    Geschichte
    "Enttäuschend: Der schwächste Teil der Trilogie"

    Als großer Ken Follett Fan, der alle seine Bücher gelesen hat, lässt mich dieses Buch enttäuscht, fast wütend, zurück. Das gesamte Buch über hatte ich das Gefühl, dass er so gar keine richtige Lust hatte, dieses Buch zu schreiben und viele Chancen vergeben wurden. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Follett mittlerweile ein ganze Reihe Mitarbeiter in seiner "Werkstatt" beschäftigt, die viel Recherche und Schreibarbeit für ihn übernehmen. Zum ersten Mal stelle ich mir die Frage, wie viel Follett eigentlich noch in diesem Buch steckt.

    Einige Punkte:

    - Charaktere werden nicht mehr richtig entwickelt sondern dienen nur als Beobachter oder Teilnehmer historischer Ereignisse. Steuernde Motive werden nur sehr oberflächlich angeschnitten. Bis zuletzt fragt man sich, warum der eine eigentlich das tut, was er tut.

    - Die gesamte Story ist anders als in den vorigen Werken eine schlichte Aneinanderreihung historischer Ereignisse die ohne Tiefgang abgebildet werden.

    - Keine Plot-Twists oder überraschende Ereignisse. Alles, wirklich alles ist vorhersehbar. Das ist furchtbar ermüdend.

    - Zu häufige und vollkommen unpassende Sex-Kapitel, die in ihrer Intimität im krassen Gegensatz zur sonstigen Darstellung der Charaktere stehen.

    - Einseitige Fokussierung auf drei Themen: Kalter Krieg (West vs. Ost), Racial Riots (USA), Leben im Sozialismus (DDR & UDSSR). Die beiden vorigen Teile waren vielfältiger mit mehreren Nebenplots. Hier werden diese zwar aufgebaut (Rolle der Frau, Musik, Rolle der Kirche, 68er, etc.) aber leider nicht entwickelt.

    - Teilweise zweifelhafte Übersetzung bzw. Vertonung. Ich habe das Buch im englischen gelesen und als audiobook in deutsch gehört. Viele Nuancen gehen hier leider verloren. Philipp Schepmann gelingt es nicht einmal den Ton pointierter Personen zu treffen (Beispiel: Redneck-Slang vs. Black-Slang in Birmingham). Das ist sehr schade.

    Fazit: Gutes Geschichtsbuch zur neueren Geschichte in den USA. Literarisch aber nur Durchschnitt. Kein "echter" Follett. Übersetzung und Vertonung nehmen dem Werk die Tiefe. Das beste Erlebnis hat man vermutlich mit dem englischen(!) audiobook.

    37 von 41 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Ritter Runkel Märchenland 28.11.2014
    Ritter Runkel Märchenland 28.11.2014

    RR

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    Geschichte
    "Nach den ersten Büchern - inhaltlich enttäuschend"
    Würden Sie dieses Buch einem Freund empfehlen? Warum oder warum nicht?

    Ich würde dieses Buch nur jemandem empfehlen, der
    1.) vorher die anderen Bücher gehört/gelesen hat und
    2.) über 50 Jahre alt ist
    Warum? Dieses Buch stellt -für Ostdeutschland- die besprochene Zeit ausschließlich aus dem Blickwinkel von unter 10% der Bevölkerung dar. Hier kann sich niemand der restlichen 90% wirklich wiederfinden.


    Was hat Sie am meisten an Ken Folletts Geschichte enttäuscht?

    Enttäuschend ist die einseitge Betrachtung der politischen Umstände. Das weinerliche Getue ist einfach langweilig.
    Es wird völlig ausgeblendet, dass fast alle dort Aufgewachsenen eine sehr erfüllte, geordnete und frohe Kindheit und Jugend erlebt haben.

    Über zu lange Strecken werden erotische Begebenheiten der Akteure (ich bin ganz sicher nicht prüde, aber diese Mischung ist mir einfach zu albern) ausgewalzt, die für den Zusammenhang der Geschichte nicht notwendig sind.

    Letztlich ist es das schwächste Buch der Serie.


    Hat Ihnen Philipp Schepmann an der Geschichte etwas vermittelt, was Sie vielleicht beim Selberlesen gar nicht bemerkt hätten?

    Der Sprecher war hervorragend - kann aber an der flachen Geschichte natürlich nichts ändern.


    Würden Sie sich eine Fortsetzung von Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3) wünschen? Warum oder warum gerade nicht?

    Eine Fortsetzung der Geschichte wäre voraussichtlich noch grauenvoller. Gut dass (zumindest bisher) Schluss ist.


