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Ute

Heppenheim, Deutschland

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  • Der Klang der Lüge

    • ungekürzt (09 Std. 51 Min.)
    • Von Liv Winterberg
    • Gesprochen von Gabriele Blum
    Gesamt
    (6)
    Sprecher
    (5)
    Geschichte
    (6)

    Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen...

    Ute sagt: "Ein schöner historischer Roman"
    "Ein schöner historischer Roman"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Von Liv Winterberg habe ich bisher das Hörbuch “Vom andere Ende der Welt” gehört. Dieses hatte mir sehr gut gefallen. Somit fiel die Entscheidung leicht, als ich “Der Klang der Lüge” bei Audible entdeckte.

    Wie auch schon in “Vom anderen Ende der Welt” haben wir es auch in dieser Geschichte mit einer starken Frau zu tun, die sich so leicht nicht unterkriegen lässt. Völlig ausgehungert kommt sie mit ihren ehemaligen 2 Herren (sie arbeitete bei ihnen als Magd) in dem Dorf Pamiers an. Dort werden die drei herzlich aufgenommen und Alissende bekommt auch gleich eine Arbeit, da die alte Magd die ganze Arbeit alleine nicht mehr so recht schafft.

    Alissende sind Relgionen völlig egal. Ihr sind die Menschen wichtiger, als ihre religiösen Ansichten. Somit stört es sie auch nicht, dass sie hier in einem Dorf gelandet ist, das religiös gesehen dem Bischoff leider missfällt. Alisende will einfach nur glücklich sein, ihre Arbeit machen und das besondere i-Tüpfelchen für sie ist natürlich Simon der Hirte, in den sie sich auf Anhieb verliebt hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie bemerkt, dass Simon die gleichen Gefühle für sie hegt. Ein Groschenroman würde hier wahrscheinlich sein Ende finden. Doch damit haben wir es hier ja ein Glück nicht zu tun.

    Der Bischoff hat sich in den Kopf gesetzt, das Böse in dem Dorf auszumerzen. Somit verhört er einige wenige Leute und verspricht ihnen dafür das, was sie sich schon immer gewünscht haben. Der Bischoff ist eben ein guter Menschenkenner und ist auch äußerst gut über die Lebensumstände der Befragten informiert. Es ist für ihn also ein Leichtes, an die Informationen zu kommen, die er haben möchte. Da konnten sich die Befragten noch so sehr vornehmen, dass sie nur dies oder das erzählen und niemals jemanden verraten würden. Doch durch die vielen Bruchstücke kann sich der Bischoff sehr wohl ein Bild machen und zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Die Folgen sind furchtbar. Alle Erwachsenen aus dem Dorf werden eingekerkert, manchen droht die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

    Durch die Hilfe des halbwüchsigen und sehr cleveren Paul gelingt Alissende die Flucht, als die Männer des Bischoffs das Dorf stürmen. So bleibt Alissende alleine mit einer Horde von Kindern zurück, deren Eltern allesamt mitgenommen wurden. Alissende wollte zwar eigentlich nur ein schönes Leben führen, doch nun kann und will sie sich nicht mehr aus allem heraushalten. Nun muss sie Farbe bekennen und ihr Bestes geben, damit alle überleben können. Und sie wächst schier über sich selbst hinaus…

    Auch “Der Klang der Lüge” hat mich wieder bestens unterhalten. Die Protagonisten waren gut beschrieben und glaubhaft dargestellt, die Erzählweise sehr flüssig und die Story insgesamt interessant. Doch so ein kleines Tüpfelchen von Leidenschaft hat mir trotzdem gefehlt. Das hatte mir bei “Vom anderen Ende der Welt” besser gefallen.

    Doch nichtsdestotrotz ist “Der Klang der Lüge” wieder eine sehr schöne Geschichte, bei der die Zeit im Nu vergeht und bei der man keine Minute Langeweile hat. Liv Winterberg versteht es einfach sehr gut, Geschichten mit historischem Hintergrund spannend zu erzählen.

