Die hilfreichsten Hörerrezensionen
Enttäuschend
von
Mandy
aus
Peissenberg, Deutschland
am
17.05.2012
Aus diesem Thema, den Charakteren und den Orten hätte der Autor definitiv mehr machen können. Der Titel ist meiner Meinung nach falsch gewählt, da sich das Buch um mehrere Alchimisten dreht, die mehr von Alchemie verstehen, als die hervorgehobene "Alchimistin". Zudem wurde das Thema Alchimismus, mit all seinen faszinierenden Aspekten, zu sehr in den Hintergrund gestellt. Alchemismus ist nun mal mehr als Kräuterkunde, die Suche nach dem ewigem Leben und übersinnliche Ahnenerinnerung. Erwartet hatte ich ein mystisch, magisch angehauchtes, fantasievolles und wissenschaftliches Buch. Erhalten habe ich eine mit dem Thema Alchemie rudimentär angerissene Generationengeschichte, gepaart mit Verfolgungsjagden und unnötig ausgedehnten Kampfszenen sowie Waffengewalt. Dies wiederspricht sowieso dem Gebiet der Alchemie. Denn wer über alchemistische Fähigkeiten verfügt, kann sich Waffenkämpfe völlig sparen. Auch fand ich die einfließenden Stränge über die Tempelritter schlecht recherchiert. Sie weichen zu sehr von den aktuellen Überlieferungen ab. Einzig der Sprecher hat ganz hervorragend vorgelesen und mich über die zwischenzeitlich langweiligen Handlungsstränge bis zum Ende durchhalten lassen. / Mandy Kirmse aus Weilheim i.OB
9 von
13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Meyer auf den Spuren von May
von
Matthias
aus
Berlin, Deutschland
am
04.07.2012
Der Flirt großer Fantasy-Autoren mit der alten, fasznierenden Form des Kolportageromans ist seit einiger Zeit zu spüren. Vorreiter waren Bücher wie "Der goldene Kompass" und eben "Die Alchimistin", beides Bücher der 90er.
Selten hat ein Fantasy-Autor so lustvoll und homogen an die besten Kolportage-Thriller des 19. Jahrhunderts angeschlossen wie Kai Meyer mit der Alchimistin - das Buch ist eine große Hommage an Klassiker wie Sues "Die Geheimnisse von Paris" , Dumas "Graf von Monte Christo" und Mays legendäres "Waldröschen oder die Rächerjagd rund um die Erde". Noch einmal fährt er all die schönen, herrlich unsoliden Dinge auf, mit den unsere Urgroßeltern in Atem gehalten wurden... Unterirdische Gänge, wilde Kutschenfahrten, düstere Geheimnisse, Entführungen.
Aber er wäre nicht Kai Mayer, gäbe es nicht immer wieder Einschübe, die so vor 150 Jahren nicht denkbar gewesen wären - irritierende, aber gut geschriebene Sex- und Sadomasoszenen.
Wie in den alten Schwarten darf man diese Welt von 1897 nicht allzu ernst nehmen - auch Dumas hat sich irre viele Freiheiten in seinen Romanen rausgenommen, von May ganz zu schweigen. Im Gegenteil , viele Details zeugen von guter Kenntnis der Zeit - ich liebe den einfall, Böcklins berühmtes Bild "Die Toteninsel" zu einem Ausgangspunkt des Romans zu machen - angblich liegt diese berühmeste deutsche Gemäldeinsel nämlich an der Ostsee...!
Philip Schepmann hat eine leichte, angenehme Stimme und führt elegant durch die abstruse Familiengeschichte, man kann alle Figuren gut anterscheiden - und im Buch verschwinden. Für mich ein großes Vergnügen!
4 von
6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Einmal angefangen ...
von
Kurt
aus
Altenahr, Deutschland
am
10.08.2012
Diese Reihe von Kai Mayer ist mal wieder einfach überwältigend.
Ich kannte schon einige Hörbücher von Ihm, die sind alle einfach fesselnd.
Die Erzählung, die Sprünge zwischen den einzelnen Personen ist immer genial und hält die Spannung bis zum Ende.
Hat man erstmal angefangen diese Hörbücher zu hören, mag man nicht mehr aufhören.
Ich war begeistert und kann diese Reihe nur weiterempfehlen.
3 von
5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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