Die hilfreichsten Hörerrezensionen
Wunderschön
von
Simone
aus
Würzburg, Deutschland
am
21.10.2012
Aja, Seri und Karl sind schon von Kindheit an Freunde. Zu dritt sind sie nicht mehr anders als die meisten, es fehlt weniger. Denn jeder von ihnen hat etwas verloren. Ajas Vater kommt nur einmal im Jahr für ein paar Wochen vorbei, er ist als Artist tätig und zieht ständig umher. Seris Vater starb kurz nach ihrer Geburt, Karls jüngerer Bruder verschwand eines Tages. Ihre Mütter sind zwar ganz verschieden, freunden sich dank ihrer Kinder aber an und begleiten die drei durch die Jahre. Die sie erst im kleinen Ort Kirschblüt verleben, bis Studium und Beruf sie nach Rom verschlagen.
„Die hellen Tage“ ist ein ruhiges Buch, das von seinen bunten Charakteren lebt. Der Norm entspricht hier kaum jemand, nicht nur Aja und ihre Artistenfamilie sind ein buntes Völkchen. Alle Charaktere entblättern sich während der Geschichte immer weiter, man dringt Schicht für Schicht zu ihren Geheimnissen vor. Geschichten, die man zu Anfang des Romans nicht einmal ansatzweise ahnt.
Doris Wolters liest das Hörbuch mit einer sehr angenehmen Stimme. Weder übertrieben spannend, noch zu ruhig. Genau passend zur Atmosphäre des Buches, könnte man ihr stundenlang zuhören.
Ein wunderschöner Roman über Freundschaft, die Liebe und das Schicksal. Helle und dunkle Tage. Mit Charakteren, denen man gerne begegnen würde. Eine Geburtstagsfeier mit Aja und Evi im Garten erleben, zusehen wie die drei Rad schlagend durch den Garten turnen, im Fotolabor Mäuschen sein… Es gibt viele Szenen, die mir nach dem hören bildlich vor Augen stehen und in Erinnerung bleiben werden.
3 von
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Eine Zeitreise...
von
Kerstin
aus
Deutschland
am
11.06.2013
Eine Zeitreise...für alle, die in den 60ger Jahren selbst Kinder waren und in kleinen, ländlich geprägten Ortschaften aufgewachsen sind. Für all diejenigen die selbst Freundschaften haben aus Kindertagen und sich als Kinder fanden, wie sich Kinder eben finden.
Ich mochte die Geschichte um 3 Menschen, die sich selbst immer genug sind, mochte die verschachtelten Sätze der Autorin, das aneinanderreihen von Worten, in stiller, sehr berührender Sprache...und das ganze toll gelesen von Doris Wolters.
Die Höhepunkte "die hellen Tage" werden immer wieder aufgebrochen von Familiengeheimnissen. Ein stilles aber nie langweiliges und sehr empfehlenswertes Hörbuch.
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Viel Worte um nichts!
von
henrietta2204
aus
Heidelberg, Deutschland
am
23.05.2013
Der Spiegel-Bestseller stand schon längere Zeit auf meiner Wunschliste, zumal ich soviel positive Rezensionen darüber gelesen habe. Anfangs war ich beeindruckt von der behutsamen, poetischen Erzählweise des Buches, das wunderbar von Doris Wolters vorgetragen wurde. Sie ist für mich eine echte Neuentdeckung und hat als Sprecherin mehr als 5 Sterne verdient.
Das Buch selbst ist allerdings sehr enttäuschend: bis zum Schluss habe ich darauf gewartet, dass etwas passiert. Die Personen erscheinen seltsam eindimensional und leicht psychotisch (eine Frau, die 25 Jahre lang den Koffer ihres verstorbenen Mannes auf dem Beifahrersitz Spazieren fährt, ein Ehepaar, das sich nur einen Monat im Jahr trifft, Aja, die völlig ausrastet, weil ihr Freund sich zu einer jugendlichen Dummheit bekennt, die Liste liesse sich fortführen).
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