Kino für die Ohren
von
Müller
aus
Kitzingen, Deutschland
am
24.01.2013
Es ist ein wenig wie im „Christmas Carol“ von Charles Dickens (auch wenn diese Geschichte nichts Weihnachtliches an sich hat): Tony Spencer, ein überaus kalter, erfolgreicher und menschenscheuer Geschäftsmann, fällt ins Koma und findet sich in einer Sphäre zwischen Leben und Tod wieder. Er bekommt die Möglichkeit, sein Leben aus ganz anderer Sicht neu zu entdecken und zu erkennen, was daran schief gelaufen ist. Jesus, Gott und der Heilige Geist geben ihm die Chance, immer wieder mal auf die Erde zurückzukehren. Dies gelingt, indem er in den Kopf einer ihm bisher unbekannten Person hinein gebeamt wird. Diese bekommt von ihrem Eindringling nach und nach so einiges mit. Die Szenen, die sich dabei abspielen, gehören zu den lustigsten Erlebnissen, die ich bisher mit Hörbüchern hatte. Tony sieht das Leben durch die Augen der Anderen und erkennt so, wie es sein könnte, für ihn aber nie war. Dann bekommt er die Chance, ein einziges Leben zu bessern. Er darf eine Person „heilen“. Tony muss wählen zwischen sich oder …
Wer „Die Hütte“ kennt und sie gerne gelesen hat, wird auch diesen Roman mögen, wenngleich dieser hier nicht die theologische Dichte des Erstlings hat. Leichte Parallelen dazu finden sich aber auch hier, denn auch in „Der Weg“ tritt die himmlische Dreifaltigkeit in ganz anderen als den „klassischen“ Rollen auf.
Herausragend gut gelesen von Johannes Steck. Ihm gelingt es, durch eine sehr nuancierte Betonung den verschiedenen Personen ein Bild zu geben und sie für den Hörer unterscheidbar zu machen. Teilweise schafft er mit seiner Stimme aus einem Hörbuch ein Hörspiel. Ein Genuss für die Ohren.
3 von
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