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Ute

Heppenheim, Deutschland

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bewertet
346

  • Die Schuld einer Mutter

    • ungekürzt (09 Std. 34 Min.)
    • Von Paula Daly
    • Gesprochen von Bibiana Beglau, Nina Petri, Thomas M. Meinhardt
    Gesamt
    (10)
    Sprecher
    (8)
    Geschichte
    (9)

    Lisa Kallisto, heillos überforderte Mutter dreier Kinder, ist verzweifelt: Lucinda, eine Freundin ihrer Tochter, ist spurlos verschwunden...

    Ute sagt: "Lebensnah und sehr kurzweilig"
    "Lebensnah und sehr kurzweilig"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Bei diesem Hörbuch verführte mich die Beschreibung zum Kauf. Denn wenn ein Kind verschwindet, auf das man eigentlich hätte aufpassen sollen, dann ist das für mich die pure Horrorvorstellung.

    Lisa Kallisto ist im Dauerstress. Sie ist die Leiterin des Tierheims im Ort und hat damit natürlich alle Hände voll zu tun. Sie hat einen lieben Mann, der Taxi fährt und drei Kinder. Die Familie Kallisto gehört nicht zu den Reichen dieser Gegend, doch ihre beste Freundin ist sehr wohl sehr gut betucht. Die Töchter der beiden sind ebenfalls miteinander befreundet und eben genau diese Freundin verschwindet spurlos. Lisa war überhaupt nicht aufgefallen, dass die Freundin nicht bei ihnen übernachtet hatte. Sie hatte ihrer Tochter wohl nur mit halben Ohr zugehört, als sie von den Übernachtungsplänen sprach – wie so oft.

    Doch nun war das “Kind in den Brunnen gefallen”. Lisa ist natürlich völlig erschüttert, plagt sich mit Selbstvorwürfen und will ihre Freundin natürlich unterstützen wo sie nur kann, ihre Tochter wiederzufinden. Doch in ihrem Haus angekommen, erfährt sie nur blinde Wut und Schuldzuweisungen. Völlig verzweifelt macht sie sich selbst auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen. Doch es gibt keine Spur von ihr. Nichts, nicht der kleinste Hinweis.

    Natürlich kann sie aber auch ihren Job nicht vernachlässigen. Denn viele Tiere befinden sich in höchster Not und müssen aus diversen schlimmen Verhältnissen gerettet werden. Mehr der Zufall als irgendwelche Spuren bringen sie letztendlich der Wahrheit ein Stück näher. Und die hätte entsetzlicher wohl kaum sein können.

    Die Geschichte fand ich sehr interessant. Sie war klasse aufgebaut und mir schnürte sich im Verlauf der Geschichte immer mehr der Hals zu. Diesen Spannungsaufbau fand ich toll gemacht und oft dachte ich: Oh oh! – Ich ahnte schlimmes, doch es kam schlimmer. Es war ein durchaus äußerst überraschendes Ende, mit dem ich ganz und gar nicht gerechnet hätte. Und es war einmal etwas ganz anderes.

    Sehr interessant fand ich auch die Informationen, die man bezüglich Tierhaltung, Tierpflege und Tierschutz bekam. Diese wurden nicht belehrend erzählt, vielmehr wurden sie im Laufe der Arbeit von Lisa in die Story eingeflochten.

    Ich fand dieses Hörbuch keine Sekunde langweilig – ganz im Gegenteil. Ein Glück hörte ich das Hörbuch an einem Wochenende, denn ich konnte meinen iPod erst wieder abstellen, als ich die Geschichte komplett gehört hatte. Man kann nicht sagen, dass hier ständig etwas passiert und dass die Geschichte rasend schnell voranschreitet, es ist vielmehr das unterschwellige Gefühl, dass einem hier den Atem raubt.

    Die Sprecher fand ich sehr gut. Nur die eine Sprecherin (ich weiß leider nicht, welche das war) nervte mich etwas mit ihrem Geschnaufe. Das fand ich wirklich extrem gewöhnungsbedürftig. Aber auch daran konnte ich mich gewöhnen und sie sprach das Hörbuch ja auch nicht alleine. Es waren insgesamt drei Sprecher, die verschiedene Rollen übernahmen. Es ist jedoch kein Hörspiel.

    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieses Hörbuch sehr lebensecht daherkam. Der Spannungsbogen wurde sehr gut aufgebaut und man konnte auch selbst mit raten, wer denn nun der Bösewicht war. Ich hatte diverse Verdächtige. Wer also gut durchdachte aber nicht reißerische Thriller mag, der ist mit diesem Hörbuch bestimmt gut bedient.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Celeste bedeutet Himmelblau (Frank Liebknecht 1)

    • ungekürzt (09 Std. 52 Min.)
    • Von Brigitte Pons
    • Gesprochen von Martin L. Schäfer
    Gesamt
    (12)
    Sprecher
    (9)
    Geschichte
    (11)

    Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus...

