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Tobias

Hamburg, Deutschland

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bewertet
277

  • Zorn des Himmels

    • ungekürzt (12 Std. 47 Min.)
    • Von Richard Dübell
    • Gesprochen von Reinhard Kuhnert
    Gesamt
    (4)
    Sprecher
    (4)
    Geschichte
    (4)

    Frankfurt 1342. Die Fährmannstochter Philippa stößt auf einen Fremden, dem jegliche Erinnerung fehlt. Er weiß nur, dass er in Frankfurt einen wichtigen Auftrag...

    Tobias sagt: "Gut formulierte, schön gesprochene "Heiße Luft""
    "Gut formulierte, schön gesprochene "Heiße Luft""
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Dieses Hörbuch lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Schlecht geschrieben ist des nicht. Ebenso kann der Sprecher überzeugen. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass er hier länger als 12 Stunden mit wohl tönender Stimme heiße Luft verbreitet.
    Der Plot dieses Hörbuches ist ausgesprochen dünn. die selbe Geschichte hätte-ohne auch nur irgend eine spannende Passage zu verlieren-in der Hälfte der Zeit erzählt werden kann. Auch die Entwicklung der Hauptpersonen ist zu keinem Zeitpunkt wirklich schlüssig, eine Bindung zu irgend einer der handelnden Personen entsteht kaum.

    So bleibt am Ende das Gefühl, hier eine ziemlich ideenlose Kurzgeschichte gehört zu haben, die auf enorme Länge aufgeblasen worden ist.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Straight White Male

    • ungekürzt (12 Std. 28 Min.)
    • Von John Niven
    • Gesprochen von Gerd Köster
    Gesamt
    (97)
    Sprecher
    (90)
    Geschichte
    (90)

    Kennedy Marr ist ein Autor der alten Schule. Irisch, zynisch bis zum Anschlag, ein Borderline-Alkoholiker und Sex-Süchtiger...

    Tobias sagt: "Willkommen im Abgend"
    "Willkommen im Abgend"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Krass! Das ist es. Dieses (Hör-) Buch ist in jeder Hinsicht krass. Ordinär, traurig, ergreifend, wortgewaltig, ungewöhnlich, bitterböse. Charakterstudie, Satire und Geniale Poesie zugleich.

    Lohnenswert und erschütternd, komisch und von erstaunlicher Tiefe, kombiniert mit perverser Direktheit, die an die Nieren geht.

    Selten habe ich einen Gegenwartsroman gelesen, der so konsequent und so genial ist. Wow! Großes Kino.

    Selten wird es einem schwerer und gleichzeitig leichter gemacht, einen Protagonisten gleichzeitig zu lieben und zu hassen, ihn zu verstehen und zu verachten, ihn zu beneiden und zu bedauern. Ihn zu verstehen und absolut eben auch nicht zu verstehen. Sprachlich ein vulgär-elegantes Meisterwerk mit erstaunlicher Tiefe. Welches ich dringend empfehlen kann.

    25 von 26 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Im Zeichen des Drachen

    • ungekürzt (46 Std. 12 Min.)
    • Von Tom Clancy
    • Gesprochen von Frank Arnold
    Gesamt
    (308)
    Sprecher
    (237)
    Geschichte
    (243)

    Ein fehlgeschlagenes Attentat auf den Chef des russischen Geheimdienstes ist der Auslöser für eine weltweite Krise. Jack Ryan...

    Alx sagt: "es gab schon bessere"
    "Reaktionär-rassistischer "Fast Food"-Roman"
    Gesamt

    Im Grunde ist das, was Tom Clancy hier abliefert, eine bodenlose Frechheit. Nicht was den durchaus spannenden, wenn auch dieses Mal reichlich unglaubwürdigen Plot angeht. Nicht, was die Logiklücken betrifft, die ich bei Clancy bislang selten entdeckt habe. Eher, was die unsagbar großkotzige, beinahe rassistische Arroganz angeht, die er seinem Tonfall in diesem Buch verleiht.

    Dieses Mal geht es den Chinesen an den Kragen. Diese sind – im Denken seiner amerikanischen Spitzenpolitiker – „Schlitzaugen“ und „gelbe Teufel“, deren „Schwänze nicht lang genug sind, um sich auf einen Pinkelwettbewerb mit den USA einzulassen“.