    Dieses Hörbuch wurde wieder von Gabriele Blum gesprochen. Und auch hier hat sie mir sehr gut gefallen.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Lucy

    • ungekürzt (12 Std. 04 Min.)
    • Von Laurence Gonzales
    • Gesprochen von Nadja Schulz-Berlinghoff
    Gesamt
    (40)
    Sprecher
    (36)
    Geschichte
    (34)

    Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Regenwald bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf...

    Ute sagt: "Ich bin begeistert!"
    "Ich bin begeistert!"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Manchmal stößt man durch Zufall auf ein tolles Hörbuch. Ich hatte bei Facebook einen Trailer zu dem Film “Lucy” gesehen. Das Thema fand ich interessant. Ich wollte mir aber nicht den Film ansehen sondern es als Hörbuch hören. Somit stieß ich auf “Lucy” von Laurence Gonzales. Ist zwar ein anderes Thema, aber das fand ich noch viel verlockender als das Filmthema. Und schon war es meins.

    Das Hörbuch fängt sehr spannend an. Jenny – eine Primatenforscherin im Kongo – muss Hals über Kopf ihr Camp im Dschungel verlassen, da der Bürgerkrieg nun auch ihr Gebiet erreicht hat. Sie flüchtet zunächst zu dem Camp des Wissenschaftlers Stone. Doch dieser wurde bereits ermordet. Im Camp entdeckt sie Stones Tochter Lucy, 14 Jahre, die sie unüberlegt einfach mit sich nimmt. Nur weg, weg von den Schüssen, weg vom Kriegsgebiet. Ihnen gelingt die Flucht zunächst nach London und dann weiter in die USA, wo Jenny herkommt. In London hatte Jenny vergeblich versucht, Verwandte von Lucy aufzutreiben. Doch ihre Aussage war richtig – sie hat keine. Mittlerweile haben sich die beiden richtig aneinander gewöhnt und Jenny möchte Lucy adoptieren.

    Zu diesem Zeitpunkt weiß Jenny bereits, dass Lucy “anders” ist. Sie hat die Aufzeichnungen von Stone – die sie bei ihrer Flucht aus dem Dschungel mitgenommen hat – gelesen. Lucy ist das Produkt eines wahnwitzigen Experiments. Stone wollte die Menschheit verbessern! Deshalb hat er eine Bonobo-Dame mit seinem eigenen Samen befruchtet: Lucy ist das “Ergebnis” dieses Versuchs. Lucy ist ein tolles Mädchen. Sie sieht aus wie ein Mensch, sie kann reden, ist gebildet – nur mit den amerikanischen Gepflogenheiten kennt sie sich nicht aus. Wie auch. Sie wuchs ja ausschließlich im Dschungel auf. Doch sie lernt schnell und passt ihr Verhalten sehr flink an. Auch mit der Unterstützung von Amanda, ihrer Freundin, die sie in der Schule kennengelernt hat.

    Doch Lucy kann noch einiges mehr. So hat sie z. B. enorme Kräfte und kann mit den Tieren “im großen Strom” kommunizieren. Ihr Instinkt ist äußerst ausgesprägt, sie spürt Gefahr viel früher als ein “normaler” Mensch.

    Jenny und Lucy haben beschlossen, dass ihr Geheimnis niemals an die Öffentlichkeit dringen darf. Denn dann wäre sie in größter Gefahr. Doch wie es natürlich kommen musste, wird Lucy krank. Sie muss ins Krankenhaus. Dort wird sie behandelt – natürlich wird ihr Blut abgenommen. Und schon sind die ersten Zweifel da. Wie kann sich ein Mensch mit einem Virus anstecken, der ausschließlich für Tiere ansteckend ist, nicht aber für den Menschen? Das Virus hat sich jedenfalls nicht verändert.

    Jenny, Lucy und Amanda beschließen, dass sie der Gerüchteküche der Medien etc. zuvorkommen wollen. Lucy outet sich über das Internet. Von da an beginnt eine Jagd auf Leben und Tod.