    Ute sagt: "Spannende Unterhaltung mit Humor"
    "Spannende Unterhaltung mit Humor"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Zum Kauf dieses Hörbuch verleitete mich zum Einen das interessante Cover und zum Anderen natürlich der Handlungsort Odenwald. Erwartet hatte ich einen netten “Provinzkrimi”, bekommen habe ich einen interessanten Krimi, der mir richtig gut gefallen hat.

    Wie oben bereits beschrieben, wird ein Bauer tot auf seinem Feld gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall, Frank Liebknecht jedoch vermutet hier ein Verbrechen. Da ihn aber keiner wirklich ernst nimmt und die Details, die er wahrgenommen hat, niemanden zu interessieren scheinen, ermittelt er auf eigene Faust. Hilfreich zur Seite steht ihm hierbei ein alter Bildhauer, der sich als der einzige Mensch entpuppt, der Franks Vermutungen Glauben schenkt. Bei etlichen Gläsern Fruchtwein und diversen herzhaften Essen erzählt Frank dem Bildhauer Karl jeweils seine neuesten Gedankengänge. Frank setzt Stück für Stück die Puzzleteile, die er sich mühsam zusammensucht, zusammen und vermutet eine wirklich große Sache hinter dem Bauernmord. Seine Theorie bringt ihn jedoch selbst in Lebensgefahr, was ihn aber nicht davon abhält, die ganze fatale Wahrheit ans Licht zu bringen. Denn hier geht es um viel mehr, als um einen ermordeten Bauern.

    Frank Liebknecht, der aus Heppenheim (meinem Heimatort) stammt, zunächst in Darmstadt als Polizist arbeitete und sich dann nach Vielbrunn versetzen lässt, ist ein mir äußerst sympathischer Protagonist. Er ist noch recht jung mit seinen 27 Jahren, hat einen leichten Silberblick, braune dichte Locken und sein Hobby ist Bassgitarre spielen. In dem kleinen Dorf Vielbrunn ist er noch nicht allzu lange, hat entsprechend auch noch keine Freunde gefunden und bei der Arbeit nimmt ihn auch keiner wirklich ernst. Manchmal stellt er sich aber auch einfach dusselig an. Aber immerhin fällt es ihm auch selbst auf, wenn er mal wieder nicht ganz profihaft unterwegs ist. Das führte zu einigen wirklich humorvollen Beschreibungen, die mich des öfteren schmunzeln ließen.

    Frank ist ein Mensch, der voll und ganz in seinem Beruf aufgeht und auch stets im Sinne der Gerechtigkeit handeln will. Da Brunhilde, die kurz vor dem Ruhestand steht und deren Position er dann übernehmen soll, seine Bedenken auch nicht wirklich ernst nimmt, teilt er seine Gedanken Karl dem Bildhauer mit. Dieser ist ein interessierter Zuhörer und unterstützt ihn bei seiner Arbeit, wo er nur kann. Bald hat Frank das Gefühl, in Karl einen ersten echten Freund im Dorf gefunden zu haben. Als Zuhörer denkt man bald: oh Frank, ob das wirklich so eine gute Entscheidung ist, Karl alle deine Ermittlungsergebnisse mitzuteilen? Aber andererseits ist es auch wieder verständlich, menschlich.

    An diesem Krimi hat mir besonders die menschliche Art von Frank sehr gut gefallen. Er ist eifrig in seinem Job und steht sich dabei aber ab und an selbst im Weg. Doch er lernt dazu und wird im Verlauf der Geschichte immer besser.

    Auch den Schreibstil von Brigitte Pons fand ich schön. Stellenweise hatte sie wirklich richtig herrliche Beschreibungen. Z. B. als es um Franks Silberblick ging, beschrieb sie es folgendermaßen: Das eine Auge versucht, das andere Auge anzusehen. Fand ich sehr köstlich und auch sehr treffend.

    Trotz der wirklich großen Dramatik, die diese Geschichte aufdeckte und trotz all des Leids, das hier ans Licht kam, kam für mich der Humor nicht zu kurz. Immer wieder flocht sie gekonnt kurze Aufheiterungen in die Story ein. Das hat mir sehr gut gefallen. Denn der Stoff ist nun wirklich harter Tobak und schwer zu verdauen.

    Ich fühlte mich mit dieser Geschichte insgesamt bestens unterhalten. Warum die Story trotzdem nicht die ganzen 5 Pingus von mir bekommt, liegt darin begründet, dass ich es sehr seltsam fand, dass die Polizei den Tod des Bauern zunächst als Unfall ansah und nicht sofort als Mord. Denn ich fand das nun wirklich sehr offensichtlich. Aber das ist nun wirklich kein großes Manko (und auch kein Spoiler!).

