Wir haben eine für Screen-Reader optimierte Seite erstellt. Um die Barrierefreiheit unserer Seite für Sie zu verbessern, bieten wir Ihnen eine einfacher zu navigierenden Seite an. Diese finden Sie unter der Web-Adresse www.audible.de/access.
Drood Hörbuch

Drood

Regulärer Preis:34,95 €
  • Details zum Angebot:
    • 1 Hörbuch pro Monat
    • 30 Tage kostenlos testen
    • Dann 9,95 € pro Monat
    • Jederzeit kündbar
  • - oder -

Inhaltsangabe

London im Juni 1865: Der Tidal Train, der die Hauptstadt mit der Kanalküste verbindet, rast ungebremst auf eine Baustelle zu und entgleist. Bei dem dramatischen Unglück sterben etliche Menschen, als Waggons des Zuges eine Brücke hinunter stürzen. Unter den Überlebenden befindet sich der bedeutendste Schriftsteller seiner Zeit, Charles Dickens.
Verzweifelt bemüht sich Dickens um die Bergung der Verletzten und steht dabei plötzlich einem Mann mit schwarzem Umhang und Zylinder gegenüber. Einem Mann, der sich Drood nennt und Dickens wie der Tod selbst erscheint. Nach dieser rätselhaften Begegnung ist Dickens nicht mehr derselbe: Wie besessen macht er sich auf die Suche nach dem mysteriösen Drood. Die Suche führt ihn auf die dunkle Seite Londons, in die feuchten gasbeleuchteten Gassen, die düsteren Spelunken - doch auch Dickens eigene geheimnisvolle und dunkle Seite kommt nun zum Vorschein...

In seinem großen historischen Roman erweckt Bestsellerautor Dan Simmons auf grandiose Weise das London des 19. Jahrhunderts zum Leben und lüftet eines der faszinierendsten Geheimnisse der Literaturgeschichte.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Der Sprecher
Der Schauspieler Detlef Bierstedt, geboren 1952 in Berlin, erlangte überregionale Bekanntheit vor allem durch die Synchronisation. Er lieh seine Stimme prominenten Kollegen wie George Clooney, Bill Pullman, Will Ferrell und Tom Hanks. Häufig hört man Bierstedt auch in Fernsehserien.

Der Autor
Dan Simmons wurde 1948 in Illinois geboren. Er schrieb bereits als Kind Erzählungen, die er seinen Mitschülern vorlas. Nach einigen Jahren als Englischlehrer machte er sich 1987 als freier Schriftsteller selbstständig. Mit zahlreichen Romanen hat er sich inzwischen sowohl als Horror- wie auch als Science-Fiction-Autor einen Namen gemacht - Hyperion & Endymion sind seine bisher bekanntesten Werke. Simmons lebt und arbeitet in Colorado, am Rande der Rocky Mountains.

Aus dem amerikanischen Englisch von Friedrich Mader.
Copyright (c) der deutschsprachigen Ausgabe 2009 by Wilhelm Heyne Verlag, ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, München.
(c) + (p) der deutschsprachigen Audiofassung 2009 by Audible GmbH

Kritikerstimmen

Dan Simmons schreibt wie ein Gott! Ich kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide.
--Stephen King

Hörerrezensionen

Bewertung

3.3 (906 )
5 Sterne
 (203)
4 Sterne
 (235)
3 Sterne
 (226)
2 Sterne
 (143)
1 Stern
 (99)
Gesamt
3.3 (208 )
5 Sterne
 (49)
4 Sterne
 (47)
3 Sterne
 (57)
2 Sterne
 (29)
1 Stern
 (26)
Geschichte
4.3 (205 )
5 Sterne
 (113)
4 Sterne
 (57)
3 Sterne
 (24)
2 Sterne
 (6)
1 Stern
 (5)
Sprecher
Sortiert nach:
  •  
    Tedesca Wien 05.07.2011
    Tedesca Wien 05.07.2011
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    253
    Bewertungen
    Rezensionen
    207
    133
    Mir folgen
    Ich folge
    1
    0
    Gesamt
    "Geniales Buch, toll gelesen! 100%er Tipp!"

