Hörbuch 'Die Frauen die er kannte' von Hjort/Rosenfeldt

Das Ende der Geduld

Hörbuch Inhalt

KRITIKERSTIMMEN:

"Das Ende der Geduld" ist Anklage und Aufforderung: Macht endlich ernst mit der Suche nach Antworten auf die unbequemen Fragen. Wenn nicht jetzt, wann dann?
--Stern


BESCHREIBUNG


Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. So wollte sie nicht akzeptieren, dass bei Jugendlichen zwischen Straftat und Gerichtsverhandlung viele Monate vergehen und entwickelte das Neuköllner Modell. Hier findet nach einfachen Delikten von Jugendlichen innerhalb von drei Wochen die Gerichtsverhandlung statt. Die schnellen Strafen haben damit einen größeren Wirkungseffekt bei Tätern und Opfern.

In ihrem Buch "Das Ende der Geduld" erläutert Heisig das Modell und deren Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe jungendlicher Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und der Polizei. Heisig liefert Fakten und aber auch Lösungsvorschläge, wie z. B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. Dabei wirft sie auch einen vergleichenden Blick ins europäische Ausland.



©2010 Verlag Herder; (P)2010 Random House Audio



Autor: Kirsten Heisig
Sprecher: Dunja Hayali
Spieldauer: 07 Std. 51 Min. (ungekürzt)
Bewertung:  4.3 (48)
Audioinhalt: Hörbuch
Anbieter: Random House Audio, Deutschland
Veröffentlicht: 2010

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Hörerrezensionen (8)

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Die hilfreichsten Hörerrezensionen


 nie wieder hayali

von maschym1111 aus Dietzenbach, Deutschland am 08.12.2010

Das Buch beschreibt sehr eindringlich, was an der Rechtsprechung im - speziell - Jugendstrafrecht nicht in Ordnung ist. Einige Fallbeispiele zeigen, dass es sich nicht úm Klischees handelt, wenn es um jugendliche Gewaltstraftäter, ihre Famileiengeschichten und die schulischen Laufbahnen geht. Die Zahlen scheinen sehr akribisch recherchiert. Das mag für viele Leser an sich schon einen einschläfernden Effekt haben. Ich glaube aber, dass es dem Thema gut tut, wenn man das, was man schreibt möglichst auch belegen kann. Aber: Die Stimme der Sprecherin (Dunja Hayali), bekannt als Moderatorin im Morgenmagazin der ARD/ZDF, ist fürs Hörbuch denkbar ungeeignet. Die leiernde Vortragsweise der sowieso schon trockenen Fakten machte es manchmal unmöglich, dem Text zu folgen. Manche Abschnitte musste ich 4 mal hören, weil ich immer wieder abgeschaltet habe, wenn es mir überhaupt gelang, länger als eine Viertelstunde nicht einzuschlafen. Das hat die Autorin des Buches nicht verdient. Deshalb die Sterne alleine für die Autorenleistung. Ich habe da 2 Sterne komplett abgezogen für die mangelhafte Umsetzung durch Frau Hayali, die ich im Übrigen bei ihren Moderationen meistens als sehr angenehm empfinde. Es ist leider keine Stimme für ein Hörbuch.

3 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Die Wahrheit ist anstrengend

von felsenbergj aus Berlin, Deutschland am 22.02.2011

Der Klang der Erzählerin erschreckt am Anfang. Mit fortlaufendem Hörbuch übernimmt der Inhalt den Schrecken und läßt die Stimme unwichtig werden. Jeder sollte diese Aufzählung und Fakten der Berliner Jugendkriminalität einmal gehört haben um urteilen zu können.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Dieses Buch ist ein Muss und Pflichtlektüre für Politiker

von mammut36 aus Berlin, Deutschland am 05.01.2011

Dieses Werk nennt die Dinge beim Namen. Frau Heisig vermittelt glaubhaft Fakten, die sonst nur erahnt oder polemisch verpackt werden. Es werden teilweise zahlreiche Statistiken erläutert, bei denen auch mal die Pausentaste betätigt werden muss. Da ist eine Grafik im Buch sicherlich anschaulicher. Daneben gibt es viele Fallbeschreibungen, die deutlich die Diskrepanz zwischen Realität und öffentlich geführten Diskussionen zeigt.
Es ist sehr schade, dass wir statt Frau Heisigs Differenzierungen ständig Herrn Sarrazins Pauschalisierungen in den Medien diskutieren. Dieses Gequatsche führt nicht zu Lösungen.
Statt zu polarisieren nennt Frau Heisig Gewalttaten und deren Ursachen beim Namen und bietet anschließend Lösungskonzepte. Dabei untersucht sie auch einige Großstädte im Ausland.

