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Melanie

Münstertal, Deutschland

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331

  • Eine Liebe in Luxor

    • ungekürzt (08 Std. 25 Min.)
    • Von Kate Pullinger
    • Gesprochen von Irina von Bentheim
    Gesamt
    (37)
    Sprecher
    (14)
    Geschichte
    (14)

    England, 1862. Das Dienstmädchen Sally weicht ihrer Lady nicht von der Seite, auch nicht, als diese vom Doktor nach Ägypten geschickt wird...

    Melanie sagt: "Zwischen Tradition und Moderne, Liebe und Freiheit"
    "Zwischen Tradition und Moderne, Liebe und Freiheit"
    Gesamt

    Im Jahre 1862, in England, verschreibt sich das Dienstmädchen Sally Naldrett mit Hingabe ihrer „Lady“ Duff Gordon. Diese ist gut betucht, aber auch sehr krank, denn sie leidet an Tuberkulose. Die Krankheit verschlimmert sich und alle Behandlungen können nicht wirklich helfen. Nur ein Klimawechsel soll Linderung bringen und so beschließt die Lady, auf Anweisung ihres Arztes, mit ihrer Zofe Sally ins Exil nach Ägypten zu reisen. Sally ist ihrer Lady fast abgöttisch ergeben, kümmert sich Tag und Nacht um sie, lässt sich ärztlich anweisen sie zu behandeln und hat ihr eigenes Leben, ihre eigenen Bedürfnisse völlig hinten angestellt, ja sogar abgestellt. Lady Duff Gordon lässt es Sally im Tagesgeschehen und an einer Unterkunft, einem gewissen Luxus, an nichts fehlen, aber sie betrachtet Sally auch als ihr Eigentum. Als Omar in Ägypten als weiterer Angestellter und Koch in die Dienste von Lady Duff Gordon tritt, freundet sich Sally mit ihm an und fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben als Frau. Doch Omar ist nicht frei und Sally muss erkennen, dass sie dies auch nicht ist, nie wirklich war und stellt sich die Frage, ob sie es je sein wird?

    Dieses Hörbuch ist wunderbar weiblich und wird mit der Stimme von Irina Bentheim sehr passend dazu gelesen. Aus Sicht von Sally und in der Ich Erzählung, lauscht man fasziniert der Geschichte. Man muss sich in die damalige Zeit, die verschiedenen Kulturen entführen lassen und dem auf einer wahren Begebenheit erzählten Roman einfach folgen, denn sie ist weit mehr als eine bloße Liebesgeschichte. Eine Reise, ein Abenteuer, eine Annäherung, eine Erklärung was Pflichterfüllung, Tradition, eine andere Religion, Lebensweisen, Enttäuschungen, Treue und auch Liebe für Menschen bedeuten kann.

    Ich habe dieser Erzählung von Kate Pullinger sehr gerne zugehört, mal wunderbar leicht, traurig, tragisch, melancholisch, aber zu keinem Zeitpunkt mit einem Thema zu sehr belastend, sondern eher bewegend. Eindeutig von einer Frau, für Frauen geschrieben trifft die Autorin einen sanftmütigen Erzählstil und lässt sehr viele Einblicke in die Figuren und die so verschiedenen Charaktereigenschaften zu. Auch die Reisebeschreibungen, Begebenheiten an Bord eines Schiffes auf dem Nil, die Stadt Luxor, die orientalische Welt, werden mit all ihrer Schönheit und Schattenseiten, demütig, fast ehrfürchtig beschrieben.

    Sehr interessant ist das Nachwort, wo man die Erklärung zur Person der Lady Duff Gordon und ihren literarischen Veröffentlichungen bekommt und wie die Autorin dazu kam, dieses Buch zu schreiben, wem sie sich zum Dank verpflichtet fühlt.