    “Lucy” war eine Story so richtig nach meinem Geschmack. Stellen sich hier doch gleich ganz viele Fragen nach Moral, nach Vorurteilen, nach “muss man wirklich alles austesten, was möglich ist”, nach Gerechtigkeit, nach: Was bedeutet es, Mensch zu sein und was macht den Menschen eigentlich aus, darf man anders sein, wie reagiert die Gesellschaft, wer ist Freund, wer ist Feind u. v. m? Man könnte diese Frageliste noch immens erweitern.

    Lucy schwebt in einer gesetzlosen Zone. Denn zu was zählt sie nun? Zu den Menschen? Oder doch zu den Tieren? Sie ist ja nunmal zu 50 % Mensch und zu 50 % Menschenaffe.

    Die Protagonisten fand ich sehr gut gezeichnet. Jenny war anfangs ziemlich blauäugig – ok, für meinen Geschmack etwas zu blauäugig für eine Wissenschaftlerin, die sich seit Jahren mit Bonobos beschäftigt. Doch sie hat sich während der Story sehr gut entwickelt und wurde dann zu einer Figur, die ich auch sehr glaubhaft fand. Lucy war von Anfang an sehr sympathisch dargestellt. Auch ihre unbeholfene und teils altbackene Ausdrucksweise fand ich sehr charmant. Ihren Lernprozess fand ich ebenfalls sehr gut dargestellt. Amanda, Lucys Freundin, ist eine Freundin, wie man sie sich wünscht. Sie steht immer hinter Lucy – egal was passiert. Natürlich gibt es noch viele weitere Personen in dem Plot, doch bei den Dreien möchte ich es belassen.

    Und nun zum Thema Spannung. Die Flucht aus dem Dschungel und die Entdeckung von Lucy fand ich klasse. Somit war der Einstieg toll, spannend, sehr nach meinem Geschmack. Doch dann flachte die Spannung ab. Mir fehlte der Aufbau eines Spannungsbogens. Das gab es im ersten Drittel nach meiner Empfindung kaum. Es passierte zwar schon einiges, aber das dann eher Knall auf Fall. Also völlig unvermittelt. Das kann zwar mal die richtige Wahl sein, aber auf die Dauer fand ich das etwas ermüdend. Die Story plätschert vor sich hin, dann Wumm – na, wieder wach? Und dann weiter im Geplätscher… bis zum nächsten Wumm. Doch das war nur im ersten Drittel so. Danach änderte sich. Ein Glück! In den letzten zwei Dritteln wurde der Spannungsbogen hochgeschraubt und blieb auch konstant auf hohem Niveau. Hier flog die Zeit und die Story nur so dahin.

    Bei diesem Hörbuch geht es übrigens nicht nur erschreckend zu. Es gibt natürlich sehr viele Momente, bei denen man weinen und schreien und ausrasten möchte. Aber der Humor kommt auf jeden Fall auch nicht zu kurz. Es gibt auch einiges zu Lachen.

    Die Sprecherin kannte ich bisher noch nicht. Sie hat mir aber mit ihrer etwas distanzierten Art sehr gut gefallen. Mir ist es sehr leicht gefallen, ihr zuzuhören. Die Story an sich ist schon prall genug, so dass die Sprecherin mit ihrer zurückhaltenden Art meiner Meinung nach alles richtig gemacht hat. Ihre Art der Betonung und ihre Stimme fand ich auch sehr schön.

    Gestern, als ich das Hörbuch beendet hatte, dachte ich: Ok, die Story kann nicht die vollen Pingu-Punkte bekommen, da das erste Drittel einfach zu langatmig war. Heute habe ich mir dann nochmals Gedanken gemacht, die Story nochmals Revue passieren lassen und habe meine Meinung revidiert. Die Story verdient nichts anderes als glatte 5,0 Pingu-Punkte. Über den Spannungsmangel im ersten Drittel kann ich locker hinweg sehen. Denn sowohl die Protagonisten als auch die Spannung haben sich während der Geschichte enorm entwickelt und gesteigert. Und so soll es doch sein, oder?!