    Die Geschichte insgesamt fand ich sehr spannend. Sie hatte jetzt zwar nicht viele überraschende Wendungen, aber sie wurde immer interessanter, je tiefer man in den Sumpf eintauchte. Einiges war zwar auch vorhersehbar, aber ich bin ja auch immer mal wieder dankbar, wenn ich mit meinen Vermutungen nicht gänzlich falsch liege.

    Mit Martin L. Schäfer als Sprecher war ich sehr zufrieden. Ich kannte ihn bisher noch nicht, aber er passte sehr gut zu der Geschichte und hat sie sehr engagiert gesprochen.

    Nachdem dieser Titel mit dem Zusatz “Frank Liebknecht 1″ versehen wurde, darf man ja getrost auf weitere Folgen mit Frank hoffen werden. Also ich werde dabei sein. Und du?

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Letztendlich sind wir dem Universum egal

    • ungekürzt (08 Std. 17 Min.)
    • Von David Levithan
    • Gesprochen von Adam Nümm
    Gesamt
    (10)
    Sprecher
    (10)
    Geschichte
    (10)

    Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist...

    Ute sagt: "Eine klare Hörempfehlung von mir!"
    "Eine klare Hörempfehlung von mir!"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Bei diesem Buch verlockte mich eindeutig der Titel zum Kauf. Und was soll ich sagen, es war eine gute Entscheidung.

    A lebt ein Leben, wie man es sich wohl kaum vorstellen kann. Jeden Tag wacht er in einem anderen Körper auf. Lediglich sein Alter passt immer zu den Personen, dessen Rolle er für einen Tag “spielen” soll. Warum das so ist, weiß er nicht. Er weiß nur, dass es schon immer bei ihm so war. Er hat sich mittlerweile daran gewöhnt und verhält sich stets unauffällig, so dass es bisher unerkannt blieb. Doch dann verliebt sich A unsterblich in Rhiannon. Er kann seine Gedanken nicht von ihr abwenden und wird unvorsichtig. Und prompt bemerkt eine Person, dass sie für einen Tag quasi “besessen” war – besessen von einer anderen Person, die anders handelte, als er es getan hätte. Alle halten ihn für total bekloppt. Nicht weiter verwunderlich, oder?

    A lebt weiter Tag für Tag in einer anderen Person. Irgendwann beschließt er, Rhiannon in sein Geheimnis einzuweihen und ihr seine Liebe zu gestehen. Er hat noch nie einer Menschenseele von seinem wahren Leben erzählt und ist natürlich gespannt, ob sie ihm glauben wird. Zunächst ist sie natürlich mächtig skeptisch. Doch Tag für Tag wird sie eines besseren belehrt, wenn A wieder in einer anderen Gestalt vor ihr steht. Da die beiden sehr viel verbindet, erkennt sie ihn immer sofort. Egal ob er gerade dick und schwabbelig ist, oder gerade eine Superbraut verkörpert, ob er ein langhaariger Zotteltyp oder ein Spitzensportler ist.

    A kann sich durch die jahrelange Erfahrung sehr schnell in seine jeweiligen Rollen fügen. Ich fand das sehr interessant. Denn heute hatte er Geschwister, am nächsten Tag war er ein Einzelkind und in Gestalt einer Frau, dann hatte er nette Eltern, am nächsten Tag keine Freunde etc. Wenn man sich das mal so überlegt, ist das schon eine sehr vertrackte Situation.

    Und wie soll eine Frau jemanden lieben, der heute toll aussieht und ein echter Kerl ist, am nächsten Tag aber eher schmuddelig und tollpatschig daherkommt? Heidenei, gar nicht so einfach.

    Mir haben die verschiedenen Figuren und deren Beschreibung, in die A schlüpfte, gut gefallen. Auch die Unterschiede, die größer wohl kaum hätten sein können, fand ich interessant und gaben der Geschichte stets neuen Schwung. Die Story war interessant und kurzweilig erzählt. Ich habe mich in keiner Minute gelangweilt. Einzige Voraussetzung für dieses Buch ist, dass man sich der “Tatsache” stellt, dass A eben von Mensch zu Mensch wandert. Wenn dies gegeben ist, dann wird einen die Story bestimmt gut unterhalten.

    Das Ende war mir persönlich ein wenig zu schnulzig… Aber gut, darf es auch sein. Es ist ja schließlich ein Liebesroman.

    Adam Nümm fand ich als Sprecher sehr passend. Seine jugendliche Stimme passte sehr gut zu der Story. Somit erhält dieses Hörbuch von mir die volle Punktzahl.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Die Analphabetin, die rechnen konnte

    • ungekürzt (14 Std. 11 Min.)
    • Von Jonas Jonasson
    • Gesprochen von Katharina Thalbach
    Gesamt
    (866)
    Sprecher
    (796)
    Geschichte
    (781)

    Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn wäre sie fast gestorben. Im Grunde deutet alles darauf hin, dass sie ihr Dasein...