    Wer sich hier einen Horrorroman im alten Stil von Dan Simmons erwartet, wird enttäuscht sein, denn er hält mit "Drood" im Grunde eine Biografie der beiden Autoren Wilkie Collins und Charles Dickens in der Hand. Natürlich konnte Simmons es nicht lassen, etliche ausgesprochen gruselige Elemente einzufügen, und wer würde sich dafür besser eignen als die geheimnisvolle Figur aus Dickens' unvollendetem Roman "Das Geheimnis des Edwin Drood"?
    Der Ich-Erzähler Wilkie Collins beschreibt minutiös sein gespaltenes Verhältnis zum "Unnachahmlichen", wie sich Dickens gerne selbst bezeichnet hat. Tiefe Freundschaft und Bewunderung prägen diese Beziehung, aber auch Neid und Eifersucht auf die Anerkennung und den Erfolg von Dickens, an den Collins nie anknüpfen konnte.
    Historische Fakten, literarische Details und Fantasie prägen diesen Roman. Simmons führt uns auf den Spuren des geheimnisvollen Mr. Drood in die finstersten Ecken von London, in Opiumhöhlen, mystische Tempel und unterirdische Städte. Getrieben von seiner Sucht nach der Droge erliegt Collins den unterschiedlichstenn Wahnvorstellungen und verbeisst sich immer mehr in das Geheimnis, das Dickens seiner Meinung nach vor ihm verbirgt. Drood wird für ihn zu einer fixen Vorstellung, genauso wie die grausige Figur auf der Hintertreppe seines Hauses oder "der zweite Wilkie", sein imaginärer Doppelgänger, der mit der Zeit immer realer wird.
    Für Liebhaber englischer Literatur ist dieses Buch ein echtes Schmankerl. Ich würde allerdings allen empfehlen, vorher Collins' "The Woman in White" (Die Frau in Weiß) und "The Moonstone" (Der Monddiamant) zu lesen (beide hab ich hier schon vorgestellt), weil Simmons sich immer wieder auf diese Werke bezieht und auch ihre Auflösung kommentiert. Ganz abgesehen davon, dass Collins als der Urvater des Krimis angesehen werden kann und sich wunder bar liest!
    Detlef Bierstedt liest unglaublich gut, sodass einem das Zuhören keine Sekunde langweilig wird.

    9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    kalteradler Falkensee, Deutschland 06.04.2011
    kalteradler Falkensee, Deutschland 06.04.2011
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    9
    Bewertungen
    Rezensionen
    3
    2
    Mir folgen
    Ich folge
    0
    0
    Gesamt
    "Unter Dichtern"

    Der Dichterkollege Wilkie Collins berichtet über seine Unternehmungen mit "dem Unnachahmlichen" Dichterfürsten Charles Dickens. Wahre Begebenheiten und tatsächliche Zeitgenossen der letzten Lebensjahre von Dickens mischen sich munter zwischen frei Erfundenes. Obwohl der Ich-Erzähler sein Licht wirklich nicht unter Scheffel stellt, ist seine Zweitklassigkeit und mühsam unterdrückte Eifersucht gegenüber dem überlegenen Gönner stets im Unterton der Erzählung präsent. Mythisches, halb verstandene Naturwissenschaft und blanke Scharlatanerie beherrschen Handeln und Denken der "aufgeklärten" Gentlemen der feinen Londoner und englische Gesellschaft. Die Figuren sind so ausdrucksvoll, farbig und voller Marotten wie in manchen Büchern des Unnachahmlichen. Die Atmosphäre der offenen englischen Landschaft an einem Herbsttag ist ebenso dicht wie die des alten London der Opiumhöhlen, Seeleute, Schurken der Lebenden und der ... Untoten!

    6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    poisonyvi1 Berlin, Deutschland 18.01.2010
    poisonyvi1 Berlin, Deutschland 18.01.2010
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    34
    Bewertungen
    Rezensionen
    77
    4
    Mir folgen
    Ich folge
    0
    0
    Gesamt
    "Das London des 19.Jhd. u. eine Literatenfreundschaft oder doch eher Feindschaft?"