    Einziger Wermutstropfen aus meiner Sicht: Ich habe nach dem 50. Mal aufgehört zu zählen, wie oft Sally „meine Lady“ gesagt hat, dies ist ein wenig zu viel des Guten. Wer sich mit dem etwas altmodischen und hochgestochenen Erzählstil und meiner Beschreibung anfreunden kann, wird sicher gut mit diesem Hörbuch unterhalten werden.

    11 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das Mädchen auf den Klippen

    • ungekürzt (11 Std. 41 Min.)
    • Von Lucinda Riley
    • Gesprochen von Simone Kabst
    Gesamt
    (518)
    Sprecher
    (93)
    Geschichte
    (94)

    Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay...

    Beate sagt: "Schöne Geschichte, aber...."
    "Generationenübergreifende Familiensaga"
    Gesamt

    Grania Ryan lebt und arbeitet als Bildhauerin in New York und führt dort mit Matt eine an sich harmonische Beziehung. Der Wunsch nach einer eigenen kleinen Familie und einem Kind erfüllt sich leider nicht und so verordnet sie sich und der Beziehung eine Auszeit bei ihrer Familie in Irland. Daheim angekommen versucht sie ihre Gedanken und Gefühlswelt zu ordnen und trifft bei ihren langen Spaziergängen an der Küste ein seltsames Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Voller Sorge kümmert sie sich um die Kleine, erfährt Dinge über die Familie des Mädchens mit Namen Aurora und stößt dabei auf Ablehnung und Warnungen von ihrer eigenen Mutter sich mit dieser Familie einzulassen. Die eigenen Sorgen und die Beziehung zu Matt geraten dabei in den Hintergrund, je mehr sie sich auf Aurora und dessen Familiengeschichte einlässt. Grania ahnt nicht, dass es hier eine Verbindung gibt die große Auswirkungen auf ihr zukünftiges Leben und Glück haben wird und setzt damit alles aufs Spiel.

    Die Autorin beschreibt gefühlvoll eine Geschichte zweier Familien und deren Zusammenhänge, welche über mehrere Generationen und Schicksale miteinander verknüpft sind. Die heutige moderne Zeit, mit den Schauplätzen New York, Irland, aber auch die Kriegsjahre in London spielen dabei eine große Rolle. Zwischendurch und zum Ende wird es allerdings ein wenig, wenn auch behutsam mystisch, was dem Grundgerüst und der Glaubwürdigkeit des Gesamtinhalts zwar nicht schadet, aber in meinen Augen nicht hätte sein müssen.
    Insgesamt eine recht unterhaltsame, romantische, ab und an dramatisch konstruierte Liebesgeschichte, die anhand von zwei Familien, deren Angehörigen und Lebensverlauf beschrieben wird. Sie wechselt zwischendurch immer wieder die Zeitebenen und Familiengeschichten, doch kann man den Handlungen und Zusammenhängen gut folgen, ohne durcheinander zu geraten.

    Gut betont und vorgetragen hat dieses Hörbuch die Sprecherin Simone Kabst, die mit Gemütsbewegung und Wärme, den jeweiligen Situationen und Personen Leben einhaucht.

    Die Geschichte ist mit großem Einfallsreichtum, aber aus dem Leben gegriffen und mit Emotionen, malerisch erzählt.

    17 von 18 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Blackout: Morgen ist es zu spät

    • ungekürzt (22 Std. 04 Min.)
    • Von Marc Elsberg
    • Gesprochen von Steffen Groth
    Gesamt
    (2735)
    Sprecher
    (566)
    Geschichte
    (580)

    Zuerst ging das Licht in Italien aus. Dann brechen in ganz Europa die Stromnetze zusammen, die Kraftwerke schalten sich ab. Der totale Blackout...

