Die Hure Babylon
BESCHREIBUNG
Sie sprachen vom himmlischen Frieden - und riefen zum Kreuzzug auf. Sie mahnten zu Mäßigung und Keuschheit - und führten ein Leben in Verworfenheit. Rom war die biblische Hure Babylon.
Südfrankreich im 12. Jahrhundert: Der junge Edelmann Arnaut ist verzweifelt, denn wieder hat seine heimliche Geliebte, die Vizegräfin Ermengarda von Narbonne, ihr Kind verloren - ein Fingerzeig des Himmels? Arnaut will Buße tun und sich dem Kreuzzug ins Heilige Land anschließen. Mit dem fränkischen Heer zieht er gen Osten und muss doch bald erkennen, dass es weniger um Erlösung als um Macht und Eitelkeit der Herrschenden geht, dass im Namen Gottes Verrat und unvorstellbare Greueltaten begangen werden. Gefährliche Abenteuer warten auf ihn, Kampf, Intrigen - und so manche Versuchung...
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©2012 Droemersche Verlagsanstalt (P)2012 Audible GmbH
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Die hilfreichsten Hörerrezensionen
Unterhaltsame Bildungslektüre
von
Ulf C.
aus
Deutschland
am
30.12.2012
Es beginnt wie im Disney-Mittelalter: Südfrankreich anno 1147. Ein adliges Liebespaar schwelgt in Sinnesfreuden. Sie eine Vizefürstin, er ein Edelmann. Junge Leiber die zueinander drängen, befindet der Autor. Liebesszenen, das sei gleich gesagt, sind also nicht seine Stärke. Aber keine vorschnellen Schlüsse!
Draußen vor dem Schlafzimmer der jungen Leiber braut sich etwas zusammen. Zisterzienser-Abt Bernard von Clairvaux zieht durch die Lande und ruft zum zweiten Kreuzzug auf. Er ist ein begnadeter Propaganda-Redner, der geschickt mit den Höllen-Ängsten seiner Zuhörer spielt. Tausende fallen auf ihn herein.
Die Vizefürstin durchschaut das Machtspiel und die Sinnlosigkeit des Kreuzzugs. Um so niederschmetternder ist die Nachricht, dass ihr Edelmann ebenfalls gen Jerusalem ziehen will. Ihn treibt die Suche nach Vergebung einer vermeintlichen Sünde: Seine Vizefürstin ist – wenn auch nur aus politischen Gründen – verheiratet. Zwar ist der Gatte völlig desinteressiert und weit weg, doch vor dem Gesetz begeht der Edelmann Ehebruch. Clairvaux verspricht ihm und anderen: Wer mit uns zieht ist aller seiner Sünden ledig.
Der zweite Kreuzzug endet bekanntermaßen in einem blutigen Desaster für das Heer der Christenheit. Schuld sind Rivalitäten, Unfähigkeit und Selbstüberschätzung. Dazu der naive Glaube, Gott selbst mache die Kreuzritter tatsächlich unbesiegbar. Am Ende versinkt das Unternehmen im Chaos.
Schiewe hat sehr exakt recherchiert und erzählt seine Geschichte stringent entlang der tatsächlichen Ereignisse. Dabei verwebt er das Schicksal seiner Hauptfiguren phantasievoll mit den realen Geschehnissen. Diese Historientreue ist eine große Stärke des Buches. Wer möchte lernt wirklich etwas.
Seine Schwäche ist die passagenweise übertrieben auf Mittelalter getrimmte Sprache. Besonders zu Beginn weckt sie den Verdacht, es drohe eine mäßige Mittelalter-Schmonzette. Doch dieser Eindruck trügt. Erst am Ende des Buches wird klar, was Schiewe beabsichtigt: Er braucht den idyllischen Einstieg um den Kontrast zu den immer unheilvoller werdenden Zuständen im Heiligen Land deutlich herausarbeiten zu können. Spätestens ab dem zweiten Drittel ist keine Spur mehr von Schmonzette, auch wenn auch hier der Mittelalter-Sprech immer wieder störend durchschlägt.
Der Zorn der verlassenen Vizefürstin verraucht. Der Edelmann erkennt immer deutlicher, in welches Desaster er geraten ist, auf welche Lügen der Kirche er und die anderen hereingefallen sind. Sie will ihn zurück und er möchte nach Hause. Jedoch...
Unser Deutschlehrer hätte gesagt: Unterhaltsame Bildungslektüre.
