Hörbuch 'Lavendelgarten' von Lucinda Riley

Atlas eines ängstlichen Mannes

Hörbuch Inhalt

BESCHREIBUNG


Der Atlas eines ängstlichen Mannes ist eine einzigartige, in siebzig Episoden durch Kontinente, Zeiten und Seelenlandschaften führende Erzählung. "Ich sah ...", so beginnt der Erzähler nach kurzen Atempausen immer wieder und führt sein Publikum an die fernsten und nächsten Orte dieser Erde: in den Schatten der Vulkane Javas, an die Stromschnellen von Mekong und Donau, ins hocharktische Packeis und über die Passhöhen des Himalaya bis zu den entzauberten Inseln der Südsee.

©2012 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2012 (P)2012 Argon Verlag GmbH, Berlin



Autor: Christoph Ransmayr
Sprecher: Christoph Ransmayr
Spieldauer: 13 Std. 54 Min. (ungekürzt)
Bewertung:  4.0 (35)
Audioinhalt: Hörbuch
Anbieter: Argon Verlag
Veröffentlicht: 2012

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Hörerrezensionen (7)

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Die hilfreichsten Hörerrezensionen


 5 Sterne sind noch zu wenig...

von Christian aus Landshut, Deutschland am 23.11.2012

... am liebsten würde man vor Begeisterung diesem Hörbuch 6 oder 7 Sterne verleihen. Dabei habe ich es noch gar nicht zu Ende gehört, denn man möchte das unausweichliche Ende dieser wundervollen Reise um die Erde noch hinauszögern.
Dabei war ich durchaus skeptisch, dass hier - wie in anderen Texten Ransmayrs - der hohe Ton überwiegen und auf die Dauer anstrengend würde. Aber die Sprache dieser Reiseeindrücke von allen Kontinenten (die meisten der 70 Texte dauern zwischen 10 und 20 Leseminuten) ist wunderschön und klar, auch poetisch, wie man das von diesem Sprachkünstler erwartet. Inhaltlich lässt sich das kaum beschreiben, das reicht von kleinsten Beobachtungen am Wegesrand bis hin zu Situationen existentieller Bedrohung. Meist aber stehen Menschen im Mittelpunkt der Texte, denen der passionierte Reisende Ransmayr begegnet ist.
Was für ein Glück, dass solche Bücher noch geschrieben und verlegt werden in unserer immer oberflächlicher werdenden Lesewelt!
Und noch schöner, wenn sie der Autor selbst so angenehm und beeindruckend zu Gehör bringt.
Nur den Titel finde ich nicht sehr passend, denn ängstlich ist dieser so gar nicht stubenhockende Dichter nun wirklich nicht. Er wagt sich in die fremdesten Weltgegenden und bringt seine Erfahrungsschätze für uns heim.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Pure Poesie

von erphschwester aus Erbach, Deutschland am 05.12.2012

dass ich, trotzdem mein vorredner schon alles gesagt hat, eine rezension schreibe, soll nur beweisen, dass er nicht der einzige ist, der in solcher begeisterung schwelgt.

zunächst: ich halte meist nicht viel von büchern, die der autor selbst liest. die einen nuscheln vor sich hin, die anderen versinken im pathos ihrer eigenen leistung. pathos ist hier sehr wohl, aber er steht den sehr poetischen texten sehr gut zu gesicht. da schweben worte leicht wie schmetterlinge, glänzend wie wassertropfen im sonnenlicht an scheinbar unendlichen ketten und beschreiben dinge, die wir so noch nie gesehen, gehört und gedacht haben.
wer mit solch offenen augen und sinnen reist, kann einem die welt wahrlich eröffnen. da werden emotionen geweckt, die nichts mit gefühligkeit zu tun haben, sondern mit dem dahinter-sehen, das in unserer kurzlebigen zeit abhanden gekommen scheint. ja, dieses buch scheint aus einer sehr anderen zeit zu kommen. denn da nimmt sich einer die zeit, genau hinzuschauen, gedankengänge herzustellen, die nicht offenkundig sind. und in allem steckt ein großer respekt vor mensch, tier, natur und den unerklärlichkeiten dieser welt.
wenn jeder die welt so sähe, wäre sie ein besserer ort.