    Klaus sagt: "Der Journalist, der nicht genug bekommen konnte"
    "Sehr unterhaltsam"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Für dieses Hörbuch entschied ich mich, da mir schon “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” gut gefallen hatte. Die Machart des Covers ähnlich, der Titel ähnlich skurril, es versprach also äußerlich auch wieder gute Unterhaltung.

    Südafrika will Atombomben bauen. Sechs Stück. Aus Versehen werden aber sieben gebaut – hm, das verrät man mal besser nicht. Dann wird beschlossen, die sechs Atombomben doch besser wieder zu vernichten. Die siebte jedoch kann nicht vernichtet werden, sie gibt es ja offiziell gar nicht. Durch wirre Umstände bringt Nombeko diese siebte Atombombe nach Schweden, wo sie sie versteckt hält.

    Nombeko ist eine äußerst nette Person, die sich ihr ganzes Wissen selbst beigebracht hat. Angefangen zu arbeiten hat sie in einer Latrine in Südafrika, später verhandelt sie dann mit Staatsoberhäuptern, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Sie ist eine gewiefte Beraterin und lenkt so die Geschicke der Welt. Übertrieben? Jawoll. Auf ganzer Linie.

    In Schweden lernt sie Holger kennen. Holger ist ein sympathischer und intelligenter junger Mann. Die beiden verlieben sich. Holger hat einen Zwillingsbruder. Dieser heißt auch Holger. So konnte sich der Vater viel Geld sparen, denn so musste er nur einen Sohn bei den Behörden melden und auch in der Schule anmelden. Die beiden Jungs wechselten sich dann mit der Schule ab. Montags ging Holger 1 zur Schule, dienstags Holger 2, mittwochs wieder Holger 1… was natürlich für einige Verwirrung bei den Lehrern sorgte. Der Zwillingsbruder ist das genaue Gegenteil von Holger und sorgt ständig für gefährliche Situationen.

    Die Geschichte ist äußerst humorvoll. Ich habe mich köstlich amüsiert. “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” war ja schon sehr übertrieben und skurril. Doch dieses Geschichte übertrifft es nochmals um Längen. Die Story ist äußerst überdreht, überspitzt und abgehoben. Und gerade das machte sie für mich hörenswert. Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber ich wurde bestens unterhalten.

    Einzig den Schluss fand ich zu ausgedehnt, zu langatmig, so dass ich einen Punkt abziehen muss.

    Katharina Thalbach als Sprecherin fand ich bravourös für dieses Hörbuch. Schon alleine wenn ich ihre Stimme höre, muss ich schmunzeln. Und ihre geniale Vortragsart in Verbindung mit dem höchst amüsanten Inhalt machte dieses Buch für mich zu einem reinen Hörvergnügen.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Totenfrau

    • ungekürzt (08 Std. 28 Min.)
    • Von Bernhard Aichner
    • Gesprochen von Christian Berkel
    Gesamt
    (19)
    Sprecher
    (17)
    Geschichte
    (19)

    Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness...

    Ute sagt: "Gnadenlos genial"
    "Gnadenlos genial"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    @Buechertante hatte vor kurzem getwittert, dass sie dieses Buch sehr gut fand. Ich wurde neugierig und holte es. Nur aufgrund des Covers und der Beschreibung hätte ich es wohl eher nicht gekauft. Aber man ist ja immer dankbar für Empfehlungen. Ich habe den Kauf nicht bereut! Im Gegenteil! Ich habe sogar das Hörbuch, das ich gerade auf den Ohren hatte, unterbrochen und “Totenfrau” gehört. Eigentlich wollte ich ja nur mal kurz reinhorchen, doch daraus wurde nichts. Einmal auf den Ohren war ich gefesselt von der Story.

    Eins vorneweg: Dieses Buch/Hörbuch ist nichts für zart besaitete oder zimperliche Menschen. Denn hier geht es schonungs- und gnadenlos zu.

    Blum ist glücklich. Sie hat einen tollen Mann, 2 liebe Kinder, ein florierendes Bestattungsunternehmen, der sympathische Schwiegervater wohnt auch bei ihnen und unterstützt sie bei den Kindern wie er kann. Alles ist gut, alle sind glücklich. Bis zu dem Tag, an dem ihr Mann – ein Polizist – bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht ums Leben kommt.

    Blum hat nun nicht gerade die Charaktereigenschaft, sich ihrem Schicksal zu ergeben und eben das Beste daraus zu machen. Sie forscht nach und was sie entdeckt ist schlimmer, als sie es sich hätte erträumen können. Und sie wird sauer und extrem wütend und sorgt für Gerechtigkeit. Oder für das, was sie für Gerechtigkeit hält. Denn die Polizei, allen voran Massimo, Marks bester Freund und ebenfalls Polizist, unterstützt sie in ihrem Verdacht nicht – hält alles, was sie herausgefunden hat – für Unfug.