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Elision: Begegnung mit einer Weisen

    • ungekürzt (02 Std. 04 Min.)
    • Von Peter Allmend
    • Gesprochen von Crescentia Dünßer, Hans-Jürgen Stockerl
    Gesamt
    (9)
    Sprecher
    (8)
    Geschichte
    (9)

    Ein Hörbuch, das in den Tag ein Licht fallen lässt und jedes Herz berührt! Ein Züricher Anwalt zieht sich in die Berge zurück und trifft dort vor einer Almhütte...

    Ute sagt: "Ein Herzensbuch"
    "Ein Herzensbuch"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Angeregt durch „Der geheime Plan Ihres Lebens“ stöberte ich bei Audible und stieß auf dieses Kleinod.

    Peter Allmend hat mit Elision ein wunderbares Buch geschrieben, das Herz und Seele berührt. Wer mal eine Auszeit vom Alltag braucht und gerne etwas spirituell und philosophisch verreisen will, der ist mit diesem Hörbuch bestens bedient.

    Es geht hier um die essentiellen Fragen des Lebens. Was bedeutet Glück wirklich, was Liebe, was ist Angst, wie schaut es mit Verzeihen aus und was kommt nach dem Tod?

    Die beiden treffen sich einige Tage hintereinander in den Bergen und Elision erklärt ihm, was er noch nicht richtig verstanden hat. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die beiden zu „belauschen“.

    Die beiden Sprecher passten auch sehr gut zu dieser Geschichte. Somit waren die zwei Stunden für mich ein wahrer Hörgenuss. Und – was ich noch nie gemacht habe – direkt nachdem ich es zu Ende gehört hatte, habe ich wieder von vorne angefangen. So gut hat es mir gefallen.

    Elision ist nun kein Buch, das ich vorbehaltlos empfehlen möchte. Man sollte schon offen für Spirituelles sein. Doch für mich ist es ein wahres Herzensbuch geworden und kommt somit auf meine Lieblingsliste.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bruderherz

    • ungekürzt (13 Std. 14 Min.)
    • Von Susan Wilkins
    • Gesprochen von Vera Teltz
    Gesamt
    (15)
    Sprecher
    (14)
    Geschichte
    (13)

    Joey Phelps, das "Bruderherz" aus dem Titel, Anfang zwanzig, mit unschuldigem Engelsgesicht, stammt aus einem berühmt-berüchtigten Londoner...

    Ute sagt: "Sehr düster, sehr spannend"
    "Sehr düster, sehr spannend"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Bei dieser Geschichte musste ich einige Unterbrechungen einlegen, da sie unheimlich düster und tragisch ist.

    Eine Frau – sie heißt Kaz – verbüßt eine Gefängnisstrafe für eine Tat, die nicht sie sondern ihn Bruder verübt hat. Kaz hat nur einen Wunsch: sie will ihr eigenes Leben führen und nichts mehr mit ihrer Familie zu tun haben. Sie möchte Kunst studieren. Doch leider ist das bei dieser Familie, insbesondere dem skrupellosen Bruder, nicht so einfach. Kaum ist sie auf Bewährung wieder draußen, will er sie wieder in seine skrupellosen Drogengeschäfte einbinden. Sie wehrt sich mit Händen und Füßen. Doch wer solch eine Familie hat, braucht keine Feinde mehr.

    Den Plot fand ich durchaus gut und auch sehr spannend. Doch die Atmosphäre war derart düster, dass ich mir dieses Hörbuch nicht am Stück anhören konnte. Sonst wäre ich wohl in tiefste Depressionen verfallen. Aber mit Unterbrechungen und dem Hören von anderen Hörbüchern zwischendurch, konnte ich mich Stück für Stück durch diese Gänsehautgeschichte hören.