    Ralf sagt: "Guter Thriller - Nervender Sprecher"
    "Wenn das Licht ausgeht...."
    Gesamt

    Dieser Thriller beschreibt eindringlich ein Katastrophenszenario und was alles auf uns zukommen könnte, wenn jemand in Europa das Licht ausmacht.
    Verschiedene Personen und Schauplätze, zwischen denen der Plot wechselt, lassen einen anhand von wenigen Tagen mitverfolgen, welch verheerendes Ausmaß auf die Menschheit zukommen könnte und wie sie reagiert.
    Protagonist ist dabei Piero Manzano, der als ehemaliger Hacker und IT Spezialist als Erster auf die Spur des Stromausfalles kommt, aber nicht ernst genommen wird. Hilfe bekommt er dabei durch die Journalistin Shannon und einige Kontakte die er auf seinem Weg knüpfen kann. Nicht immer sind ihm diese wohlgesonnen und so muss am eigenen Leib erfahren, wie schnell man auch zum Spielball und Schuldigen wird, wenn sich die Mächtigen auf den Schlips getreten fühlen oder in der Brisanz nicht die nötige Zeit haben, um Angaben zu überprüfen.
    Auch alle weiteren Figuren sind sehr glaubhaft und in ihren Handlungen und Dialogen sehr greifbar, ob das nun die politischen Kreise, Europol in Den Haag, der Bauer in Österreich oder eine Kleinfamilie in Frankreich sind. Dass sich dieser Thriller auf den europäischen Bereich, Europol konzentriert und nur minimale Ausblicke auf den Rest der Welt zulässt, hat mir gut gefallen, spielt sich dann doch alles irgendwie direkt vor der Haustür ab. Er gibt aber auch die Richtung zur Möglichkeit der Auslösung eines (Welt) Kriegs vor, wenn man wie in diesem beschriebenen Fall, keinen wirklichen Verdächtigen präsentieren kann und eine andere Weltmacht dahinter vermutet.

    Technische Erläuterungen und Zusammenhänge werden sachlich und informativ in die Handlung verpackt und die „Action“ wird hier wohldosiert und reell wiedergeben. Die Geschichte ist intelligent, der Autor verlangt dem Hörer ab, gewisse Zusammenhänge erkennen und miteinander kombinieren zu können. Er gibt aber auch Raum für eigene Gedankengänge in angerissenen und beschriebenen Momenten, achtet dabei die Würde des Menschen und den Tod und kann sehr einfühlsam beschreiben.
    Bezug nimmt er zwischendrin immer wieder auf zurückliegende oder aktuelle Terrorakte, Katastrophen, Gegebenheiten in AKWs und Kraftwerken, die mehr als anschaulich beweisen, dass der Autor immer ganz nah an der Realität ist. Bis zum Schluss bleibt es fesselnd und brisant und wenngleich Schwerpunkte wechseln, darf man bis zu den letzten Minuten mitfiebern, ob und wie es zum Ende kommt. Drastisch erklärt wird, wie lange wir nach so etwas benötigen würden, bis in unserem Alltag wieder Normalität einkehren könnte. Steffen Groth liest alles mit der nötigen Ernsthaftigkeit, Spannung und man kann die verschiedenen Figuren durch die unterschiedlichen Dialekten, Betonungen gut zuordnen.

    2 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Unter Feinden

    • ungekürzt (06 Std. 32 Min.)
    • Von Georg M. Oswald
    • Gesprochen von Detlef Bierstedt
    Gesamt
    (19)
    Sprecher
    (3)
    Geschichte
    (3)

    München brennt! Ein Ermittlerteam, das die Gesetze bricht. Ein Opfer, das eine ganze Stadt in Unruhe versetzt. Und eine Sicherheitskonferenz...