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Um den Inhalt (nicht:das Hörbuch) richtig einschätzen zu können, sollte der Konsument entweder selbst in Ostdeutschland gelebt haben oder jemanden kennen und befragen, der in Ostdeutschland OHNE politische Probleme aufgewachsen ist. Das betrifft die meisten, aber das wird niemals öffentlich geäußert.

    24 von 27 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Thomas Wermelskirchen, Deutschland 12.10.2014
    Thomas Wermelskirchen, Deutschland 12.10.2014
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    Geschichte
    "Es nervt der Sprecher"

    Dass dies der schwächste der drei Teile ist: geschenkt! Damit war eigentlich auch zu rechnen. Was wirklich nervt und was nicht ganz zu erwarten war:

    1. Die jugendlichen männlichen Helden sind sehr platte Charaktere, insbesondere Dimka und George. Sie entwickeln sich kaum. Dabei durchleben sie die spannendsten Momente amerikanischer bzw. sowjetischer und damit der Weltgeschichte.
    2. Die Sex-Szenen sind entsprechend genauso platt und, entschuldigung, dumm. Wie schon einige Vorrezensenten schrieben: Stets richten sich Brustwarzen auf und stets sind die beteiligten Männer ritterliche Verführte. Ach, wie öde.
    3. Der Sprecher verleiht ALLEN weiblichen Figuren die gleiche Stimme: dümmlich, unterwürfig, naiv, mit einem starken Hang zur Hysterie. Wie langweilig. Aber vielleicht würde das ja auch Mr. Follett gefallen.
    4. Die Hauptfiguren der jüngsten Generation rutschen, kaum sind sie eingeführt, in die Schaltstellen der Macht bzw. in die Betten der Mächtigen, wobei sich dann wieder Brustwarzen ... Wie unglaubwürdig.
    5. Die Londoner Pop-Episode wirkt merkwürdig deplatziert und mit den 15-jährigen Protagonisten unglaubwürdig.

    Insgesamt sehr schade, denn die beiden ersten Teile haben mir sehr gut gefallen, da sie die Geschichte des 20. Jahrhunderts spannend aus der Perspektive verschiedener Länder und verschiedener sozialer Schichten dargestellt hat, ohne dabei in Kitsch abzurutschen. Dieser Gefahr entgeht der dritte Teil leider nicht. Zum Teil ist das doch arg anspruchslos und leider doch wieder ein Follett, wie ich ihn eigentlich nicht mag: Bestens geeignet als Vorlage für eine ZDF-Verfilmung. Brrr.

    14 von 18 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Buechereule2 Deutschland 22.09.2014
    Buechereule2 Deutschland 22.09.2014

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    Geschichte
    "Gelungener Abschluss der Jahrhundert-Trilogie"

    "Kinder der Freiheit" ist ein typischer Follett: 42 Stunden und 10 Minuten bzw. 1216 Seiten, die ausgezeichnete Unterhaltung mit lebendigen Figuren und interessantem historischen Hintergrund bieten. Follett gelingt wieder eine ausgewogene Mischung zwischen dem Privatleben seiner fiktiven Figuren und den historischen Ereignissen.

    Die bereits aus den ersten beiden Bänden bekannten Figuren tauchen wieder auf, ihre Kinder stehen im Mittelpunkt des Abschlussbandes, dessen deutscher Titel in Anbetracht der Lebensumstände oft eher ironisch wirkt.

    Der dritte Band der "Jahrhundert-Trilogie" beginnt 1961 in Berlin, wo Mauds Enkelin Rebecca Hoffmann mit ihrer Familie lebt. Während Maud die Ansicht vertritt, dass die Probleme der DDR lösbar sind und man nicht vor ihnen davonlaufen dürfe, sind Rebecca und viele Andere überzeugt, dass Regierung und Stasi ihre Macht missbrauchen und sehen keine Lösung außer der Flucht in den Westen.
    Gleichzeitig sehnt in Boston der junge George Jakes ein echtes Ende der Rassentrennung herbei, während sein leiblicher Großvater Grigori Peschkow und dessen andere Nachkommen in der UdSSR leben. Tanya Dvorkin arbeitet als Journalistin für die TAS und hofft auf den baldigen Untergang des Kommunismus, ihr Bruder Dimitri glaubt an Reformen und ist politisch aktiv.