    Dickens und das London des 19. Jahrhunderts. Das sind die beiden zentralen Themen des Buches, die mit großer Liebe zum Detail dargestellt werden. Allein die Fülle sorgfältig recherchierter Details zum London dieser Zeit würde das Buch lesenswert machen. Die phantastische Geschichte, die Simmons aber in diesen realen historischen Rahmen und um die Lebenseckpunkte Charles Dickens einpasst, setzt dem ganzen noch das so genannte i-Tüpfelchen auf:

    Konkret geht es hier um die Freundschaft des berühmten Schriftstellers Charles Dickens mit seinem heute weniger bekannten Zeitgenossen Wilkie Collins (ebenfalls eine historische Figur). Wilkie Collins, zur Zeit Charles Dickens ein sehr berühmter Kriminal und Thrillerautor, der u.a. "The Woman in White" und "The Moonstone" veröffentlichte, wird in "Drood" zum Erzähler. Trotz seiner eigenen Erfolge am englischen Literaturmarkt des 19.Jahrhunderts, neidet er Dickens dessen Ansehen. Sein übermäßiger Opiumkonsum und ein kleiner Scherz, den sich Dickens mit seinem Freund erlaubt, der in dessen Opiumumnebelten Geist aber irgendwann zur Realität mutiert, führt schließlichlich zum Bruch der Literatenfreundschaft. Fortan hegt Collins Mordgedanken gegen Dickens, die teils von der Figur des Drood geschürt, teils vereitelt werden.
    Aber wer ist dieser Drood eigentlich? Ein lebender Untoter? Ein Vorkämpfer sozialer Gerechtigkeit? Ein brutaler Massenmörder? Ein schwarzer Magier? Eine Legende?Schlicht eine weitere dickensche Figur? oder etwa das zweite Gesicht von Wilkie Collins?

    Eine meisterhaft erzählte Geschichte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

    12 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Matthias Berlin, Deutschland 27.06.2011
    Matthias Berlin, Deutschland 27.06.2011

    Bin im richtigen Leben Musikjournalist. Die heimliche Liebe ist Literatur.

    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    2922
    Bewertungen
    Rezensionen
    458
    216
    Mir folgen
    Ich folge
    477
    9
    Gesamt
    "Wilkie collins' 26. Roman"

    Wer ein bißchen mehr Horror und Thriller kennt als das, was in den letzten 20 Jahren erschienen ist, wird schon die Grundidee lieben: Simmons macht den Erfinder des Genres, Wilkie Collins, zur Hauptfigur und Ich-Erzähler eines Romans. Jeder, der nächtelang in seinen büchen wie "Der Monddiamant" (the moonstone), dem ersten echten Krimi der Literaturgeschichte, oder der unvergleichlichen, oft verflimten "Frau in Weiß" geschmökert hat, wird die vielen Details aus seinem Leben nicht als langweilig empfinden. Auch vieles, was über seinen Konkurrenten Dickens gesagt wird, ist authentisch.
    Allerdings nervt es einigermaßen, daß simmons sich hier fast epigonenhaft die Mozart- und Salieri-Story zunutzemacht. Collins wird immer unsympathischer, immer verrückter und bekennt offen seine Mittelmäßigkeit und seinen Neid auf Dickens, der sich bis zur Mordlust steigert.(Amadeus läßt grüßen.)Das ist ärgerlich, denn Collins ist genau wie conan Doyle alles andere als mittelmäßig - manch einer dürfte die Erfahrung gemacht haben, daß einige dickensromane mehr Staub angesetzt haben als die schönsten von Collins.
    Drood und das Spukhafte sind hier nur makabre Beigabe zum phantsievollen Künstlerroman, ein Köder geiwssermaßen - der Roman hat viel Recherchearbeit gekostet und wäre vielleicht besser geworden, wäre die Drood-Geschichte nicht drin, es hätte gut als finstere Doppelbiographie Dickens/Collins funktiniert.
    Fazit: für Horrorfans enttäuschend, für Literaturfreaks sehr unterhaltsam und voller köstlicher Insider (einmal überlegt collins, ob der Detektiv in The moonstone nicht bienen züchten soll, verwirft die Idee wieder - Doyles Sherlock holmes wird später bienen züchten) - aber geschwächt durch einen Collins, der für meinen Geschack zu debil gezeichnet wird.
    Dennoch hab ich mich keine Minute gelangweilt - deshalb trotzdem 4 Punkte...
    Ach ja - ich bin kein Fan von D. Bierstedt - hier paßt sie fantastisch zum schnöselig-unsypathischen Collins.

    5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Gilbert Egger 23.01.2010
    Gilbert Egger 23.01.2010
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    4
    Bewertungen
    Rezensionen
    2
    1
    Mir folgen
    Ich folge
    1
    0
    Gesamt
    "Mag die Story, aber die Produktion..."