    Melanie sagt: "An allen Fronten unter Feinden"
    "An allen Fronten unter Feinden"
    Gesamt

    Diller und Kessel, ein Team bei der Polizei in München, haben jede Menge Ärger am Hals, aber das haben sie sich selbst eingebrockt. Kessel ist drogensüchtig und hat mit den Auswirkungen zu kämpfen, eigentlich nichts mehr im Dienst verloren, aber das bekommt anscheinend nur sein Kollege Diller mit. Beide befinden sich gerade in einem Einsatz und sind zu einer Observation eingeteilt, aber Kessel nutzt die Gelegenheit und möchte sich auf diesem Weg gleich etwas neuen Stoff besorgen. Bei diesem Versuch kippt er allerdings auf, denn die Kriminellen und Dealer wittern einen „Bullen“ und so bricht ein Streit aus. Dabei verliert Kessel die Nerven und fährt einen der Männer mit dem Dienstwagen um. Beide befürchten, dass der Mann tot ist und flüchten vom Tatort. Der Tumult in dem Stadtviertel löst einen Kleinkrieg zwischen der Polizei und den Kriminellen aus, bei dem aber nur die flüchtigen Polizisten gut weg kommen und sogar vom Chef noch gelobt werden, weil sie ihre Tarnung gehalten haben. Beide wissen, sie müssen von nun an eigene Spielregeln aufstellen und sich strikt an diese halten, um hier noch eine Chance zu haben und mit heilem Kopf aus dem Schlamassel zu kommen. Eine bevorstehende Sicherheitskonferenz, auf die ein Attentat geplant ist und die Teilnehmer geschützt werden sollen, ist von nun an ihr kleinstes Problem, denn die Uhr tickt. Es wird es an allen Fronten brenzlig, weil nicht nur die Kriminellen ihnen auf den Fersen sind, der Angefahrene aus dem Koma erwachen und eine Aussage machen könnte, sondern auch die eigenen Leute, eine Terroreinheit und eine Anwältin setzen alles daran, Licht in den Fall zu bringen.
    Hier sind die Guten mal die Bösen und ob man das nun sympathisch findet, das ein Polizist süchtig ist und beide gegen den Strom schwimmen, so ist dieser Krimi eine wohltuende Abwechslung und spannend erzählt, insgesamt mit tollen Figuren besetzt und gut gelungen. Wie die beiden immer wieder versuchen ihren Hals aus der immer enger werdenden Schlinge zu ziehen, welche Wege sie dabei privat und dienstlich gehen, wie sehr das jeden von ihnen belastet oder auch kalt lässt, wird hier sehr realistisch und gekonnt dargestellt. Ein solider und gut gestrickter Krimi, der sich mal vom Mainstream abhebt, damit vielleicht nicht jeden anspricht, aber toll und spannend von Detlef Bierstedt vorgelesen wird.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Himmelskinder

    • ungekürzt (07 Std. 18 Min.)
    • Von Marion Feldhausen
    • Gesprochen von Martin Bross
    Gesamt
    (11)
    Sprecher
    (0)
    Geschichte
    (0)

    Ein Mann liegt leblos in einem Hotelzimmer; ein unbekleidetes Mädchen wird in einem Gebüsch gefunden, sie ist halbtot....

    Melanie sagt: "Schwieriges Thema, souverän umgesetzt"
    "Schwieriges Thema, souverän umgesetzt"
    Gesamt

    Kann man über ein solches Thema einen Krimi schreiben, ohne den Leser mit Details zu konfrontieren, anzuwidern?
    Ja, man kann. Das beweist die Autorin mit der souveränen Umsetzung, ohne das die Spannung groß dafür einbüßen muss.
    Alvermann, Kommissar bei der Karlsbacher Kripo und sein Team, bekommen den augenscheinlichen Selbstmord eines Mannes im Hotel und ein junges Mädchen, das halbtot in einem Gebüsch aufgefunden wird, als Fall auf den Tisch.
    Der Mann hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, aber die Untersuchungen zu dem Fall lassen daran zweifeln. Das Mädchen wird von einem Jungen aufgefunden und Alvermann versucht mit viel Fingerspitzengefühl, Informationen aus ihm rauszuholen, er spürt dass der Junge mehr weiß. Die Ermittlungen in beiden Fällen, bringen ihn nur kleine Stücke weiter oder verlaufen sich, interne Querelen machen ihm das Leben zudem schwer. Aber er lässt sich nicht beirren, achtet auf kleine Details und nutzt Kontakte. Die Spur führ in hohe Kreise, nach Osteuropa und die Ermittler müssen auch auf ungewöhnlichen Methoden zurückgreifen.