    In diesem Stil geht es munter weiter. Deutsche sind steif, Franzosen arrogant, und England ist langweilig. Naja, immerhin gibt es dort gutes Bier. Über allem stehen die Amerikaner. Wie ein geduldiger Vater versuchen sie – als einzige wirklich wissend und erwachsen – die freche Kinderschar zur Raison zu bringen.

    Clancys Politiker-Riege sagt und denkt permanent „scheiße“ (oder „heilige Scheiße“), ergeht sich selbst im Oval Office in Bauarbeiter-Monologen, gefüllt mit einem Kraftausdruck nach dem Nächsten. Selten ging es in der Welt der Spione und Spitzenpolitiker so unflätig und ordinär zu, wie in diesem Roman (und ich kenne alle Clancys, schätze sie, bis auf wenige Ausnahmen, durchaus). Selten wird offen derart über alle Nationen bis auf die Eigene hergezogen, in Klischees und Plattitüden gebadet und das Loblied auf Bier, Grillfleisch und amerikanische Cheeseburger als einzig wahre kulinarische Köstlichkeiten, die es zu schätzen gilt, gesungen.

    Fast könnte man es für Satire halten. Ist es aber leider nicht.

    Sieht man über die stellenweise schreiend unglaubwürdige Story hinweg, erträgt man die Moralpredigten des Autors, der uns Lesern/Hörern die Welt erklärt, bleibt ein am Ende dennoch spannender und von Frank Arnold gewohnt gut gelesener Roman der Fast Food-Klasse. Der stellenweise gewaltig nervt!

    Man möchte sagen: Dieses Buch ist die Druckerschwärze nicht wert, mit der es zwischen die Buchdeckel gepresst wurde.

    13 von 18 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Inferno

    • ungekürzt (16 Std. 51 Min.)
    • Von Dan Brown
    • Gesprochen von Wolfgang Pampel
    Gesamt
    (4613)
    Sprecher
    (2781)
    Geschichte
    (2782)

    Dan Brown ist zurück - und mit ihm sein Held Robert Langdon...

    Taufik sagt: "übliche Schnitzeljagd mit permanenten Monologen"
    "Spannender Groschenroman mit Bildungsanspruch"
    Gesamt

    Zwei Dinge gilt es, zu beachten...

    1. Dan Brown schreibt spannende Geschichten. Aber literarisch liefert er ein grauenhaftes Pamphlet ab, oft hölzern und ungeschickt formulierend, sonderbar ungelenk. Sein Übersetzer hat das in keiner Weise aufgebessert. Dennoch: Die Geschichte an sich ist ebenso unglaubwürdig wie spannend zugleich.

    2. Wolfgang Pampel ist ein hervorragender Synchronsprecher. Wie gerne höre ich ihn als Stimme von Harrison Ford... Als Vorleser liefert er hier jedoch eine übertrieben gehetzte Leistung ab, die mich stellenweise ratlos zurück lässt. Über weite Strecken wirkt es fast so, als würde er den Text "prima vista" lesen... Seiner großartigen Stimme geht hier - und das mag auch auch am stellenweise grotesk schlechten Text des Buches liegen - völlig unter. Sie "rettet" die Roman-Idee nicht, kann sie nicht aufwerten, sondern unterstreicht in der Art des Vortrags die Unbeholfenheit der (inhaltlich zugleich flachen wie auch interessanten) Textvorlage.

    Und doch ist die Story, auch wenn sie an den Haaren herbeigezogen und gänzlich lächerlich ist, zugleich packend. Wenn es Dan Brown doch nur gelingen würde, seinen Nebencharakteren noch mehr Leben einzuhauchen... Wie unbeholfen er textet, ist mir bei diesem Roman übrigens erstmals extrem stören aufgestoßen. Eine durchschnittliche Bewertung gibt es dennoch... denn die Handlung verfolgen möchte man trotz aller genannter Schwächen seines neuen Buches. Und es mag sich auch keine völlige Enttäuschung einstellen, denn es bleibt - nach bekannten Strickmustern - recht unterhaltsam.

