Die hilfreichsten Hörerrezensionen
einfach phantastisch!
von
Beatrice
aus
Berlin, Deutschland
am
30.03.2012
Sowohl meine Kinder 10 und 12 sowie ich haben gespannt dem Geschehen gelauscht, gebangt, gehofft und mitgefiebert. Der Sprecher ist einfach nur phantastisch und lässt jeden Charakter so individuell entstehen, daß es einem manchmal kalt den Rücken hinunterläuft. Sowie für Erwachsene und auch Kinder ab ca. 8 Jahren würde ich das Hörbuch absolut empfehlen! Es ist Geschichte unglaublich spannend verpackt! Allerdings ist es schwer sich loszureissen. Wir haben es im Auto gehört und so manche Minute noch auf dem Parkplatz gestanden und zugehört.... ;-)
5 von
6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Holprige Zeitreise
von
Annette
aus
Hamburg, Deutschland
am
21.05.2012
Zeitreisen sind zur Zeit groß in Mode und auch ich finde die Idee spannend, Abenteuer in einer unbekannten Zukunft oder, wie hier, in einer mehr oder weniger bekannten Vergangenheit zu erleben. Als Leser, bzw. Hörer bin ich bei diesen Geschichten allerdings auch wie ein Luchs auf der Suche nach logischen Fehlern oder Ungereimtheiten, für die keine glaubhafte Erklärung präsentiert wird.
Leider ist dies hier aber geschehen. Den Auslöser für die Zeitreise finde ich gelungen - besonders auch durch die elegante Auflösung am Schluss. Leider kann aber Boston, der zeitreisende Junge, als er im Jahre 1492 landet, plötzlich fließend Spanisch sprechen. Noch dazu kommt ihm die altertümliche Umgangssprache leicht von den Lippen. Da heißen z.B."Kleider", ganz ohne nachzudenken oder nachzufragen, plötzlich "Gewänder". Eine Erkärung hierfür wird nicht geliefert. Besonders schräg kommt diese seltsame Fähigkeit daher, da sich der Junge in der heutigen Zeit mit seinen Kumpels in der, für meinen Geschmack, etwas übertrieben dargestellten Jugendsprache unterhält. Wäre Boston als radebrechender Ausländer im alten Granada aufgetreten, wäre seine Figur glaubwürdiger gewesen. Schließlich befand er sich ja auf Klassenfahrt und lernte Spanisch in der Schule. Auch der Handlung hätte dies nicht geschadet, da er ja in der Vergangenheit sowieso für einen Ausländer gehalten wurde. Hinzu kommt leider auch noch, dass die Figuren insgesamt blass wirken. Bostons Charakter wurde nicht richtig herausgearbeitet - er bleibt farblos, ohne hervorstechende Eigenschaften. Pfiffig wäre es gewesen, hätte er Wissen aus der Zukunft zu seinem Vorteil in der Vergangenheit nutzen können. Aber so tapst er nur unbeholfen von einem Fettnäpfchen zum nächsten und hat die ganze Zeit über eigentlich nur Angst. Das ist zwar in Anbetracht der Umstände berechtigt, aber er lässt sich komplett von seinen neugewonnenen Freunden führen und hat keine eigenen Ideen. Die Nebenfiguren sind größtenteils viel besser in Szene gesetzt als der Protagonist. Besonders der fiese Großinquisitor und die junge Johanna, Tochter der Königin, kommen glaubwürdig daher.
Leider hatte ich mit der Interpretation von Dieter Wien meine Probleme. Seine Stimme ist sehr angenehm, aber ich empfand seinen Vortrag als Overacting. Der Sprachrhythmus war teilweise dermaßen gekünstelt, dass ich Mühe hatte, der Geschichte zu folgen. Für Märchen und Sagen mag diese Sprechweise gut passen. Aber für einen Jugendroman überhaupt nicht. Dies ist allerdings Geschmackssache. Anderen Hörern mag vielleicht genau diese Art des Vortrags gefallen.
Alles in allem war ich ein wenig enttäuscht, denn die Idee zu der Geschichte finde ich klasse. Aber die Logik-Probleme stören und wären zudem gar nicht nötig gewesen.
Insgesamt hätte man aus der Geschichte viel mehr machen können! Schade!
4 von
5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Schülern muss man immer alles drei mal sagen!!!
von
phila_delphia
aus
Deutschland
am
15.09.2012
Ich war gespannt auf ein Jugendbuch, dass mich wirklich mitnimmt auf eine Zeitreise und hinein in eine Begegnung zwischen den Kulturen.
Leider bin ich immer wieder an logischen Brüchen (weshalb wird der in einem Kaftan auf der Straße schlafende Junge ganz klar als der erwartete Prinz erkann?!), der sehr klischeehaft präsentierten "Jugendsprache" der Schüler/innnen (Kein Bock ei!!!) , und ganz besonders an den zahlreichen, irgendwann fast belehrend wirkenden, Wiederholungen von bestimmten historischen Fakten hängen geblieben ("Es konnte doch nicht sein, dass das Volk des alten Bundes gezwungen wurde ganz ohne jede Habe das Land zu verlassen" u.v. m.). Ganz so als müsse man für die Jugend alles drei, oder besser vier oder fünf mal wiederholen, damit sie es auch ja begreift.
Durch diese, zum Teil sehr langatmig wirkenden, Dialoge und "Lehrgespräche" wird die Handlung für meinen Geschmack zu sehr ausgebremst. Die Flucht von Granada in das Fürstentum des Emir ist in drei Sätzen erzählt. Die Unterhaltung des Emir mit dem Hauptmann, der den verschwundenen Jungen sucht zieht sich dafür eine Ewigkeit hin. Am aller schlimmsten fand ich persönlich den Inquisitor, der außer "Der Bote des Satans, der Bote des Satans!!!" überhaupt nichts zu sagen hat. Dies dafür aber gefühlte 100 Mal.
Warum dann überhaupt drei Sterne? Nun, weil mir das Setting grundsätzlich gefallen hätte, Dieter Wien seine Sache sehr gut macht und die Autorin es manchmal wagt den Rahmen des zu Erwarteten durch einen netten Einfall zu sprengen (Bostons Unterhaltung mit der Königin beim Abendessen).
0 von
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