    Ein Krimi, der sich auf das Wesentliche konzentriert, aber etwas mehr Tiefe haben könnte Die Personen und Charaktere werden nicht mit seelischen und psychischen Problemen gezeichnet oder belastet und der Hörer wird, durch einen für meinen Geschmack, soliden Plot mitgenommen, ohne ihm mit der Thematik zu überfordern. Im Gegenteil, oft ist er sachlich gehalten, reißt die heiklen Themen nur an, beschreibt dafür die Taktik und Vorgehensweise.

    Gedankengänge, Selbstironie, ein paar flotte Sprüche und Humor fehlen in den Dialogen dabei nicht. Sehr gut fand ich die kurzen Einblicke gleich zu Beginn und im Verlauf der Handlung, setzen sie den Hörer doch so zum Geschehen und Hintergrund in die richtige Szene. Gut konstruiert und recherchiert, stilsicher in dem schwierigen Thema, finde ich den Krimi als Debüt insgesamt gut gelungen, hätte ihm aber etwas mehr Spannung gewünscht.
    Als Sprecher legt Martin Bross hier eine tolle Leistung ab, Dialoge, Dialekte und Situationen liest er betont richtig.

    7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Die Herrlichkeit des Lebens

    • ungekürzt (06 Std. 31 Min.)
    • Von Michael Kumpfmüller
    • Gesprochen von Christian Brückner
    Gesamt
    (37)
    Sprecher
    (9)
    Geschichte
    (8)

    Roman über die letzte Lebensphase Franz Kafkas und seine Liebe zu Dora Diamant. Im letzten Lebensjahr lernt Kafka sie kennen...

    Melanie sagt: "Große Liebe, schweres Leid"
    "Große Liebe, schweres Leid"
    Gesamt

    Man befindet sich in der Zeit von 1923 bis 1924, nur ein Jahr. Aber in diesem, zeichnet der Journalist und Autor Michael Kumpfmüller, das letzte Lebensjahr von Frank Kafka in Form eines Romans nach und das wirkt so voll von kleinen und liebevollen Ereignissen und Leichtigkeit, die man nicht vermutet hätte.
    Er bedient sich dabei aus den Tagebüchern Kafkas und hat aus einem Zitat auch den Titel, „Die Herrlichkeit des Lebens“ gewählt. Dieser begegnet einem in jedem Satz dieses Buches auch wieder, wenn man dies aus der Sicht Kafkas und der damaligen Zeit betrachtet. Der tuberkulosekranke Dichter ist froh, dem langen Winter und der Stadt entflohen zu sein und verbringt den Sommer 1923 im Ostseebad Müritz. Dabei lernt dabei die erst 25 jährige Dora Diamant kennen und lieben. Ihre Anziehungskraft ist für ihn so groß, dass er sich in kürzester Zeit entscheidet, mir ihr Tisch und Bett zu teilen. Berlin wird die Wahl ihrer Heimat und das ausgerechnet in den Zeiten der Weimarer Republik und dem beginnenden Antisemitismus.
    Kafkas Leben und seine Liebe zu Frauen war nicht einfach, mehrere Beziehungen endeten tragisch oder unglücklich. Da er mit 40 schon schwer erkrankte und pensioniert wurde, ist er von seinen Eltern und Schwestern abhängig. Aber diesmal ist es für den bindungs- und ehescheuen Dichter anders, Dora verzaubert ihn mit ihrer jugendlichen Schönheit, Ausstrahlung und ihrem Humor. Kafka zieht es immer wieder und mehr ihn ihre Nähe und als das Ende seines Aufenthaltes naht, beschließen die beiden in Berlin ein Zimmer in Berlin-Steglitz zu beziehen. Aber beide haben nicht viel Geld, müssen sich immer wieder eine andere Unterkunft suchen. Die schwierige Zeit der Inflation, die Preise für Lebensmittel belaufen sich auf Millionen von Mark und viele Menschen müssen hungern. Einzig die Leichtigkeit und Kraft der Liebe, lässt die beiden über viele Dinge hinwegsehen oder erst gar nicht an sie herankommen, doch die fortschreitende Krankheit des Dichters lässt Angst aufkommen. Er muss ins Sanatorium, wohin ihn Dora begleitet und ihm liebevoll auf seinem Leidensweg zur Seite steht. Der Autor erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Kafka und Dora und als Zuhörer hat man das Gefühl, sich mitten in dieser Zeit- und Liebesgeschichte zu befinden. Ich war skeptisch, ob man aus den Tagebuch Auszügen, der Zeit in der erzählt wird und nur zwei Personen, um die sich die Geschichte dreht, ein so wundervolles, sehr berührendes und emotionales Hörbuch aus der der Vergangenheit und den letzten Lebenstagen Kafkas erzählen kann. Das Lob gebührt vor allem dem Autor, sowie dem Sprecher Christian Brückner, der einen mühelos in die Gedankenwelt mitnimmt und den ausweglosen und traurigen Verlauf einfühlsam vorträgt. Wer sich auf diesen Roman einlässt, macht einen Glücksgriff und findet in keiner Zeile etwas Kitschiges. Sehr behutsam erlebt man hier die Gefühlswelt und Sichtweise des Paares und doch treffen einen so viele Be- und Umschreibungen mit der ganzen zarten, poetischen Wucht.