9 von
10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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interessant.......
von
Christiane
aus
Dallgow, Deutschland
am
09.11.2012
Das Story ansich hat mit gut gefallen. Nie langweilig oder zäh. Was den Sprecher anbelangt, bin ich eher zwiegespalten. Eigendlich hat er ganz gut gelesen. Die stimmliche Interpretation der einzelnen Characktere fand ich teilweise echt schlecht und auch verwirrend. Da hört sich schon mal der eine Charakter wie der andere an, oder der selbe Charakter wird plötzlich ganz anders gesprochen, so dass ich teilweise echt Schwierigkeiten hatte festzustellen, welcher der Charaktere denn jetzt gerade etwas sagt. Glücklicherweise fallen oft Sätze wie " Sowieso sagte:....." . Schade, denn sonst wären es 5 Sterne für ein hörenswertes Hörbuch geworden.
7 von
9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Gute Geschichte, sehr gut gelesen
von
Sabine
aus
Stuttgart, Deutschland
am
27.11.2012
Das ist seit langem eine der besten Geschichten, die ich über die Kreuzzüge gelesen habe. Klar, es erzählt vom 2. Kreuzzug der nicht von Erfolg gekrönt war. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben, und nicht alle sind nur schlecht oder nur gut. Der Geschichtliche Hintergrund ist stimmig, und auch wenn es nicht zur Happy-End-Generation gehört, ich finde es gut, dass nicht alle Helden glorreich und trotz der Strapazen total unversehrt nach Hause kommen, sondern dass es hier auch - wie es eben tatsächlich war - sog. Veteranen gibt und nicht nur Helden. Auch wird der Templer-Orden mal nicht nur übergut dargestellt, sondern auch kritisch beleuchtet. Ich habe mit Arnaut mitgefiebert und mit Ermengada gebangt, ich war vollkommen gebannt!
Ich finde Reinhard Kuhnert einen sehr guten Leser. Man kommt gut mit, ist gefesselt - was natürlich auch an der Geschichte liegt.
Ich konnte kaum mehr aufhören, weiterzuhören!!
Daher 5 Sterne - weil es einfach toll war zum zuhören.
5 von
6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Neueste Hörerrezensionen
Eine große Reise in die Vergangenheit
von
G.Sophia
aus
Samerberg, Deutschland
am
22.04.2013
Nachdem ich bereits den Bastard von Tolosa über die Massen herausragend fand, gönnte ich mir anschließend das neueste Werk von U. Schiewe. An sein Erstlingswerk kommt dieses Buch nicht ganz heran, doch erneut fesselte mich diese Geschichte vor allem auch durch und mit R. Kuhnert als Vorleser. Ich empfehle auch dieses Buch sehr gerne weiter, wer sich für Südfrankreich und die Geschichte der Kreuzzüge und vor allem wer sich kritisch mit diesem Thema befasst.
0 von
0 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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immer wieder fesselnd
von
truckerrass
aus
ilsenburg, Deutschland
am
18.03.2013
ein super buch, immere wieder zu empfehlen. ich war richtig gespannt auf die Gerschichte hat mich 2 schlaflose Nächte gekostet weil so spannend
0 von
0 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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Tragischer Inhalt - gut geschrieben
von
Eadulf
aus
Deutschland
am
02.03.2013
Ulf Schiewe ist in seinem dritten Buch wieder bei den Kreuzzügen angelangt. Diese sind aus heutiger Sicht ohne historisches Hintergrundwissen ja nur schwer zu verstehen und in ihrer Tragik doch auch faszinierend. Der Autor malt ein intensives Bild der Gräuel der Kreuzzüge, fokussiert sich auf die machtpolitischen Gründe für sie und lässt seine Protagonisten davon zermahlt werden. Genau wie die große Politik ist auch die kleine, die Interaktion zwischen den Protagonisten des Romans, von persönlichen Interessen und Intrigen geprägt, selbst die Liebe wirkt nur wie ein Mittel zum Zweck. All das fasziniert, schlägt in seinen Bann und - so komisches es bei all dieser Tragik klingt - unterhält. Ich hätte mir allerdings ein nicht ganz so dramatisches Ende gewünscht. Der "Bastard von Tolossa" hatte zumindest ab der zweiten Hälfte und "Die Comtessa" insgesamt noch eine gewisse Leichtigkeit. Die fehlt hier völlig.
Reinhard Kuhnert kenne ich von "Das Lied von Eis und Feuer". Und es gefällt mir, wie er diese Buch interpretiert. "Die Hure Babylon" setzt er letztendlich genau so um, was an sich schon gut ist, denn ich mag, wie er ließt, aber am Anfang war es schon sehr irritierend, denn ich sah immer die Personen aus "Das Lied von Eis und Feuer" vor meinem geistigen Auge.
0 von
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