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Mary Barton Hörbuch

Mary Barton: A Tale of Manchester Life

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Inhaltsangabe

When her father assassinates Henry Carson, his employer's son and Mary's admirer, suspicion falls on Mary's second admirer, Jem, a fellow worker. Mary has to prove her lover's innocence without incriminating her own father.

First published in 1848 and subtitled "A Tale of Manchester Life", the author's invention of entirely working-class characters for this novel was for the times an innovation.

Public Domain © and (P)2014 Audible, Inc.

Hörerrezensionen

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    Philine 26.11.2015
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    Geschichte
    "Ach, die Unterschicht ..."

    Arme tauchen im viktorianischen Roman ja eher als Statisten auf: Die Romanheldin lässt ihre Dienstboten ein nettes Körbchen mit Lebensmitteln und Rheumasalbe packen, um es dann persönlich bei einem der Dorfarmen abzuliefern.

    Oder Armut und die Armen werden als Gegenbild zur bürgerlichen Gesellschaft dämonisiert, beliebte Klischees sind die Prostituierte und der Kriminelle.

    Elizabeth Gaskell, Pfarrersgattin aus Manchester, hat es in ihrem ersten Roman gewagt, die Unterschichtler selbst zu Romanhelden zu machen. Schon dafür hat sie ihren Platz in der Literaturgeschichte verdient!

    Gaskell zeigt das prekäre Leben der Industriearbeiter so wie es war. Es ist immer unsicher, ob für den nächsten Tag noch genug Essen im Haus ist und das Leben verläuft stets hart am Abgrund.

    Natürlich schaut auch Gaskell mit dem Auge der Mittelschicht auf ihre Helden: Was sie beschreibt, ist eine etwas weichgespülte Version des Arbeiterlebens - die ungeschminkte Wahrheit konnte sie ihrem Mittelschichts-Publikum wohl nicht zumuten.

    Den Grundkonflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeitern und die Zwänge des Marktes, beschreibt sie sehr fundiert. Ihre Lösungsansätze sind allerdings der schwächste Teil ihrer Bücher - letztlich geht es bei ihr um Versöhnung, oft mit deutlich christlichem Unterton.

    Die Romanhandlung teilt sich auf in Liebes- und Kriminalgeschichte, und die Erzählmaschine rumpelt ab und zu ein bisschen. Der Roman ist eben ein Erstlingswerk und das merkt man ihm an.

    Trotzdem sehr lesens- oder hörenswert, da Gaskell die Mängel in der Plot-Konstruktion durch die lebensechte Charakterisierung der Hauptfiguren und sehr genaue Alltagsbeobachtung ausgleichen kann. Beim großen Finale um die Gerichtsverhandlung wird es richtig spannend.

    Juliet Stevenson liest das Werk ganz großartig und kann die einzelnen Figuren gut differenzieren.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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