    Die Protagonisten empfand ich als ziemlich gut beschrieben. Auch die Schilderung von Kaz` Gefühlswelt hat mir sehr gut gefallen. Die Dramatik hielt über die gesamte Länge der Geschichte an, so dass man – kaum hatte man etwas Hoffnung geschöpft – wieder eines Besseren belehrt wurde und um Kaz zittern musste.

    Die Sprecherin Vera Teltz hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat diesen harten Text sehr einfühlsam und betont gesprochen. Mir hat der Kontrast ihrer weichen Art und der knallharten Story gut gefallen. Das gab eine interessante Mixtur.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Der geheime Plan Ihres Lebens: Woher, wohin, warum?

    • ungekürzt (05 Std. 47 Min.)
    • Von Ruediger Schache
    • Gesprochen von Ruediger Schache, Johannes Steck
    Gesamt
    (24)
    Sprecher
    (20)
    Geschichte
    (21)

    Wünsche werden nur wahr, wenn sie mit unserem Seelenplan übereinstimmen. Woher kommen wir? Was ist unsere Aufgabe in diesem Leben?

    Sofie sagt: "Hammer!!!!!"
    "Sehr interessant -> Perspektivenwechsel"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Manchmal frage ich mich schon: Was hat das Leben eigentlich mit mir vor? Bin ich wirklich der Autor im Roman meines Lebens? Oder schreibt diesen Roman doch eher ein anderer und ich bin der Protagonist, den der Autor nach seinem Belieben handeln lässt?

    So, wer nun denkt, ich sei esoterisch angehaucht, der täuscht sich. Eigentlich bin ich ein bodenständiger Realist und glaube nur das, was sich auch beweisen lässt. Warum ich mir dann dieses Hörbuch geholt habe? Nun, weil es eben doch unheimlich viele Dinge gibt, die ich mir überhaupt nicht logisch erklären kann, die mich aber immer wieder staunen lassen.

    Dieses Hörbuch hat nun meine Perspektive auf das Leben und die unerklärlichen Dinge darin etwas erweitert. Ich fand es sehr spannend, diesen Ansichten zuzuhören und ja – ich gebe es zu – ab und an dachte ich: ok, das könnte natürlich eine Erklärung für dies oder das sein.

    Kurzum, mir hat es sehr gut gefallen und ich fühle mich nun ein wenig reicher an Verständnis für all das Unerklärliche um mich herum. Was nicht heißen soll, dass ich dem Inhalt voll und ganz zustimme und diese Ansichten ganz und gar teile. Nein, soweit möchte ich nicht gehen. Aber hier und da – ja, kam ich schon ins Grübeln.

    Sehr schön fand ich auch, dass dieses Hörbuch von dem Autor selbst und von Johannes Steck gelesen wurde. So wurde für mich dieses Sachbuch zu einem spannenden Unterhaltungsroman.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • 6 Uhr 41

    • ungekürzt (03 Std. 49 Min.)
    • Von Jean-Philippe Blondel
    • Gesprochen von Andrea Sawatzki, Christian Berkel
    Gesamt
    (5)
    Sprecher
    (5)
    Geschichte
    (5)

    "Kann eine Zugfahrt unser Leben verändern?" La vie du rail...

    Ute sagt: "Eine skurrile Zugfahrt"
    "Eine skurrile Zugfahrt"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Cécile und Philippe sitzen im Zug zufällig nebeneinander. Sie kennen sich von früher, hatten einmal eine Beziehung, die übel zu Ende ging. Erzählt werden hier die Erinnerungen der beiden – jede für sich. Jeder aus seiner Sicht der Dinge. Stück für Stück setzt sich so also zusammen, was damals passiert ist. Und auch die Gegenwart, sprich, in welches Leben es sie verschlagen hat, wird erzählt.

    Man sitzt nun also mit den Stöpseln im Ohr da, lauscht der Story und stellt sich die Situation vor. Schon skurril. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen fand ich auch sehr interessant. Hier und da gab es auch durchaus witzige Szenen und Formulierungen, ich musste öfters schmunzeln. Nicht zuletzt wegen der genialen Leistung des Paares Andrea Sawatzki und Christian Berkel.