    10 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Der Hobbit

    • ungekürzt (10 Std. 58 Min.)
    • Von J.R.R. Tolkien
    • Gesprochen von Gert Heidenreich
    Gesamt
    (2359)
    Sprecher
    (738)
    Geschichte
    (755)

    Bilbo Beutlin, der kleine Hobbit, macht sich auf den Weg zum Einsamen Berg, um den rechtmäßigen Schatz der Zwerge zurückzuholen...

    Saarpirat sagt: "Locker-flockig, aber trotzdem spannend"
    "Ich wünschte, ich wäre ein Hobbit"
    Gesamt

    Eine tolle Geschichte über die Hobbits, Freunde und Gefährten, vor den Anfängen zu "Herr der Ringe". Gert Heidenreich ist ein toller Erzähler, der einen wunderbar in und durch die Abenteuer mitnimmt. Sprachlich hat er eine tolle Leistung abgeliefert und lässt einen gebannt zuhören. Spannend, zum schmunzeln ein fantastisches und schönes Hörbuch für (junge) Erwachsene und alle die, die einfach nicht genug von den Erzählungen J.R.R. Tolkien bekommen können. Eine fantastische Reise nach Mittelerde.

    20 von 23 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Judaswiege

    • gekürzt (06 Std. 12 Min.)
    • Von Ben Berkeley
    • Gesprochen von David Nathan
    Gesamt
    (38)
    Sprecher
    (9)
    Geschichte
    (8)

    Die kurzen Filmsequenzen, die auf den einschlägigen Internetseiten der Sado-Maso-Szene immer wieder auftauchen, sind heiß begehrt...

    Melanie sagt: "Spannender Sex, Crime, Thrill Mix"
    "Spannender Sex, Crime, Thrill Mix"
    Gesamt

    Ben Berkeley gibt hier eine dramatische Geschichte und Suche nach den vermissten Frauen zum Besten und das macht er recht schockierend, hemmungslos und mit einer Art von Kopfkino. Gleich zu Beginn ist man mitten in der Entführung der ersten Frau und kann die Ängste sehr gut nachvollziehen. Die Geschichte spielt im ersten Drittel in zwei Zeitsträngen um die Geschehnisse von damals und heute herstellen zu können und man kann mühelos folgen. Danach wird der Fall zeitgleich dargestellt und man folgt dem Drama und den Ermittlungen aktuell, was dem Autor auch recht gut gelungen ist, glaubwürdig darzustellen.