    Blum ist für mich ein sehr interessanter Charakter. Einerseits ist sie voller Liebe und Mitgefühl für andere Menschen, die Not leiden, andererseits ist sie ein hochexplosiver Vulkan, der keine Grenzen kennt, wenn hilflosen Menschen und/oder ihr selbst Unrecht angetan wird. Dann kämpft sie wie eine Löwenmama und lässt alle Skrupel außer Acht. Sie ist ein wahrer Yin-Yang-Typ – beide Seiten sind bei ihr intensiv ausgeprägt. Das fand ich äußerst interessant und sorgte natürlich auch für eine andere Art Story, als man es so “gewohnt” ist.

    Es gab in diesem Hörbuch viele außergewöhnliche Situationen. Z. B. als ihr eigener Mann auf dem “Versorgungstisch” – wie man das bei den Bestattern wohl nennt – liegt und sie ihn für die Beerdigung herrichten muss. Wie gesagt, man sollte einiges verkraften können, wenn man sich dieser Geschichte widmet.

    Den Schreibstil fand ich außergewöhnlich – außergewöhnlich gut. Es gibt nicht viel direkte Rede – und wenn, dann ist sie ganz gezielt eingesetzt. Es gab einige Wortwiederholungen – als Nachdruck – das steigerte für mich nochmals die Intensität des Gesagten. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein, ich fand das toll.

    Und besonders gut fand ich, dass Christian Berkel dieses Hörbuch gesprochen hat. Er hat mit diesem Schreibstil seine wahre Freude gehabt und hat aus jedem Wort und jeder Regung alles herausgeholt. Das hat mich wirklich sehr fasziniert. Auch wie mühelos er die verschiedenen Dialekte sprach – bewundernswert.

    Somit hatte ich achteinhalb Stunden Hochspannung auf den Ohren. Zeit zum Durchatmen hat man bei dieser Lektüre eher nicht. … aber wer will das schon.

    10 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Winter People: Wer die Toten weckt

    • ungekürzt (11 Std.)
    • Von Jennifer McMahon
    • Gesprochen von Elisabeth Günther
    Gesamt
    (2)
    Sprecher
    (2)
    Geschichte
    (2)

    Durch einen grausamen Mord verliert Sara ihre kleine Tochter Gertie. Ein Brief mit einem uralten Geheimnis hilft ihr, Gertie von den Toten...

    H. sagt: "Naja geht so"
    "Gute Schauergeschichte"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Die Beschreibung und das Cover fand ich durchaus interessant, weshalb ich nicht lange überlegte und mir das Hörbuch lud. Kaum auf dem iPod, fing ich auch schon an zu hören. Die Geschichte fing auch durchaus interessant an, doch sehr schnell war ich auch leicht verwirrt. Denn hier wird von vielen Personen erzählt, die aber in verschiedenen Zeiten leben. Ich brauchte einige Zeit, bis ich im weiteren Verlauf der Geschichte die Personen den jeweiligen Zeiten zuordnen konnte. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn es wird – ok eigentlich erst ab ca. der 2. Hälfte – klar. Doch ich persönlich mag diese Erzählweise nicht so sehr. Ist wohl Geschmacksache.

    Die Geschichte erinnerte mich an andere Bücher:

    1. Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King -> Tote wieder zum Leben erwecken

    2. Shining (und natürlich auch die Fortsetzung Doctor Sleep) von Stephen King -> das zweite Gesicht

    3. Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre -> die Geister der Verstorbenen leben unter uns.

    Doch leider hat mich Winter People nicht so fasziniert, wie die oben genannten Bücher. Die Protagonisten waren zwar gut gezeichnet, doch oftmals fand ich ihr Handeln unlogisch. Auch das Ende fand ich zwar schockierend und überraschend aber nicht wirklich glaubhaft.

    Winter People war für mich eine nette Schauergeschichte, die sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut hören lies, doch die wirkliche Begeisterung blieb für mich leider aus.

    Die Sprecherin fand ich durchaus gut. Ich hörte ihrer Stimme gerne zu.

    0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Der Distelfink

    • ungekürzt (33 Std. 25 Min.)
    • Von Donna Tartt
    • Gesprochen von Matthias Koeberlin
    Gesamt
    (105)
    Sprecher
    (97)
    Geschichte
    (91)

    Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht...

    Susanne sagt: "Sensationell"
    "Ein neues Hörbuch für meine Bestenliste"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Bei diesem Buch hat eindeutig der Titel den Ausschlag gegeben, dass ich es gekauft habe. Wenn man selbst Distel mit Nachnamen heißt, ist das ja wohl Ehrensache. Doch ich hätte im Traum nicht vermutet, was für ein wundervolles Buch ich mir da zugelegt habe!