Frau Heisig wurde kurz vor Veröffentlichung des Buches nahe ihres Wohnortes erhängt aufgefunden. Sofort war für die Polizei klar, dass es Selbstmord war. Keine zwei Wochen später war kaum mehr etwas über den Fall in den Medien zu erfahren. Nachdem ich das Buch gehört habe kann ich an einen Selbstmord nicht glauben. Diese Frau hatte extrem viel vor und sicher viele Feinde. Was mich irretiert ist, dass die Justiz und die Medien so schnell das Interesse verloren haben. Bei den Jahresrückblicken 2010 wurde sie nirgendwo erwähnt...

Die Sprecherin Dunja Hayalis ist sicher nicht so unterhaltsam wie z.B. Simon Jäger, doch das stört mich bei der ernsten Thematik nicht.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 

Neueste Hörerrezensionen


 Trocken und aufschlussreich

von grosi aus Essen, Deutschland am 12.12.2012

Die Autorin - eine erfahrene und vor allem engagierte Richterin - beging m.W. Selbstmord, weil sie an der Strafverfolgungsbürokratie und der Gleichgültigkeit bzw. der Inkompetenz der Politik verzweifelte.

Sie hatte in ihrem Beruf wohl den Sinngebung für ihr Leben gesehen und hielt die Erfolglosigkeit ihres Engagements angesichts der Widerstände aus ihrer Umgebung nicht aus. Sie sah noch die Menschen in den Delinquenten und musste betrübt erleben, dass anderweitig die Jugendlichen vorwiegend nur als Akten und Karteikarten gesehen sowie sinnlosen Maßnahmen unterworfen wurden.

Ihre Bemühungen um Verbesserungen blieben ohne Erfolg, wie auch der Bürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowski, in seinem Buch "Neukölln ist überall" beklagt, dass die Politik am wirklich Notwendigen völlig vorbei entscheidet oder einfach nichts unternimmt.

Kirsten Heisig und Heinz Buschkowski sind "Störenfriede" in der von "political correctness" durchdrungenen Gesellschaft voller Gier, Egoismus und Gleichgültigkeit.
Buschkowski kämpft noch, Heisig hat resigniert und ihr Buch als erschreckendes Vermächtnis hinterlassen.
"Nestbeschmutzer" stören nur.
Die den Kurs bestimmen sind jetzt damit beschäftigt, ein weiteres Desaster schönzureden: Den neuen Berliner Flughafen.
Berlins Bürgermeister Wowereit wird aber wohl am Leben bleiben...
Die Geduld der Wähler ist schließlich endlos.

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 Fazit. wir brauchen viel mehr Frau Heisig's

von tilohoerer aus Dresden, Deutschland am 14.11.2012

um es kurz zu machen.
Das Buch ist sehr anstrengend zu hören. Das liegt einmal an der relativ monotonen Vortragsweise der Sprecherin und zum Anderen an den vieeeeeelen Zahlen, Fakten und Statistiken.

Was mir weh tut ist, dass solche Menschen wie Frau Heisig nicht lange genug leben um spürbar etwas zu verändern.

Ich habe Frau Heisig oft im Fernsehen verfolgt. Dies war der Grund des Hörbuchkaufs.

Möge das Werk von Frau Heisig bzgl. der Jugendkriminalität nicht umsonst gewesen sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So hätte das Buch auch heißen können.

Absolute Hörempfehlung für alle, denen das Thema Jugendkriminalität und deren Zusammenhänge mit Immigration und Bildungsferne am Herzen liegt.

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 Sehr viel intelligente Information

von Tobias Lange aus Hamburg, Deutschland am 28.01.2012

Man merkt sofort, dass es sich um ein Hörbuch von einer Juristen handelt. Damit wird die Audiotüre ein wenig trocken, da die Sprache nicht die eines Erzählers, sondern eben di einer Richterin ist. Nichts desto trotz sind 5 Sterne angebracht, denn die Informationen und die dargestellten Probleme wie auch Lösungsansätze und vergleiche der Situation in BErlin mit anderen Städten in der BRD und in Europa sind erstklassig. Was Frau Heisig dort kundtut ist richtig und man kann aus Ihrer Erfahrung sehr viel lernen. Ich habe das Hörbuch schon zwei Mal gehört und werde es vermutlich noch mehrmals hören.

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