    Das ein oder andere kommt einem mit Sicherheit bekannt vor, wenn man es mit anderen Thrillern vergleicht. So ist die Sache mit den Snuff Videos, Verfolgung und Ortung im Web etc. sicherlich nicht neu, aber hier doch gekonnt erzählt und in eine spannende Geschichte verpackt.
    Man darf bei manchen Beschreibungen sicher nicht zimperlich sein, nicht alles 100 % logisch erklärt haben wollen, was bestimmt auch an der Kürzung liegt, sondern muss sich der rasanten Handlung einfach hingeben und ähnliche Hörbücher wie von Anthony E. Zuiker mögen, um seinen Gefallen daran zu finden. Hier geht es um einen perfiden Serientäter, der eine masochistische und blutige Ader an den Tag legt.

    Wer seine Sache auf jeden Fall großartig macht, das ist David Nathan. Er liest diesen Thrillern souverän und wieder einmal bravourös fesselnd, so dass man die Geschichte in einem Rutsch durchhören kann und muss.
    Ich persönlich vergebe 4 Sterne und wer gerne die etwas härtere Gangart mag, wird hier mit den passenden Charakteren und dramatischen Plot bedient. Das Ende, den letzte Satz allerdings, hat sich der Autor dann fast selber gewidmet, was man mögen kann, aber nicht muss.

    11 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Die Marionette

    • ungekürzt (10 Std. 32 Min.)
    • Von Alex Berg
    • Gesprochen von Detlef Bierstedt
    Gesamt
    (351)
    Sprecher
    (41)
    Geschichte
    (43)

    Valerie Weymann soll einen deutschen Rüstungskonzern, der des illegalen Waffenhandels beschuldigt wird, aus den Schlagzeilen bringen...

    Andrea - Buechereule.de sagt: "Großartiger deutscher Politthriller"
    "Überzeugender Polit- und Wirtschaftsthriller"
    Gesamt

    In Afghanistan überlebt die deutsche Elitesoldatin Katja Rittmer einen Anschlag nur schwer, viele Kollegen sterben und so kehrt sie traumatisiert nach Deutschland zurück. Doch etwas stimmte nicht bei diesem Anschlag, denn dabei wurde deutsche Munition verwendet. So begibt sie sich auf eine gefährliche Spurensuche und ein Rüstungskonzern gerät dabei ins Kreuzfeuer.
    Valerie Weymann, Anwältin, soll dem Larenz Konzern helfen, weil er durch diesen Vorfall in die negativen Schlagzeilen rutscht. Dabei lernt sie Katja und ihre Geschichte kennen, will ihr helfen, was sich alles andere als einfach erweist. Valerie hat Verbindungen zum BND, durch ihren alten Bekannten Eric Mayer, mit dem sie mehr als nur berufliches Interesse verbindet. Der Fall zieht weite Kreise, in der internen Politik, sowie weit über die Landesgrenze hinaus und ein Machtspiel mit Intrigen und Korruption nimmt seinen Lauf.
    Alex Berg fasst ein heißes Eisen an, welches aktueller nicht sein könnte. Dabei scheut Sie sich nicht die Spielregeln der Politik und deren Auswirkungen, die Opfer gekonnt aufzuzeigen und darzustellen. Dieses Hörbuch überzeugt durch eine hervorragende Schreibweise, die ganz unverschnörkelt und überzeugend ein fiktives Szenario mit einem rasanten Tempo darstellt, was realistischer nicht sein könnte.
    Geschickt führt sie durch kurze Kapitel mit wechselnden Schauplätzen wie durch ein Puzzle, spielt mit den Wendungen, Enthüllungen und der Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten, gibt Einblicke in die privaten Hintergründe ohne jedoch dabei die Handlung und Dramatik aus den Augen zu verlieren. Themen wie Krieg, traumatisierte Soldaten, Verwicklungen und Machenschaften auf politischer Bühne zeigt sie dabei mit dem richtigen Maß an Wichtigkeit und sachlicher Darstellung auf, überlässt es dem Leser hier ein eigenes Urteil zu fällen und Emotionen aufkommen zu lassen.
    Die Fülle an Informationen und Personen, erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Hörers, der nach ein Kapiteln einmal eingetaucht, es nicht mehr von den Ohren nehmen kann.
    Die Autorin braucht den internationalen Vergleich mit Schriftstellern aus der Thriller Szene in keinem Fall scheuen. Ich habe selten ein Buch mit so einer Wucht und Spannung im Bereich Wirtschaft und Politik Thematik, verbunden mit überzeugenden Charakteren in der Hand gehabt. Ein großes Kompliment an Alex Berg der es wieder einmal gelungen ist, ein so komplex durchdachtes und spannendes Werk abzuliefern, ich freue mich auf Nachfolger aus ihrer Feder.
    Detlef Bierstedt liest dieses Hörbuch genau wie den Vorgänger, souverän, gekonnt und im richtigen Tempo...Bravo!