    Mich hat diese kurze Reise in die Vergangenheit von Cécile und Philippe ziemlich gut unterhalten. Und auch den Schluss fand ich stimmig und passend.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Farm der Tiere

    • ungekürzt (03 Std. 46 Min.)
    • Von George Orwell
    • Gesprochen von Hans Korte
    Gesamt
    (44)
    Sprecher
    (14)
    Geschichte
    (14)

    "Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere."

    folgren sagt: "Unter Schweinen"
    "Vier Beine gut, zwei Beine schlecht - genial!"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    “Vier Beine gut, zwei Beine schlecht”.

    Es gibt Bücher, die sollte man öfters in seinem Leben lesen oder hören. “Farm der Tiere” gehört hier eindeutig dazu. Vor vielen Jahren habe ich es gelesen, jetzt habe ich es nochmals gehört. Und was soll ich sagen: ich war wieder fasziniert von dieser Fabel.

    Orwell beschreibt sehr faszinierend die “shifting baselines” anhand der kleinen aber feinen Gesesetzesänderungen, die sich an der Gesetzeswand an der Scheune plötzlich über Nacht wiederfinden. Man wundert sich zwar, aber unternimmt nichts – man nimmt es einfach hin. Klasse fand ich auch die Auswahl der Tiere. Dass ausgerechnet die Schweine die “Herrschaft” übernommen haben und man diese zum Schluss nicht mehr vom Menschen unterscheiden konnte, fand ich sehr aussagekräftig.

    Sehr toll fand ich auch die Lesung von Hans Korte. Er hat es mit viel Leidenschaft und sehr professionell vorgetragen. Und: er hat sogar das Lied gesungen! Wenn auch in einer gänzlich anderen Melodie, als im Text beschrieben wurde. Aber egal. Ich fands toll.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Gefährliches Talent

    • ungekürzt (08 Std. 40 Min.)
    • Von Charlotte Elkins, Aaron Elkins
    • Gesprochen von Sabina Godec
    Gesamt
    (13)
    Sprecher
    (12)
    Geschichte
    (12)

    Alix London hat eine glänzende Karriere als Kunstberaterin vor sich, eine schicke Wohnung im besten Viertel von Seattle und eine tolle Figur...

    Ute sagt: "Netter Krimi, hatte mir aber mehr erhofft"
    "Netter Krimi, hatte mir aber mehr erhofft"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Viel von der Geschichte braucht man eigentlich nicht zu erzählen, denn sie ist oben schon recht ausführlich beschrieben.

    Talent zu haben ist immer gut. Und da ich das Thema interessant fand, holte ich mir dieses Hörbuch. Gleich in den ersten Minuten stockte mir der Atem. Den Einstieg fand ich somit sehr gelungen. Es gab noch ein paar weitere spannende Szenen, doch bis auf eine weitere waren sie alle nicht so spannend wie der Einstieg. Die Geschichte plätscherte in meinen Ohren vor sich hin, war recht interessant anzuhören, doch so wirklich hat sie mich nicht berührt.

    Alix London fand ich als Person ein wenig unglaubwürdig. Da denkt man, man hat es mit einer armen kleinen Looserin zu tun und dann entpuppt sie sich als wahres Multitalent, die in ihrem jungen Leben schon so einiges erlebt hatte. So kann sie plötzlich mit einer Waffe umgehen, kann bestens einen Lamborghini fahren etc. und das auf einer engen, kurvigen Bergstraße. Na, mir kam es manchmal so vor, dass ihr dieses Können dann halt angedichtet werden musste, da die Story sonst nicht hätte weiter gehen können. Das passende Ereignis aus ihrer Vergangenheit wurde zügig nachgeliefert.

    Ihr eigentliches Talent, echte Kunst von einer Fälschung zu unterscheiden, war mir hingegen nicht ausgefeilt genug. Wie sie zu ihrem Ergebnis kam, war mir zu wischiwaschi, als dass ich sie wirklich als Expertin bezeichnen würde. Aber sympathisch fand ich Alix trotzdem.