    Die Stor ist fein, der Sprecher gut und mag die Atmosphäre auch lang rüberbringen, aber bei allen Göttern, die Produktion ist zeitweise unter aller sau. die Schnitte sind so schlimm dass man teilweise Minuten lang nachdenken muss welche Satz nun ein ende und welcher ein Anfang darstellt. Ich verstehe dass man bei der Produktion eines Hörbuchs unter stress steht, aber die Satzmelodie macht in der Sprache eben viel aus. Dieses wichtige Detail geht bei dieser Produktion zu oft unter! Daher nur 3 Sterne

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Patrick Kloosterman Goslar, Deutschland 02.02.2010
    Patrick Kloosterman Goslar, Deutschland 02.02.2010
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    8
    Bewertungen
    Rezensionen
    5
    1
    Mir folgen
    Ich folge
    0
    0
    Gesamt
    "Nichts für nebenbei - und daher verdammt gut!"

    „Drood" ist einer der besten Romane, die ich kenne!

    Es geht um das schöne, trübe, schattige, dunkle, mysteriöse London im 19. Jahrhundert. Es geht um die britischen Autoren und guten Freunde Wilkie Collins und Charles Dickens. Und über allem schwebt - Drood!
    Er dient als "Verbindungsstück" zwischen Collins und Dickens, deren Verhältnis im Laufe der Geschichte mehr und mehr verdeutlicht und dargestellt wird.

    Simmons lässt den Hörer die Geschichte nicht nur hören - er macht den Hörer zum Teil der Geschichte, indem er so intensiv erzählt, dass man gar nicht anders kann, als sich in die Geschichte "hineinzulegen".
    „Drood" ist ein sehr detaillierter, umfangreicher Roman, in dem Simmons eine sehr fein gezeichnete Welt erschafft. Der Roman wird aber, wie man vielleicht denken mag, dadurch nicht langweiliger, sondern nur noch spannender und lebendiger.
    „Drood" ist nichts für Hörer, die eben nebenbei mal ein Buch hören wollen. Ich habe es des Öfteren versucht, das Buch zum Einschlafen oder beim Abwaschen zu hören - suboptimal! Für „Drood" muss man sich Zeit nehmen. Man muss es auf sich wirken lassen. Ich möchte es denen, die sich gern Zeit nehmen, wärmstens ans Herz legen. Ihr werdet es nicht bereuen!

    8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    sisyphos 01.06.2011
    sisyphos 01.06.2011 Bei Audible seit 2010
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    32
    Bewertungen
    Rezensionen
    116
    7
    Mir folgen
    Ich folge
    1
    0
    Gesamt
    "Schauergeschichte oder Drogenwahn?"

    Was für eine großartige Geschichte! Dan Simmons ist ein begnadeter Erzähler, von einer unglaublichen Fabulierkraft und mit einem sehr subtilen Einfühlungsvermögen in die Sprache und den Stil der Zeit eines Charles Dickens und Wilkie Collins.
    Der geheimnisvolle Drood, der dem Roman den Titel gibt - ist er eine Ausgeburt Dickensscher Fantasie? Ist die ganze Geschichte wahr, ist sie doch im opiumvernebelten Gehirn von Wilkie Collins entstanden?
    Genial für mich ist es, den schrittweisen geistigen Verfall des Erzählers mitzuerleben, die Auswirkungen des damals noch großzügig verabreichten Laudanums auf das Denkvermögen zu sehen - Dan Simmons hat das unglaublich genau wiedergegeben.

    Ganz ausgezeichnet passt auch die Stimme von Detlef Bierstedt zu der Geschichte, der in meinen Augen sowieso einer der besten "Vorleser" ist.
    Die Tonqualität des Hörbuchs ist ausgezeichnet, keine "Knackstellen" oder Brüche.
    Eine wirkliche Empfehlung an Menschen, die Dickens und Wilkie Collins lieben und ihre Bücher kennen.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    lesewichtel Deutschland 12.03.2010
    lesewichtel Deutschland 12.03.2010
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    46
    Bewertungen
    Rezensionen
    15
    15
    Mir folgen
    Ich folge
    0
    0
    Gesamt
    "Wirklich gut, aber NICHT spannend"