    7 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das Buch des Feuers (The Banned 1)

    • ungekürzt (17 Std. 38 Min.)
    • Von James Clemens
    • Gesprochen von Reinhard Kuhnert
    Gesamt
    (397)
    Sprecher
    (70)
    Geschichte
    (68)

    Fünf Jahrhunderte sind vergangen, seit der Gott Chi das Land Alasea verlassen und es in die Hände der Dunklen Mächte übergeben hat...

    Susi Sorglos sagt: "Endlich"
    "Der Autor lügt, aber das macht er magisch und gekonnt!"
    Gesamt

    Im Land Alasea herrscht seit Jahrhunderten Dunkelheit, weil Chi, der Gott des Lichts vertrieben wurde. Doch ein geheimnisvolles Buch, über dem ein Blutpakt von 3 Verbündeten, Vorherbestimmten geschlossen werden muss, kann das Land befreien. Ein junges Mädchen Elena, die von all dem nichts weiß, wächst behütet mit ihrem Bruder, bei den Eltern auf und ahnt nicht, was das Schicksal für sie bereithält und was für Kräfte in ihr schlummern. Nach einem schrecklichen Überfall, bei dem ihre Eltern zu Tode kommen, muss sie sich mit ihrem Bruder alleine auf einen gefährlichen Weg machen. Dabei trifft sie unerwartet auf allerlei gute und böse Geschöpfe und findet Verbündete, die sich ihr anschließen. Mit viel Fantasie und Spannung begegnen einem Würmer, Zwerge, Nymphen, Schwertkämpfer, Dunkelmagier, Trolle und eine wunderschöne Geschichte, die sprachlich und inhaltlich fesselt. Man trifft auf viele fremdartige Namen, Personen, denen man aber nach einer kleinen Weile gut folgen kann. Man fiebert und hofft gebannt in den Abenteuern von Elena mit und kann sich den Beschreibungen und der Magie nicht entziehen. Das Buch gliedert sich in verschiedene Kapitel und erzählt nebenher immer noch eine Geschichte um die „Kreatur", auf die Elena trifft oder die eine wichtige Rolle spielen wird. So erfährt man nach und nach die Zusammenhänge und versteht worum es geht und auf was es ankommt. Neben allen anderen Fantasy Geschichten ist es in dieser schön, eine junge und sympathische Heldin an die Seite gestellt zu bekommen und in eine völlig andere Welt mit ihr abzutauchen. Mir hat der erste Teil der Geschichte sehr gut gefallen, der Autor greift nicht zu tief in die Trickkiste und bedient sich ganz eigenen Elementen. Ich empfehle es Fantasy begeisterten (jungen) Erwachsenen, weil es hin und wieder auch brutale und traurige Beschreibungen gibt. Der Sprecher Reinhard Kuhnert ist richtig für dieses Genre besetzt, erzählt mit guten Gespür und der richtigen Betonung, die Situationen und Charaktere

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.

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