5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 kann man gut mehrmals hören

von ilonka aus Deutschland am 11.12.2012

Ich kann mich der Begeisterung nur uneingeschränkt anschließen. Was für ein
erkenntnisreicher Genuß. Man kommt ordentlich rum in der Welt des Vielgereisten.
Scheint zunächst nach schönem Abenteuergefühl für den Daheimgebliebenen. Aber in diesen Erwartungsrahmen bringt der Autor oft die feinen Beobachtungen kleinster Details aus dem Alltag der Menschen hinein - und die Ferne erweist sich als gar nicht so fern. Ransmayr richtet diesen scharfen Blick auch auf seine Heimat. Unvergesslich wird mir die Geschichte bleiben, in der ein Vater seiner kleinen Tochter die sehnlich gewünschten Schuhe zur Kommunion kauft. Diese Miniatur ersetzt ganze dickleibige Hirnwerke über Soziologie und Erziehung.
Es ist ein Hörbuch mit Herz - das vermittelt auch die Stimme des Autors.
Nie wird sie aufdringlich. Ich wollte einfach nur zuhören. Mich mitnehmen lassen.
Sinnlich. Gute Sprache und Spreche kann durchs Ohr auf der Zunge bizzeln.
Werde ich noch öfter hören. Um auch das noch mitzukriegen, was mir bisher entgangen ist. Vielen Dank, Herr Ransmayr, für diese wundervolle Arbeit.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 

Neueste Hörerrezensionen


 Sprache als musikalisch-poetisches Erlebnis

von Boris aus Wachtberg, Deutschland am 09.05.2013

Der "Atlas" ist meine erste Begegnung mit Christoph Ransmayr gewesen. Dies ist für mich DIE literarisches Entdeckung der letzten Jahre.
Die Sprache einerseits ist ein Erlebnis pur, die Metaphern frisch und ungehört und doch passend, Raum lassend für die eigene Fantasie, genial.
Der Autor als Sprecher ist - anders als für andere Rezensenten hier - für mich eine zusätzliche Bereicherung: gerade die ungewohnten Betonungen, die gewollten Pausen, das Zögern in manchen Momenten...oft ein Vergnügen zu hören, jenseits des Inhalts, die Sprache und deren gesprochene Umsetzung wie Musik.
Ein Gesamtkunstwerk. Inhaltlich knüpfen die 70 Szenen grob aneinander an, ohne ein Gesamtbild zu ergeben. Kein Mosaik, was am Ende zum Vorschein kommt, eher ein Weg, ein Reiseweg zu sich selbst. Großartig. Mehrfach zu lesen und zu hören, wie große Poesie.

0 von 0 Hörern fanden diese Meinung hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Ich war enttäuscht

von Katja aus Garbsen, Deutschland am 13.02.2013

Nach den vielen guten Bewertungen war ich sehr neugierig auf dieses Hörbuch. Nun habe ich das Hören vor der Hälfte abgebrochen. Zu langweilig, langatmig und unpersönlich sind die Geschichten. Der Autor liest auch eher einschläfernd, so dass es schwer fällt bei der Sache zu bleiben.

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 langatmig...

von Helmut S. aus Österreich am 29.01.2013

...im wahrsten sinn des wortes - oft lange, unpassende sprechpausen und falsche betonung. ransmayr ist ein grosser literat jedoch kein guter leser...
auch fand ich die geschichten alles andere als kurzweilig - das erste hörbuch welches ich nach der hälfte abbrach...
für mich persönlich also eine ettäuschung!

1 von 1 Hörern fanden diese Meinung hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

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