    Durch die Augen der authentisch wirkenden und komplexen Hauptfiguren erleben die Zuhörer bzw. Leser die Schlüsselmomente jener Zeit aus verschiedenen Perspektiven, begleiten die sehr unterschiedlichen Figuren durch Höhen und Tiefen. Zerwürfnisse und Versöhnungen, neues Leben und der Tod, Armut und Reichtum, Freiheit, Flower Power, Konservatismus, totalitäre Regime und die modernen Medien prägen ihr Leben. Follett zeichnet lebendige Bilder wichtiger Ereignisse der 60er, 70er und 80er Jahre, zeigt die politische Seite und auch den Alltag der Bevölkerung, wobei dieser etwas kürzer kommt als in den vorhergehenden Bänden. Die verschiedenen Handlungsstränge sind lose miteinander verwoben und die Wechsel sowie die Länge der einzelnen Abschnitte sind perfekt dosiert.

    Vor allem die recht ausführliche Schilderung der Unruhen in Birmingham, Alabama, als auch der Kubakrise aus amerikanischer und sowjetischer Sicht berührten mich und machten nachdenklich, nicht zuletzt weil sie teilweise wieder hochaktuell sind. Folletts bis ins kleinste Detail ausgezeichnet recherchierte Darstellung dieser Ereignisse lässt die sogenannte "gute alte Zeit" in anderem Licht erscheinen. Auch wenn diese Zeit noch nicht allzu lange her ist und es sowohl Videos als auch Fotos in Farbe gibt, machte Ken Folletts Darstellung so einiges begreifbarer, teilweise auf sehr beklemmende Weise.

    Die jungen Hauptfiguren bekommen teilweise sehr früh politischen Einfluss, Einblicke in die Schaltzentralen der Macht, die sie kritisch werden lassen und auch mal mehr mal weniger schnell desillusionieren. Auf unterschiedlichen Seiten setzen sie sich oft für ähnliche Ideale ein - das (vermeintliche) Wohl ihrer Mitmenschen.

    Während ihre Eltern und Großeltern meist noch relativ früh heirateten und Kinder bekamen, ist diese Generation von den Auswirkungen des Feminismus und der Flower Power Bewegung geprägt. Gleichzeitig müssen einige der Figuren sehr jung erwachsen werden und sich in einer rasch verändernden Welt mehr oder minder alleine zurecht finden. Die Werte ihrer Vorfahren verlieren rapide an Bedeutung, im Privatleben als auch auf politischer Ebene. Die Entwicklung der Hauptfiguren ist auch in diesem Band durchweg glaubwürdig, obwohl man sie über einen recht langen Zeitraum und durch große Umbrüche begleitet.

    Philipp Schepmann liest gewohnt gut, sowohl dramatische als auch ruhige Passagen des Romans auf sehr einfühlsame Weise, wobei Frauenstimmen ihm gelegentlich nicht ganz so überzeugend gelingen. Dank seines Vortrags (und natürlich Ken Folletts Erzähltalent) hatte ich oft das Gefühl, selbst dabei zu sein.

    Im letzten Viertel werden relativ häufig Ereignisse aus dem ersten Drittel kurz erklärt, wohl davon ausgehend, dass die Lektüre der 1216 Seiten mehrere Wochen dauert. Dies ist jedoch so knapp gehalten, dass es nicht störte. Sicherlich könnte man Follett vorwerfen, dass einige Begegnungen oder Arbeitsplätze der Hauptfiguren allzu gewollt hingebogen sind - ohne diesen Kniff wäre eine so facettenreiche Darstellung jedoch nicht möglich. Dass seine politischen Ansichten durchblitzen ist vermutlich bei dieser Thematik nur schwer vermeidbar. Einziges echtes Manko für mich sind die gelegentlichen Schwächen der eigentlich weitgehend ausgezeichneten Übersetzung, bei der leider mit unzeitgemäßen Anglizismen und einigen allzu wörtlichen Übertragungen nicht gespart wurde.

    "Kinder der Freiheit" setzt keine Vorkenntnisse aus den Vorgängern voraus, die Vorgeschichte der im Mittelpunkt stehenden Familien wird wenn nötig stets kurz erläutert - wobei die beiden ersten Bände meiner Meinung nach sehr empfehlenswerte Lektüre sind.

    Trotz hoher Erwartungen hat mich der "Kinder der Freiheit" nicht enttäuscht. Follett versteht es, die Aufmerksamkeit seiner Leser von Anfang bis Ende zu fesseln, ihnen eine vergangene Zeit miterleben zu lassen. Ein gelungener Abschluss der Trilogie, dem ich viele Zuhörer bzw. Leser wünsche.