    Vorneweg, mir hat das Buch sehr gut gefallen. Eine Warnung gehört trotzdem an den Anfang: "Drood" ist definitiv nicht spannend, obwohl es der fast schon irreführend zu nennende Klappentext suggeriert (Zitat "Wie besessen ... macht sich (Dickens) auf die Suche nach dem mysteriösen Drood. Die Suche führt ihn auf die dunkle Seite Londons..." usf.). Dominiert wird das Buch von eher geruhsamen, persönlich gefärbten Schilderungen des Ich-Erzählers Wilkie Collins, in denen Dickens bisweilen zur Randfigur verkommt. Das kann glänzend unterhalten, zumal mit Simmons ein begnadeter Erzähler und mit Bierstedt ein kongenialer Sprecher aufeinander treffen. In ganzer Pracht entfaltet sich die gesellschaftliche Wirklichkeit des viktorianischen Englands, während man dem nicht immer sympathischen Ich-Erzähler lauscht. Dessen Opium-Missbrauch sät geschickt Zweifel, ob einige Geschehnisse überhaupt wie beschrieben stattgefunden haben.
    Erst im letzten Drittel nimmt das Buch zunehmend an Fahrt auf. Davor sind einige Längen zu überwinden, z.B. wenn in aller Ausführlichkeit Diskussionen zwischen Dickens und Collins wiedergegeben werden, die sich um das eine oder andere Werk der beiden Schriftsteller drehen. Da ich die meisten dieser Werke nie gelesen hatte, habe ich Anspielungen und Diskussionsinhalte oft nicht gänzlich mitverfolgen, geschweige denn ihre Ausführlichkeit würdigen können.
    Diesen beiden Mankos zum Trotz habe ich das unvermeidlich herannahende Ende des Hörbuchs sehr bedauert. Gerne mehr davon!

    7 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Amazon Customer 19.12.2009

    s-exner

    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    68
    Bewertungen
    Rezensionen
    240
    2
    Mir folgen
    Ich folge
    0
    0
    Gesamt
    "Was für eine Reise..."

    Wohin? Direkt in die Seele London`s und in die von Wilkie Collins.
    Drood steht für mich auf gleicher Stufe mit "Hyperion" und "Kraft des Bösen" von Simmons.

    Selten habe ich ein so intensives Hörbuch gehört.
    Die Geschichte um Wilkie und Dickens baut sich langsam und sorgfältig auf.
    Zugegeben, es ist kein Roman, der durch sonderliche Aktion oder glorreiche Helden glänzt aber seine dichte Atmosphäre, Charaktere und einen bösen "Drood" zogen mich magisch in seinen Bann.

    Mir hat der Ausflug ins London des 19. Jahrhunderts jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und würde mir wünschen, dass irgendwann auch ältere Simmon`s Romane wie z.b "Kraft des Bösen" auch noch als ungekürzte Lesung bei Audible zu finden sind.

    46 von 57 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    lala Deutschland 15.06.2014
    lala Deutschland 15.06.2014
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    294
    Bewertungen
    Rezensionen
    142
    38
    Mir folgen
    Ich folge
    14
    1
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte
    "Sehr seltsam und sehr gut"

    Da hat Dan Simmons wirklich eine faszinierend seltsame Geschichte zusammen gesponnen. Abgedreht, sehr spannend, aber auch noch sehr lehrreich als detailliertes Sittengemälde. Ich will aber nichts weiter über den Inhalt verraten... andere Kritiker hier haben da schon ganz tolle Zusammenfassungen hinterlassen. Auf jeden Falle ein großartiges Hörbuch. Wem der Hyperion & Endymion Zyklus gefallen, der dürfte auch von diesem Hörbuch begeistert sein, auch wenn das "Set" ein ganz anderes ist.

    Und der Sprecher Detlef Bierstedt ist wie auch bei anderen Werken von Dan Simmons einfach großartig. Definitiv einer meiner Lieblingssprecher und Simmons ist genau seine Sache!

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Missbrauch melden

Entspricht diese Rezension nicht unseren Richtlinien für Rezensionen oder ist in anderer Weise unzumutbar und sollte deshalb von unserer Website entfernt werden? Dann klicken Sie bitte auf "Bei Audible melden".

Abbrechen

Vielen Dank!

Wir werden die Rezension prüfen und das Nötige veranlassen.