KRITIKERSTIMMEN:
Eine Charakterstudie, in deren Zentrum das ewige Rätsel politischer Gewalt steht. "Das Wochenende" von Bernhard Schlink ist ein interessanter Verständigungsbeitrag zur aktuellen RAF-Diskussion; man hätte ihn sich doppelt so lange gewünscht. Gute, erhellende Unterhaltung.
--Brigitte Neumann, Norddeutscher Rundfunk
BESCHREIBUNG
Ein Deutscher Sommer, die Vergangenheit wird lebendig. Nach zwanzig Jahren im Gefängnis ist er überraschend begnadigt worden. Christiane, seine Schwester, will sein erstes Wochenende in Freiheit mit einem Dutzend alter Freunde feiern, in einer verfallenen Villa auf dem Land, ohne Reporter und Kameras. Sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Die Freunde kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen. Mit der atmosphärischen Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen.
(c)+(p) 2009 Diogenes Verlag