    Die Story im Schnelldurchlauf: Theo Decker verliert bei einem Bombenanschlag in einem New Yorker Kunstmuseum seine Mutter. Noch in dem Trümmern bekommt er von einem alten verwundeten Mann, den er zuvor mit einem jungen Mädchen gesehen hat, ein Bild zugeschoben, das er unbedingt retten soll! Außerdem gibt er ihm noch einen Ring, ein altes Familienerbstück. Der Mann verstirbt kurz darauf im Museum. Theo kommt zu einer Pflegefamilie. Währenddessen geht ihm das Mädchen nicht aus dem Kopf. Aufgrund des Ringes kann er ausfindig machen, wo diese wohnt und besucht sie. Sie ist schwerverletzt, ein älterer Herr – Hoby – pflegt sie. Hoby restauriert alte Möbel mit viel Liebe und Hingabe. Theo und Hoby freunden sich an – Theo lernt eine ganze Menge über das Handwerk. Der alte Mann aus dem Museum führte aber die Verkäufe durch, die seit seinem Tod praktisch brach liegen. Dann taucht plötzlich Theos verschollener Vater mit seiner neuen Flamme auf und meint urplötzlich, sich um seinen Sohn kümmern zu müssen. Er reißt ihn aus seinem gewohnten New Yorker Umfeld heraus und nimmt ihn mit nach Las Vegas. Theo gelingt es, das Bild, das gut eingepackt in einem Bettlaken in seinem Rucksack ruht, mitzunehmen.

    In Las Vegas lernt er einen jungen Russen kennen, der mit seinem Vater dort gestrandet ist. Der Vater arbeitet und trinkt – kümmert sich aber nicht um Boris, seinen Sohn. Theo und Boris freunden sich an. Und da Theos Vater und auch seine Lebensgefährtin so gut wie nie da sind, sind die beiden ziemlich auf sich alleine gestellt. Der Vater, trockener Alkoholiker, dafür aber spielsüchtig und tablettenabhängig, kümmert sich recht wenig um die beiden. Die ersten ausufernden Experimente mit Alkohol und Drogen beginnen bei Theo und Boris, die mittlerweile unzertrennlich geworden sind. Doch von dem Bild erzählt Theo Boris nie. Zu groß ist seine Angst, da Kunstraub ja nun kein Kavaliersdelikt ist. Das Bild ist weiterhin gut versteckt, im Bettlaken eingewickelt. Der Vater gerät irgendwann durch seine Spielsucht wieder in Schwierigkeiten, Geldeintreiber stehen vor der Tür… Dann verunglückt Theos Vater tödlich bei einem Verkehrsunfall. Theo bekommt die Panik und reißt Hals über Kopf mit dem Hund der Freundin und natürlich dem Bild im Gepäck im Bus zurück nach New York. Zu seiner alten Pflegefamilie kann er nicht zurück, also versucht er sein Glück bei Hoby. Dieser nimmt ihn in sein Haus auf. Theo wird natürlich auch älter und übernimmt nach und nach die Verkaufsgeschäfte des Antiquitätenladens. Dann taucht plötzlich ein Mann auf, der ihm durch die Blume vorwirft, er habe das Bild “Der Distelfink” aus dem Museum gestohlen und hätte es verkauft – er könne alles zurückverfolgen…

    Donna Tartt, die mir bis dato gänzlich unbekannt war, kann sehr, sehr gut erzählen. Von Anfang an hatte sie mich mit diesem Buch in ihren Bann gezogen. Klar, es fing ja auch verdammt spannend an – nämlich mit der Explosion im Museum. Theo, der 13-jährige Junge ist mir natürlich auch sehr schnell ans Herz gewachsen, steht er doch nun ganz alleine da und ist verzweifelt. Viel Action passiert in diesem Buch nicht. Vielmehr glänzt es durch detaillierte Beschreibungen sowohl der Menschen, der Umgebung, ja selbst der Möbel bis natürlich hin zu den einzelnen Charakteren, die sehr gut gezeichnet wurden. Ich habe jetzt noch genau im Kopf, wie sie aussehen, kenne ihren Charakter, kurz, als würde ich sie persönlich kennen. Auch die Gefühlsschwankungen, die Gedanken und sonstige menschlichen Regungen sind äußerst gut beschrieben.

    Theo ist ein eher zurückhaltender Junge – auch als junger Mann noch. Er antwortet immer recht zögerlich, manchmal für meinen Geschmack zu zögerlich – Spontanietät ist nicht gerade seine Stärke.

    Boris ist das genaue Gegenteil. Er weiß alles, probiert alles aus – ist ein altkluger Typ, weiß immer eine Lösung. Und er quasselt ohne Ende.

    Hoby ist ein alter herzensguter Mann, dessen Lebensfreude und -inhalt darin besteht, seine alten Möbel zu restaurieren. An Geld ist er wenig interessiert – viel glücklicher macht ihn, wenn er das passende Stück Holz findet.

