Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat
BESCHREIBUNG
Mit der drohenden Staatspleite einzelner Länder scheint der Traum von der europäischen Währungsunion ausgeträumt. Auch wenn Angela Merkel mit ihrem Diktum "Europa scheitert, wenn der Euro scheitert" jüngst noch einmal diese Schimäre beschwor, so müssen wir uns doch fragen, ob wir um jeden Preis am Euro festhalten wollen. In bewährter kritischer Manier zeichnet Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch noch einmal die Geschichte des Euro nach. Er argumentiert, dass unsere wirtschaftlichen Probleme ursächlich auf Mängel der politischen Führung zurückgehen. Abschließend präsentiert Sarrazin konkrete Maßnahmen und entwirft eine Marschroute für Europa.
©2012 Deutsche VerlagsAnstalt (P)2012 Der Hörverlag
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Die hilfreichsten Hörerrezensionen
Es geht um die Argumente...
von
Tocqueville
aus
Deutschland
am
02.06.2012
...und nicht um die Person des Autors!
Günter Grass ist auch nicht hübscher ;-)
Wenn es ums Argumentieren geht, ist Sarrazin brilliant. Kaum zu glauben, daß er mal Politiker war. Aber er ist eben Fachbeamter gewesen und nur eher zufällig in eine politische Funktion gerutscht.
Leider ist er wie auch schon in seinem ersten Buch inkonsequent. Die Analyse ist messerscharf, die wenigen vorgeschlagenen Lösungsansätze sind halbherzig.
Das Buch ist verständlich vorgelesen und gut anzuhören. Hier kann man sich an den Gedanken des Autors abwechselnd reiben oder ihm zustimmen, beides macht großen Spaß. Auf jeden Fall bietet es viele neue Erkenntnisse und Einblicke in den politischen Alltag der BRD. Entlarvende Einblicke!
Also erst Hörbuch hören (oder Buch lesen), dann mitreden - und loben oder schimpfen.
;-)
65 von
84 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Erschreckend richtig
von
Bertikoks
aus
Deutschland
am
14.06.2012
Ich bin dem Thema eine ganze Weile ausgewichen. Nun habe ich mich damit relativ umfangreich beschäftigt. Es ist erstaunlich, was unsere Regierungen da tun. Mir persönlich geht Sarrazin in einigen Schlüssen die er zieht, insbesondere bei der Bewertung des Duos Schröder/Eichel, die zunächst die Axt an den Stabilitätspakt gelegt haben, nicht immer objektiv genug vor. Aber wer kann als Teil des Ganzen schon behaupten immer objektiv zu sein.
Auch die eingestreuten Passagen im Stil von "Wussten Sie eigentlich, dass ich die Bundesbahn saniert habe?" nerven manchmal ein wenig. Das alles ändert jedoch nichts an der klaren Beschreibung der Fakten. Und deshalb empfehle ich jedem der sich mit dem Thema ein wenig umfangreicher beschäftigen will dieses Buch. Es ist in jeder Hinsicht lehrreich. Wie Sie dann allerdings mit den Ergebnissen umgehen, wenn sie erneut feststellen müssen, dass keine demokratische Partei eine vertretbare Alternativposition anbietet, dass es keine Rechtsinstanz gibt, die auf dem Klageweg einen Schutz vor dem offenen Rechtsbruch bietet, steht auf einem anderen Blatt. Ich finde das erschreckend.
13 von
17 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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DAS Buch zur "Eurokrise"
von
Hanne Spukmeier
aus
Deutschland
am
20.07.2012
Sarrazin überzeugt eben nicht durch Polemik- wie von den Euroextremisten immer wieder behauptet - sondern durch eine wirklich fundierte und detaillierte Analyse der Geld- und Währungspolitik der letzten 20 Jahre. Dabei schaudert es einem in immer kürzeren Abständen, wenn man so offen von einem Insider der politischen Klasse deren Naivität und Desinteresse an den wirtschaftlichen Zusammenhängen erläutert bekommt. Sarrazin pflückt Merkels Mantra "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" genüßlich auseinander und vergleicht es (m.E. nicht zu Unrecht) mit Honeckers "Vorwärts immer, rückwärts nimmer", dabei bleibt er aber immer an den Fakten orientiert und gibt die wenigen Wertungen klar als solche zu erkennen. Das Buch ist für Nichtökonomen streckenweise schwer verständlich, da mit Fachbegriffen argumentiert wird. WiWi-Studenten und Absolventen werden umso mehr ihre Freude an den statistischen Auswertungen und Kommentaren der Bundes- und EZB-Bank haben, die Sarrazin hier aufs Tablett stellt.
