Die hilfreichsten Hörerrezensionen
falsches Tempo
von
Daniel
aus
Frankfurt am Main, Deutschland
am
06.01.2013
Ich habe gerade das Buch bestellt. So gut hat es mir gefallen. Allerdings hat mir das Tempo in dem gelesen wurde gar nicht gefallen. Viel zu schnell, viel zu gehetzt. Vielleicht ist es künstlerisches Stilmittel - in Anlehnung an die gehetzte Stimmung 1913. Wie dem auch sei, mir gings zu schnell...
5 von
6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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eine fasznierende Collage
von
Kristina
aus
Vilnius, Litauen
am
19.12.2012
Die Welt war auch vor hundert Jahren ein kleines Dorf, oder? Genau den Eindruck bekommt man beim Hören dieses einzigartigen Kallenders für das Jahr 1913. Von manchen Verbindungen zwischen den damaligen Akteuren auf der Kulturszene hat man gewusst oder geahnt, andere sind überraschend, auch die Spekulationen akzeptiert man sehr wohlwollend - denn die Collage von großen und kleinen, literarischen, persönlichen und historischen Details ist wirklich überzeugend. Alle (sehr viele!) Stränge zusammenzuführen erforderte nicht nur eine Riesenrecherche, sondern auch Mut und einen kreativen Überblick. Glücklicherweise hatte der Autor Florian Illies einen großen Topf davon. Es ist ein gelungener Mix entstanden!
Kulturgeschichte mit vielen Details und Einsichten mal leicht und doch tiefgreifend erzählt - diese Kombination verdient jede Menge Lob! Und ganz wichtig: man hat nie das Gefühl, dass es hier um Ereignisse geht, die hundert Jahre alt sind... Stephan Schad trägt wesentlich dazu bei, dass man die sechs Stunden als bildend, zeitnah und unterhaltsam empfindet.
Tolles Elebnis zum Jahreswechsel!
5 von
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Viel Lärm um nichts
von
plaisirdecouter
aus
Deutschland
am
18.12.2012
Da dieses Buch nun schon lange auf den ersten Plätzen in den Bestsellerlisten stand, wollte ich es auch kennen. Doch welch Enttäuschung. Die kleinen Episoden plätscherten so vor sich hin, meistens waren es Geschichten abwärts der Taille. Warum muss ich wissen, dass Kokoschka im roten Nachthemd seiner Alma malen musste? Wird mir seine Kunst dadurch verständlicher? Wohl kaum. Auch die Episoden über Kafka bringen mir den Künstler nicht näher. Da befindet sich das Buch von M.Kumpfmüller: Die Herrlichkeit des Lebens in einer ganz anderen Liga, denn es macht den Menschen (Kafka) nicht lächerlich, sondern menschlich. Auch warum 1913 der Sommer des Jahrhunderts sein soll ist mir nicht verständlich geworden. Also, wer sich über die Darmprobleme und sexuellen Irrungen und Wirrungen von Künstlern informieren möchte, dem mag das Buch ja gefallen.
3 von
7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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