    So ist dieser Roman am Ende literarisch nicht die Druckerschwärze Wert, mit der er zwischen die Buchdeckel gepresst wurde. Aber immerhin ein spannender Groschenroman mit Bildungsanspruch und einigen interessanten Ausflügen in die Kunstgeschichte (so oberflächlich sie sein mögen, so kurzweilig sind sie zugleich). Nun ja... ein fähiger Drehbuchschreiber, Regisseur und dazu Tom Hanks als Langdon-Darsteller werden im Kino aus dieser Vorlage aus versilbertem Blech schon Gold machen... Schade, dass das weder Lektoren, noch Übersetzer vermocht haben.

    8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Operation Rainbow

    • ungekürzt (35 Std. 46 Min.)
    • Von Tom Clancy
    • Gesprochen von Frank Arnold
    Gesamt
    (438)
    Sprecher
    (295)
    Geschichte
    (286)

    Der ehemalige Elite-Marine John Clark und seine multinationale Spezialtruppe haben es mit einem Gegner zu tun, der skrupellos und weltweit agiert...

    DD sagt: "Genial"
    "Sonderbare Übersetzung eines spannenden Thrillers"
    Gesamt

    Typischer Clancy. Detailverliebt, lang, spannend. Wie immer ausgezeichnet gesprochen von Frank Arnold.

    Zwei Dinge sind mir bei diesem Roman übel aufgestoßen. 1: Die Übersetzung. Im Gegensatz zu allen anderen Clancy-Romanen reden die beinharten Elitekämpfer hier von ihren Gegnern als "Gaunern", "Schurken", "Ganoven" oder "Halunken". Geschossen wird mit "Schießeisen" und "Bleispritzen". Und ein Oberagent sagt glatt Sätze wie "Dem Tunichtgut werden wir richtig einheizen!"

    Neben einigen zudem einfach falsch übersetzten Formulierungen und Redewendungen, die ebenfalls nicht aus dem Buchscript entfernt wurden, klingen obige Begriffe für mich so, als habe hier ein inzwischen uralter Übersetzer von Hitchcock-Krimis einfach den verbalen Anschluss an die Neuzeit verpasst...

    Und 2.: Einige ausgesprochen platte Vergleiche wiederholen sich immer und immer wieder. Beispiel: "Jemanden zu töten war für ihn so selbstverständlich und nebensächlich, wie nach dem Pinkeln den Reißverschluss hochzuziehen"... Kurz darauf tötet einer der "Ganoven" so selbstverständlich, wie er den "Hosenlatz" zuzieht... Sie merken, wo verbal die Reise hingeht? Komisch, oder?

    Dennoch: Spannend. Und kein Fehlkauf.

    12 von 15 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Feuertochter

    • ungekürzt (19 Std. 46 Min.)
    • Von Iny Lorentz
    • Gesprochen von Anne Moll
    Gesamt
    (184)
    Sprecher
    (50)
    Geschichte
    (54)

    Ciara, die Schwester eines rebellischen Clanoberhaupts, kehrt nach Jahren der Verbannung mit ihrer Familie in ihre Heimat in Ulster zurück...

    Beate sagt: "Wunderbarer Roman mit toller Sprecherin"
    "Vor-Lesung mit Höhen und Tiefen"
    Gesamt

    Eins vorweg: Anne Moll hat eine wunderbare Stimme. Und sie ist eine gute Schauspielerin und Sprecherin... für Frauenrollen. Genau das ist auch das Problem dieses spannenden historischen Romans. Viel zu oft muss Anne Moll hier Männerrollen sprechen. Und Männer klingen bei Anne Moll entweder so, als hätten sie einen IQ von 70 und wären gleichzeitig stumpf, dumm und tumb, oder sie klingen böse, arrogant und maniriert. Das ist tragisch, denn das macht Teile der Lesung einfach unglaubwürdig. Was die Interpretation der Männerrollen angeht, hat mich das Zuhören stellenweise richtig geärgert.

    Das Buch schildert durchaus packend die Geschichte einer jungen Irin in den Wirren des englisch-irischen Konfliktes zur Zeit der Herrschaft von Elisabeth I. Nein, grenzenlose Spannung kommt selten auf. Ja, manche Charaktere sind arg klischeehaft angelegt. Aber Iny Lorenz versteht es durchaus, ihre Leser - und auch mich - zu fesseln.