Kurzum, das Buch macht deutlich schlauer über den derzeitigen Kurs unserer politischen Klasse - aber es beunruhigt dadurch auch umso mehr. Jeder sollte es lesen, damit es später nicht wieder heißen wird "davon haben wir nichts gewußt..."
5 von
5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Neueste Hörerrezensionen
Gut aber zu viel englische Texte
von
Heinz-Rudolf
aus
Paderborn-Sande, Deutschland
am
15.12.2012
Brilliant ermittelt und geschrieben und vorgetragen. Ein interessantes Buch. Besonders wenn man sich für Volkswirtschaft interessiert. Habe etwas die dramatischen Auswirkungen vermißt, die es annimmt, wenn ich aus einer Volkswirtschaft Geld herausnehme (der Deutschen) und in eine andere (z.B. Griechenland) transferiere. Nach meinen Kenntnissen ist dies Faktor 10 und damit dramisch (auf Dauer).
0 von
2 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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Habe jetzt Angst um mein Geld!
von
Rüdiger
aus
Berlin, Deutschland
am
21.08.2012
Sarrazin eignet sich nicht wirklich für ein Hörbuch. Wenn er auf Kapitel sowieso Bezug nimmt, hilft mir als Hörer nicht unbedingt weiter.
Außerdem wiederholt er sich doch eher häufig (kennt man von seinem ersten "berüchtigten" Bestseller). Aber:
Er hat Ahnung von der Materie, und das lässt einen erschaudern... Insgesamt sehr instruktiv und empfehlenswert.
0 von
1 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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intelligenter Narzist...
von
Frank
aus
München, Deutschland
am
14.08.2012
... oder wie werde ich mein eigener Biograph.
Ich bin hin- und hergerissen... Nach einer Stunde ist eigentlich der Standpunkt des Autors oft genug besprochen wurden. Danach folgt über 6 Stunden eigentlich nur eine Rechtfertigung dieses Standpunktes auf Basis von verschiedensten Betrachtungswinkeln. Trotz allem muss/kann man dem Autor ein sehr umfassendes Verständnis der Kausalitätsbeziehungen auf nationaler wie internationaler Ebene attestieren.
Warum nun ausgerechnet in ersten Teil des Hörbuches gefühlt kein Absatz ohne "ICH" auskommt, ist mir nicht wirklich kar, zumal es in krassem Widerspruch zu den ansonsten so penibel recherchierten Fakten steht. Die Stimme des Sprecher verstärkt diesen etwas selbstverliebten Eindruck für mich weiter.
Der zweite Teil des Buches wird in meinen Augen dann etwas offener und weniger ICH-zentriert, auch empfinde ich die Stimme dort entspannter. Ob das nun wirklich so ist, oder ich mich einfach daran gewöhnt habe lasse ich dahin gestellt.
Klar ist, das sehr vieles in dem Buch extrem logisch und konsitent ist. Klar ist für mich auch, das der Autor das Zeug dazu hätte, einem interessierten Laienpublikum den gesamten Sachverhalt noch viel plastischer und umfassender zu erklären, als er dies getan hat. Hier kommt einfach viel zu oft das Befühl einer Belehrstunde a la "ich habe es euch ja schon gesagt/geschrieben" auf. Das geht teilweise so weit, dass man das Gefühl hat, er will es gar nciht wirklich erklären, sondern sich damt über andere (intellektuell) zu erheben.
Inhaltlich gebe ich 4 Sterne, für die Art&Weise 2 Sterne macht nach Adam Ries 3 Sterne für eine kontroverses Hörerlebnis.
2 von
4 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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