    Das Bild “Der Distelfink” von Fabritius spielt natürlich eine ganz zentrale Rolle in dieser Geschichte, auch wenn es im Vergleich zur Wichtigkeit eher selten Erwähnung findet. Es ist ein wirklich schönes Bild, wie ich finde.

    Der Schreibstil von Donna Tartt ist einfach wunderbar. Er ist flüssig, nichts ist überflüssig, trotz der Länge fand ich jeden Satz, jedes Wort wichtig und richtig für die Geschichte. Und es sind ganz wunderbare Gedanken in diesem Buch zu finden. Besonders zum Ende hin wird selbst Boris ein wenig philosophisch, das Gespräch mit Hoby fand ich grandios, die Bildbeschreibung und -erklärung ganz phantastisch und überhaupt hat mich gerade die letzte Stunde nochmals so richtig vom Hocker gerissen. Ich bin wirklich sehr begeistert.

    Matthias Köberlin als Sprecher fand ich auch eine sehr gute Wahl. Seine ruhige Stimme passte sehr gut zu Theo, der die Geschichte ja erzählt. Aber auch alle anderen Stimmen hat er wundervoll inszeniert. Es brauchte keine: Hoby sagte oder Xandra meinte… das war schon immer klar durch die jeweilige Stimme. Ja, auch der Sprecher, den ich schon von einigen anderen Hörbüchern her kannte, hat mich überzeugt.

    Somit hat Donna Tartt mit “Der Distelfink” zu Recht einen Platz auf meiner Hörbuch-Bestenliste verdient.

    51 von 53 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das Kind, das tötet

    • ungekürzt (09 Std. 07 Min.)
    • Von Simon Lelic
    • Gesprochen von Jan Uplegger
    Gesamt
    (71)
    Sprecher
    (46)
    Geschichte
    (46)

    Leo Curtice scheint das große Los gezogen zu haben. Der bisher wenig erfolgreiche Anwalt wird Pflichtverteidiger in einem spektakulären Fall...

    Büchermonster sagt: "Unangenehmes Kriminaldrama"
    "Unbequem aber absolut empfehlenswert"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Wenn man gerne “bequeme” Literatur hört, die genau und klar einzustufen ist, dann sollte man von Simon Lelic tunlichst die Finger. Denn seine Bücher sind alles andere bequem. Nachdem ich zunächst “Ein toter Lehrer” von Lelic gehört hatte und ich dieses sehr unbequem aber verdammt gut fand, wurde ich neugierig auf weitere Bücher von Simon Lelic.

    In “Das Kind, das tötet” geht es um einen Anwalt, den der Ehrgeiz packt, einen eigentlich aussichtslosen Fall doch noch zu gewinnen. Doch nicht unbedingt um des Ruhmes willen, sondern um dem Kind, das getötet hat – und das steht von Anfang an außer Frage – bestmöglich zu helfen.

    Wieder macht Lelic keine Statements, was denn moralisch richtig oder falsch ist. Wieder überlässt er die Denkarbeit dem Leser/Hörer. Er wirft viele Fragen auf, die der Leser/Hörer dann selbst mit sich ausmachen muss, wie er denn selbst zu der Fragestellung steht. Das ist natürlich nicht leicht, es nagt an einem, am eigenen Gewissen und gerade das macht das Besondere aus. Denn man bekommt nichts auf dem Silbertablett präsentiert. Man muss es sich schon selbst mühsam erarbeiten. Toll. Eine mir wirklich willkommene Abwechslung zu all den anderen Thrillern, die hauptsächlich durch Spannung, Action, vielen Grausamkeiten und Zufällen bei der Ermittlungsarbeit brillieren oder zumindest unterhalten. Bei Simon Lelic muss man selbst mitarbeiten.

    Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt zurückgelassen, da hätte man etwas mehr herausholen können. Deshalb und auch weil es mich im Großen und Ganzen nicht ganz so begeistert hat, wie “Ein toter Lehrer” gibt es für dieses Hörbuch nicht die ganze Punktzahl – ein Pingu-Punkt muss ich abziehen. Aber da bleiben immer noch sehr gute 4 Pingu-Punkte für die Story übrig. Und Simon Lelic zählt für mich zu einem der Ausnahmeschriftsteller, bei dem ich schon gebannt auf sein nächstes Buch warte.

    Jan Uplegger fand ich auch bei dieser Geschichte wieder äußerst überzeugend und genial. Er passt sehr gut zu Lelics Schreibstil.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

    • ungekürzt (08 Std. 42 Min.)
    • Von Robin Sloan
    • Gesprochen von Roland Wolf
    Gesamt
    (93)
    Sprecher
    (87)
    Geschichte
    (87)

    Als Clay Jannon seinen Job als Webdesigner verliert, meldet er sich auf eine Stellenanzeige hin bei Mr. Penumbra, der in San Francisco eine alte...