    Hätte Sprecherin Anne Moll nicht - neben ihrer glaubhaften Interpretation der Frauenrolllen - das Sprechen der Männerrollen so vergeigt, gäb's sogar ncoh einen Punkt mehr.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Operation Schneewolf

    • ungekürzt (22 Std. 02 Min.)
    • Von Glenn Meade
    • Gesprochen von Detlef Bierstedt
    Gesamt
    (1144)
    Sprecher
    (256)
    Geschichte
    (260)

    Es ist Winter 1952. Mit dem Mut der Verzweiflung flieht Anna Chorjowa aus einem sowjetischen Gulag. Über Finnland gelangt sie nach Amerika...

    Stephan sagt: "Erstklassiger Geschichtsthriller"
    "Story "hui", Stil "pfui", Sprecher "ui ui ui"..."
    Gesamt

    Ja, durchaus! Ein spannendes Hörbuch. Stilistisch nicht erste Wahl, aber ausreichend für einen Thriller. Groschenroman-Niveau mit guter Story. Thematik und Handlung fesselnd, Aufbau durchaus halbwegs glaubhaft, Charaktere interessant.

    Die Lesung von Detlef Bierstedt, den ich als Synchgronsprecher durchaus schätze, hat mich jedoch wenig überzeugt. Seine Vorlesestimme ist absolut in Ordnung.
    Seine Hauptcharaktere sind es ebenso. Meistens. Aber sein Stimmenportfolio ist ausgesprochen beschränkt. Jeder zweite klingt wie ein Dorftrottel (auch wenn er es nicht ist), Frauen klingen lächerlich (auch, wenn sie es nicht sind) und jeder Dritte klingt einfach unglaublich nervig, maniriert oder idiotisch. Hier stößt Bierstedt definitiv an seine Grenzen.

    Insgesamt war das Buch die Investition wert. 3.6 Punkte, aufgerundet auf 4.

    5 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Tödliche Spiele (Die Tribute von Panem 1)

    • ungekürzt (09 Std. 40 Min.)
    • Von Suzanne Collins
    • Gesprochen von Maria Koschny
    Gesamt
    (4734)
    Sprecher
    (1632)
    Geschichte
    (1639)

    Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden...

    BuddyOli sagt: "Bitte auch Teil 2 und 3 ungekürzt!"
    "Ausgesprochen gut gesprochen"
    Gesamt

    Diese Rezension muss ich widmen. Erstmals. Ich widme sie Maria Koschny, die mir als Synchronsprecherin bislang nie wirklich aufgefallen ist. Was sie mit der Lesung dieses Buches leistet, ist - und das ist keine Übertreibung - beinahe unglaublich. Was für eine phantastische Sprecherin. Sie verleiht den Tributen von Panem eine so unglaubliche Intensität, dass ich ergriffen und beeiundruckt applaudieren möchte. Schon Ihre Lesung macht dieses Hörbuch zu einem absoluten Erlebnis.

    Die Geschichte selbst ist ebenfalls außergewöhnlich. Wo andere Bücher 50 oder mehr Seiten brauchen, um eine Stimmung, eine Welt, eine Athmosphäre zu entwickeln, gelingt es Suzanne Collins in wenigen Minuten. Und ab diesem Moment wird es schwerer und schwerer, die Geschichte zu pausieren.

    Bei Steven King soll die Autorin geklaut haben. Auch die Geschichte soll nicht neu sein und ähnlich bereits erzählt worden sein: In dem 80'er Jahre Film "Battle Royale". Alls das mag sein, ändert aber nichts an der unglaublichen Spannung, die Suzanne Collins entwickelt. All das in einer durch und durch perfekt inszenierten, logischen, grausamen und zugleich faszinierenden Welt der Zukunft.

    Ein Tipp: Selbst wenn Sie den Film gesehen haben, lohnt sich das Hörbuch. Denn der Film kann nicht ansatzweise mit der Lesung mithalten. Musste doch auf zu viel verzichtet werden, um Zeit zu sparen.