    Chris LeMay hat mir da schon viel besser gefallen. Sie war wesentlich authentischer und immer für eine lustige Szene gut. D. h. ich habe während der Story schon auch sehr viel geschmunzelt.

    Die Sprecherin Sabina Godec hat mir gut gefallen. Sie hätte vielleicht ein wenig mehr Schwung in ihre Lesung bringen können, aber so war es auch durchaus ok.

    Somit war “Gefährliche Tugend” zwar eine kleine Enttäuschung für meine Erwartungshaltung, aber insgesamt waren es recht kurzweilige gut achteinhalb Stunden, die mit wenigen Highlights auskommen musste.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Später Ruhm

    • ungekürzt (03 Std. 23 Min.)
    • Von Arthur Schnitzler
    • Gesprochen von Udo Samel
    Gesamt
    (3)
    Sprecher
    (2)
    Geschichte
    (2)

    Späten Ruhm erfährt Eduard Saxberger in vorgerücktem Alter. Ein junger Mann sucht ihn auf und gibt sich als Leser der "Wanderungen" zu erkennen...

    Ute sagt: "Ein Hörbuch für meine Bestenliste"
    "Ein Hörbuch für meine Bestenliste"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Habe ich schon erwähnt, dass ich Arthur Schnitzler genial finde? Nein? Na, jetzt ist es raus. Als ich vor kurzem dieses Hörbuch entdeckte, zögerte ich deshalb auch nicht lange.

    Eduard Saxberger wird von einem jungen Mann aufgesucht. Dieser gibt sich als großer Verehrer von Saxberger zu erkennen. Er habe die “Wanderungen” gelesen und halte dies für die ganz große Literatur. Saxberger ist natürlich gerührt. Denn niemand erinnert sich mehr an die “Wanderungen”, die er als junger Mann veröffentlichte. Er arbeitet seit Jahren im Amt und keiner seiner Freunde im Gasthaus, das er täglich nach der Arbeit aufsucht, weiß überhaupt, dass er jemals ein Büchlein veröffentlicht hat.

    So bekommt er nun die späte Anerkennung von diesem jungen Mann, der ihn auch gleich dazu einlädt, ihn und seine gleichgesinnten Freunde im Caféhaus einmal zu besuchen. Zunächst ziert er sich etwas, ist aber doch auch sehr berührt. Durch Zufall trifft er eben diesen jungen Herrn ein paar Tage später auf der Straße, der ihn direkt überredet, nun gleich seine Freunde vom Schriftstellerverein “Begeisterung” kennenzulernen. Als sie im Caféhaus eintreffen und Herr Maier Herrn Saxberger vorstellt, sind die jungen Leute voller Bewunderung und Ehrerbietung für den greisen grandiosen Schriftsteller. Hüte werden gelüpft, Verbeugungen getätigt, Stühle angeboten. Herr Saxberger ist perplex, verwundert und doch auch sehr gerührt von seinen jungen Verehren.

    Es kommt, wie es kommen muss. Herr Saxberger fühlt sich bald in der Gesellschaft der jungen Leute wohler, als bei seinen alten Freunden im Gasthaus, die er gefühlsmäßig immer mehr zu Banausen und gewöhnlichen Menschen degradiert.

    Bald plant die “Begeisterung” eine Veranstaltung, bei der sie ihre Werke, die bisher niemanden interessierte, vorzustellen. Als Highlight soll auch aus Eduard Saxbergers neuestem Werk vorgetragen werden. Einzig Saxberger hat seit Jahren nicht mehr geschrieben! Und nun hat er zugestimmt, für diesen Leseabend ein neues Gedicht zu schreiben.