    Ute sagt: "Wirklich eine sonderbare Geschichte"
    "Wirklich eine sonderbare Geschichte"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Bei diesem Hörbuch verlockten mich Titel und Coverbild gleichermaßen zum Kauf. Natürlich hatte ich bei der Beschreibung einer alten verstaubten Buchhandlung eine gewisse Vorstellung, was mich in dieser Geschichte erwarten würde. Doch es kam anders. Ganz anders. Denn dass hier Computer und insbesondere Google derart intensiv den Fortgang des Romans bestimmen würden, nun, damit hatte ich ganz sicher nicht gerechnet.

    Die Beschreibung der Personen fand ich ok. Alle waren sie sehr verschieden, einer skurriler als der andere. Hier war also für viel Abwechslung gesorgt. Auch die Beschreibung der Buchhandlung fand ich durchaus sehr interessant und außergewöhnlich. Der Schreibstil war flott und flüssig, was durch die rasante Sprechweise von Roland Wolf noch untermauert wurde.

    Die Geschichte an sich fand ich sehr sonderbar. Aber gut, das Buch heißt ja auch “Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra”. Im Original heißt es wohl “The 24-hours-Bookstore”, doch in diesem Fall finde ich den deutschen Titel fast treffender, weil sonderbarer. Aber das ändert nichts daran, dass ich vom Inhalt sehr überrascht war, jedoch nicht im positivsten Sinne. Mir wurde durch die gesamte Story Google zu sehr verherrlicht. Es gab kein Körnchen Kritik an seinem Umgang mit unseren Daten. Aber davon abgesehen, fand ich auch das Geheimnis, das hier gelüftet werden sollte, nicht ganz so spannend, wie man es sich gewünscht hätte. Ok, die Idee war nicht schlecht, aber trotzdem wurde ich nicht mitgerissen, um dieses Geheimnis endlich zu lüften.

    Somit ist “Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra” für mich nur eine mittelmäßige Geschichte, die zwar engagiert und gut von Roland Wolf gesprochen wurde, die aber meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Ich denke, dass es für Computerfreaks aber eine durchaus spannende Lektüre sein könnte.

    26 von 32 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das Leben ist ein listiger Kater

    • ungekürzt (04 Std. 09 Min.)
    • Von Marie-Sabine Roger
    • Gesprochen von Armin Hauser
    Gesamt
    (3)
    Sprecher
    (3)
    Geschichte
    (3)

    Zum Leben ist es nie zu spät. Im Krankenhaus ziehen sich die Tage wie Kaugummi...

    Ute sagt: "Nette Unterhaltung für zwischendurch"
    "Nette Unterhaltung für zwischendurch"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Irgendwie kam mir das Cover bekannt vor. Nach kurzem Überlegen dämmerte es mir. Von Marie-Sabine Roger hatte ich schon einmal einen Roman gehört. Das Buch hieß: “Das Labyrinth der Wörter“ und ich fand es toll. So überlegte ich nicht lange und lud mir auch dieses Hörbuch herunter.

    Um was es in der Geschichte geht, ist eigentlich schon recht gut in der obigen Beschreibung erläutert. Jean-Pierre ist ein alter Muffel, am liebsten alleine und kann es nicht leiden, wenn er ständig von anderen Menschen genervt wird. Doch im Krankenhaus in seinem Gipskorsett kann er sich nicht davonschleichen. Er ist den aufdringlichen Menschen gnadenlos ausgeliefert. Anfangs nervt ihn das ganz furchtbar, doch nach und nach gewöhnt er sich ein wenig daran…

    Die Beschreibung der Protagonisten fand ich durchweg gut und vorstellbar. Auch die Schilderung des Krankenhausalltags fand ich durchaus glaubhaft. Der Schreibstil war flüssig und es ließ sich mühelos zuhören ohne sich groß anstrengen zu müssen. Spannend ist die Geschichte nicht, will sie auch gar nicht sein. Es ist vielmehr ein kleiner Entwicklungsroman, der die Veränderung des alten Griesgrams sehr nett beschreibt.

    Hier und da musste ich sogar laut lachen, denn humorvoll ist diese Story durchaus auch. Zwar nicht durchgängig, aber dadurch kommen die kleinen, fein gesetzten Höhepunkte sehr gut zur Geltung.

    Armin Hauser fand ich recht gut als Sprecher, wenn er mich jetzt auch nicht umgehauen hat. Aber seine Stimme passte durchaus gut zu dem alten griesgrämigen Jean-Pierre.

    Insgesamt ist “Das Leben ist ein listiger Kater” eine nette Unterhaltung für zwischendurch, die einen hier und da auch zum Lachen bringt. Warum das Buch heißt wie es heißt, kommt erst ganz zum Schluss ans Licht. Und dieses Ende hat mir durchaus gut gefallen.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.

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