    Geadelt wird das Buch eindeutig durch die - manchmal etwas gehetzte - brilliante Lesung von Maria Koschny. Maria, danke! Du hast für ein Hörerlebnis der besonderen Art gesorgt.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Gegen alle Feinde

    • ungekürzt (21 Std. 55 Min.)
    • Von Tom Clancy
    • Gesprochen von Frank Arnold
    Gesamt
    (398)
    Sprecher
    (115)
    Geschichte
    (112)

    Tom Clancy, der Meister des internationalen Politthrillers, stellt uns seinen neuen Helden vor: Ex-Navy-SEAL Max Moore...

    Tobias sagt: "Explosive Action mit "Geschmäckle""
    "Explosive Action mit "Geschmäckle""
    Gesamt

    Wer hat's erfunden? Der Clancy. Wer hat's geschrieben? Möglicherweise sein Co-Autor Peter Telep. Wie groß sein Anteil ist, wird derzeit viel diskutiert. Um ehrlich zu sein: Mir ist es absolut "wurscht".

    Was ich erwarte: Einen möglichst langen, möglichst packenden Thriller für meine langen Dienstreisen. Und den habe ich hier bekommen. Tom Clancy ist sicherlich nicht der begnadedste Autor der Neuzeit. Und auch seine politischen Ansichten waren, sind und bleiben zweifelhaft und stellenweise reaktionär.

    Was Clancy aber beherrscht, sind spannende, glänzend recherchierte Polit-/Militärthriller mit gut verwobenen Handlungssträngen. Ja, auch dieses Buch hätte einen mutigen Lektor gebraucht, der einige Passagen gnadenlos hätte kürzen sollen. Beispielweise die ellenlangen Beschreibungen von Waffenarten und Kampfsystemen. Wer darüber hinweghört, erhält gute "Männer-Unterhaltung", wie üblich ausgezeichnet vorgelesen von Frank Arnold. Dieser hat zwar in seinem "Stimmen-Portfolio" einige echte Nervensägen, aber gehört definitiv zu den "Guten".

    Fazit: Clancy drauf (auf dem Cover), Clancy drinn (in der Story). Offenbar versteht es der Mann, seine Ghostwriter gut zu lenken. Das Ergebnis ist spannend, manchmal humorvoll, oft brutal, immer patriotisch, selten objektiv und durchaus hörenswert... wenn man hochwertige Edel-Groschenromane dieser Art mag. Ich tu's gelegentlich.

    44 von 45 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Der Junge, der Träume schenkte

    • ungekürzt (23 Std. 18 Min.)
    • Von Luca Di Fulvio
    • Gesprochen von Sascha Rotermund
    Gesamt
    (1956)
    Sprecher
    (505)
    Geschichte
    (505)

    New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens...

    Tobias sagt: "Das Buch, das Freude schenkte..."
    "Das Buch, das Freude schenkte..."
    Gesamt

    Was für ein mächtiges Buch. Groß, wortgewaltig, inspiriert. Eigentlich als "Pausenfüller" bis zum nächsten Highlight gedacht (ich gestehe: Der Autor sagte mir nichts), muss ich begeistert den nicht vorhandenen Hut vor Luca di Fulvio ziehen. Mit diesem Meisterwerk ist ihm der ganz große Wurf gelungen.

    Ein Epos, der tief eintaucht in das Amerika zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einem Land, in dem Horden von Menschen, voller Träume, ankommen, und in dem so viele dieser Träume platzen, scheitern, unerfüllt bleiben.

    Der Titel mag irre leiten. Mich hat er auf die falsche Spur geführt. Ein Buch im Stile von "Es war einmal in Amerika" oder "Gangs of New York" hatte ich jedenfalls nicht erwartet. Aber genau das steckt drinn, und noch mehr.

    Ich halte mich nicht mit einer Inhaltsangabe auf. Davon gibt es genug. Ich empfehle dieses Hörbuch jedoch wärmstens. Perfekt gelesen von Sascha Rotermund: Intensiv, dramatisch dennoch unaufgeregt mit einer angenehmen Stimme. Als Sprecher beweist Rotermund, dass er das Buch "verstanden" hat, denn er interpretiert es gekonnt.

    Von mir gibt es 6 von 5 Punkten. Soll heißen: Mehr als die Bestnote. Und nun hoffe ich auf eine Fortsetzung und eine Verfilmung. Mr. Scorcese, übernehmen Sie!

    64 von 72 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.

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