    43 von 57 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    peter wespi Schweiz 29.09.2014
    peter wespi Schweiz 29.09.2014

    Peter Wespi

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    "Guter, jedoch nicht krönender Abschluss"

    Nach dem Abschluss des letzten Teils dieser Trilogie bin ich zufrieden, jedoch nicht total begeistert, wie ich es bei STURZ DER TITANEN und WINTER DER WELT war. Ken Follett hat die Trilogie nach den beiden ersten Teilen mit einem soliden und gut recherchierten Roman abgeschlossen.
    Die teilweise vorhandene Oberflächlichkeit beruht aus meiner Sicht auf dem Umstand, dass in KINDER DER FREIHEIT im Gegensatz zu den beiden Vorgängern fast drei Jahrzehnte verpackt wurden. Wenn man schon mit Platzmangel zu kämpfen hat, dann könnte man auf die oftmals unnötig ausführlichen Sex-Beschreibungen verzichten. Ebenso nervten des öfteren die Beschreibungen von Geschehnissen innerhalb des Buches. Gegen Flash-Backs zu den beiden Vorgängern ist nichts einzuwenden, innerhalb des Buches wirken sie eher lehrmeisterlich. Auch diesen Platz hätte man besser für Vertiefungen der Geschehnisse verwendet.
    Ich hätte es begrüsst, wenn aus dieser Trilogie eine Tetralogie geschrieben worden wäre. So hätte man noch mehr historische Begebenheiten einfliessen lassen können:

    Bei den Rassenunruhen hätte auf jeden Fall der Bus-Boykott von Rosa Parks erwähnt und beschrieben werden müssen.

    Malcolm X und seine Separationsbewegung hätten eingehender beschrieben werden können.

    Als Musiker hat es mich gefreut, dass auch dieser Aspekt seinen Platz gefunden hat. Da wäre aber noch viel mehr Potenzial vorhanden gewesen. Sei es mit der zensurierten Pop-Musik in der ehemaligen DDR oder der Rebellion der afro-amerikanischen Jazz-Musiker in den 60er Jahren, die teilweise in Scharen zum Islam übertraten - nicht weil sie den Islam gut fanden, sondern weil sie mit diesem Schritt die Weissen am krassesten vor den Kopf stossen konnten (da wurde z.B. aus Dollar Brand Abdullah Ibrahim) usw.

    Der Vietnam-Krieg ist relativ schlicht abgehandelt worden - da wäre noch viel Potenzial für Informationen vorhanden gewesen.

    usw.

    Bereits in WINTER DER WELT ist aufgefallen, dass während der ersten beiden Dritteln die Geschichte gefühlt relativ ausgiebig und lange in zeitlichen Abschnitten stattfand. Im letzten Drittel geht es dann wie im gestreckten Galopp ab, wobei ich mich frage, was die Ursache für diesen *letztes-Drittel-Stress* ist.

    Der langen Rezension kurzer Sinn: Ein guter Abschluss, der krönend wäre, wenn...
    ...aus der Trilogie eine Tetralogie geworden wäre.
    ...dadurch mehr Infos zu historischen Ereignissen hätten vermittelt werden können.
    ...auf den unnötigen Literatur-Porno verzichtet worden wäre.

    19 von 25 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Sunsy Deutschland 14.01.2015
    Sunsy Deutschland 14.01.2015 Bei Audible seit 2007

    Ich höre querbeet (fast) alle Genre und schreibe kurze Rezensionen darüber, ohne (hoffentlich) zu viel zu verraten.

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    Sprecher
    Geschichte
    "Enttäuschender Abschluss der Trilogie"

    Ich bin enttäuscht. Der erste Band schlug mich noch trotz der langen Szenen in Schützengräben in Bann, der zweite bekam schon einen vollen Punkt Abzug, weil mir zu viel erotische Szenen enthalten waren, dieser Band hier hat allerdings mein Durchhaltevermögen auf eine harte Probe gestellt.

    Positiv ist sicherlich, dass Follett die jüngste Geschichte anschaulich in eine Roman-Trilogie verpackt hat, um sie auch solchen Menschen nahe zu bringen, die in der Schule die Fächer Geschichte und Politik nicht auf ihre Favoritenliste setzten. Er nimmt dazu ganze Generationen von Familien aus den USA, Russland, Großbritannien und Deutschland, die mit historischen Persönlichkeiten agieren und prägnante Punkte unserer Geschichte hautnah miterleben. Wir begegnen so Martin Luther King, John F. Kennedy, Walter Ulbricht und vielen anderen, erleben mit, wie über Nacht die Mauer gezogen und die Menschen voneinander getrennt werden, erfahren mehr über die Willkür mancher Staasi-Offiziere, hören Lech Walesa reden und warten auf die großen Umwälzungen in den Ostblockstaaten, die dann allerdings im Verhältnis gesehen viel zu rasch abgehandelt werden.