    Mehr will ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

    “Später Ruhm” ist ein weiteres Glanzstück aus Schnitzlers Feder. Ich kann es kaum fassen, dass er erst 32 Jahre alt war, als er dies geschrieben hat. Die Charaktere sind durchweg brillant ausgearbeitet. Aber natürlich insbesondere die Gefühlswelt des Eduard Saxberger hätte man nicht besser beschreiben können. Und das ist eben die Stärke an Schnitzler, die mir so wahnsinnig gut gefällt. Seine Beschreibungen sind jederzeit so echt, so wahr, dass man es einfach immer nachvollziehen kann. Da kommt kein Zweifel auf, denn man ist ja selbst ein Mensch mit einer Gefühlswelt und weiß, wie man selbst auf dies oder das reagiert. Der eine mehr, der andere weniger. Aber doch kennt es jeder von sich selbst.

    Die Sprache ist ein weiteres Schmankerl, das dieses Hörbuch für mich zu einem Highlight gemacht hat. Fein, zurückhaltend und trotzdem sehr ausdrucksstark in Wort und Satzbildung. Eine Ausdrucksweise, die man in der heutigen Literatur nur noch selten findet. Leider. Und damit meine ich nicht die für heutige Begriffe etwas angestaubte Wortwahl, sondern vielmehr die Kunst, den perfekten Ausdruck zu finden. Nicht ein Wort, das in etwa das meint, was man eigentlich sagen will. Sondern eben genau das eine Wort, das die Empfindung ausdrückt, die man auch rüberbringen will.

    Udo Samel als Sprecher war mir bis dato gänzlich unbekannt. Doch nachdem ich kurz die Hörprobe angehört hatte, war mir klar: der passt. Und genau so verhielt es sich dann auch. Samel hätte Saxberger und auch die gesamte Geschichte nicht besser sprechen können. Ich fand ihn wirklich grandios.

    Und so habe ich endlich mal wieder ein Hörbuch für meine Lieblingsliste gefunden.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Gefährliche Tiefen (Summer Westin 3)

    • ungekürzt (11 Std. 25 Min.)
    • Von Pamela S. Beason
    • Gesprochen von Christiane Marx
    Gesamt
    (12)
    Sprecher
    (10)
    Geschichte
    (11)

    Die Wildbiologin Summer Westin erhält das Angebot, eine Expedition zu den Galápagos-Inseln zu begleiten. Doch inmitten von Riesenschildkröten...

    Ute sagt: "Gleichbleibend gute Qualität, wieder sehr spannend"
    "Gleichbleibend gute Qualität, wieder sehr spannend"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Im dritten Band um die Wildbiologin Summer Westin wird sie auf eine Expedition zu den Galápagos-Inseln geschickt. Sie soll täglich einen Blog über die Natur zu Lande und zu Wasser schreiben. Dafür muss sie sich in 2 Persönlichkeiten aufteilen. Die eine – Summer – schreibt von den Erlebnissen an Land und die andere beschreibt das Leben unter Wasser.

    Schnell wird ihr klar, dass das Paradies hier mehr als in Gefahr ist. Überfischung droht auch hier alles zu zerstören, alles dem lieben Profit zuliebe. Bei ihren Nachforschungen gerät sie und ihr Partner schnell in gefährliche Situationen. Will sie jemand umbringen? Nur damit sie schweigen? Als ihr Partner beim Tauchen zu Tode kommt, wird es dann richtig brisant für Summer.

    Auch der dritte Band ist wieder voll von Abenteuer und Wildnis gepaart mit der Mischung aus Profit, Gier, Neid – eben unserer Gesellschaft. Die Natur wird mit Füßen getreten und Summer versucht, dagegen anzukämpfen. Ihr Freund gerät derweil bei einem Undercover-Einsatz in Lebensgefahr und dieses Mal dauert es nun wirklich sehr lange, bis sich die beiden endlich wieder sehen.

    Ich fühlte mich wieder bestens und kurzweilig unterhalten. Christiane Marx hat ihre Rolle als Sprecherin wieder gebührend gemeistert und ich warte nun sehnsüchtig auf den nächsten Band mit Summer Westin, der furchtlosen Wildbiologin, die ich mittlerweile richtig gerne habe.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.

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