    Nicht so gut sind etliche Längen, durch die sich der Hörer durchkämpfen muss, und wenn mir im zweiten Band schon zu viel “SECHS” enthalten war, so hat der dritte auch hier noch eins drauf gesetzt, und es wurde zudem eine solch extrem vulgäre Sprache SÄMTLICHEN Handlungspersonen in den Mund gelegt, dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte.

    Die Geschichte allerdings ist auch meine Geschichte und hat mich interessiert, ich habe doch oft kaum über den eigenen Tellerrand hinaus gesehen oder war mit völlig anderen Informationen beschäftigt.

    Zum Sprecher:

    Philipp Schepmann hat die Trilogie eingelesen und war eine gute Wahl. Wie ich schon beim “Sturz der Titanen” erwähnte, trifft er den snobistischen Tonfall der britischen Aristokratie besonders gut.

    Ich gebe für die Story: 5 Punkte, für den Sprecher 7, zusammen 06/10 Punkte

    Jetzt brauche ich aber unbedingt etwas völlig Anderes auf die Ohren…

    4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    xxanat Frankfurt am Main, Deutschland 25.09.2014
    xxanat Frankfurt am Main, Deutschland 25.09.2014
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    Sprecher
    Geschichte
    "würdiger Abschluss trotz einiger Schwächen"

    Der Stil des Buches entspricht dem der beiden Vorgänger. Wer an dieser Art der Erzählung gefallen findet, wird auch hier nicht enttäuscht werden.

    Wenn auf die ersten beiden Bände Bezug genommen wird, erfolgt in der Regel eine kurze Erläuterung für die Leser, die sich nicht mehr erinnern oder die ersten beiden Bände nicht gelesen haben. Somit wäre eine Lektüre ohne Vorkenntnisse auch möglich. Ich würde aber nicht dazu raten, weil einem viele Nuancen des Buches entgehen würden.

    Andererseits habe ich oft den Eindruck, dass diese Abschnitte nur eingefügt wurden, um die Neugier der Leser zu befriedigen, die wissen möchten, wie es mit den Protagonisten weiter geht. Für den Lauf der Geschichten dieses Buches sind diese Passagen in der Regel nicht notwendig.

    Im Unterschied zu den ersten beiden Bänden liegt die Haupthandlung nicht mehr in England, sondern - entsprechend den geschichtlichen Gegebenheiten - hauptsächlich in den USA und der UdSSR. Dabei liegt der zeitliche Schwerpunkt auf den 60er Jahren - etwa 80% des Buches werden in dieser Zeit abgehandelt.

    Da das Buch die Zeit bis zur Wende beschreiben möchte, bleibt für die restlichen Jahren dann nur noch ein Schweinsgalopp, was ich sehr schade finde. Es wäre der Geschichte gerechter geworden, wenn die lange Zeitspanne nicht in einem Buch abgehandelt worden wäre. Die Reagon-Ära und die Zeit rund um den Mauerfall hätte mehr Geschichten und Zeit verdient. Möglicherweise erscheint mir das aber auch nur so, weil ich diese Zeit selbst intensiv mit erlebt habe.

    Die Protagonisten dieses Buches erscheinen mir weniger tief gestaltet als in den vorigen Bänden. Verwirrend ist es mitunter, die Personen den entsprechenden Familien zuzuordnen. Es gibt ja mittlerweile doch etliche Familien, die in der einen oder anderen Generation miteinander verbunden sind.

    Als lästig emfand ich die immer wiederkehrenden detaillierten Beschreibungen, wenn Akteure miteinander Sex hatten. Das wurde schnell langweilig.

    10 von 14 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Amazon Customer 18.08.2015

    Leser (Hörer) vom Zürisee

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    Geschichte
    "Ausgewogene Geschichte und spannende Geschichten"
    Was hat Ihnen am allerbesten an Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3) gefallen?

    Die sorgfältigen und umfangreichen Recherchen, die der Autor hat anstellen müssen und mit knisternder Spannung in Geschichten und Schicksalen verwoben hat


    Welches andere Buch würden Sie mit Kinder der Freiheit (Die Jahrhundert-Saga 3) vergleichen? Warum?

    Buddenbrooks auf multinationaler Ebene


    Haben Sie vorher schon ein Hörbuch mit Philipp Schepmann gehört? Wie würden Sie beide vergleichen?

    Nein


    Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

    Ja


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Es ist empfehlenswert, sich die vielen Namen sowie verwandtschaftlichen Verbindungen von Anfang an gut zu merken.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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