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Ute

Heppenheim, Deutschland

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  • Gefährliches Talent

    • ungekürzt (08 Std. 40 Min.)
    • Von Charlotte Elkins, Aaron Elkins
    • Gesprochen von Sabina Godec
    Gesamt
    (12)
    Sprecher
    (11)
    Geschichte
    (11)

    Alix London hat eine glänzende Karriere als Kunstberaterin vor sich, eine schicke Wohnung im besten Viertel von Seattle und eine tolle Figur...

    Ute sagt: "Netter Krimi, hatte mir aber mehr erhofft"
    "Netter Krimi, hatte mir aber mehr erhofft"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Viel von der Geschichte braucht man eigentlich nicht zu erzählen, denn sie ist oben schon recht ausführlich beschrieben.

    Talent zu haben ist immer gut. Und da ich das Thema interessant fand, holte ich mir dieses Hörbuch. Gleich in den ersten Minuten stockte mir der Atem. Den Einstieg fand ich somit sehr gelungen. Es gab noch ein paar weitere spannende Szenen, doch bis auf eine weitere waren sie alle nicht so spannend wie der Einstieg. Die Geschichte plätscherte in meinen Ohren vor sich hin, war recht interessant anzuhören, doch so wirklich hat sie mich nicht berührt.

    Alix London fand ich als Person ein wenig unglaubwürdig. Da denkt man, man hat es mit einer armen kleinen Looserin zu tun und dann entpuppt sie sich als wahres Multitalent, die in ihrem jungen Leben schon so einiges erlebt hatte. So kann sie plötzlich mit einer Waffe umgehen, kann bestens einen Lamborghini fahren etc. und das auf einer engen, kurvigen Bergstraße. Na, mir kam es manchmal so vor, dass ihr dieses Können dann halt angedichtet werden musste, da die Story sonst nicht hätte weiter gehen können. Das passende Ereignis aus ihrer Vergangenheit wurde zügig nachgeliefert.

    Ihr eigentliches Talent, echte Kunst von einer Fälschung zu unterscheiden, war mir hingegen nicht ausgefeilt genug. Wie sie zu ihrem Ergebnis kam, war mir zu wischiwaschi, als dass ich sie wirklich als Expertin bezeichnen würde. Aber sympathisch fand ich Alix trotzdem.

    Chris LeMay hat mir da schon viel besser gefallen. Sie war wesentlich authentischer und immer für eine lustige Szene gut. D. h. ich habe während der Story schon auch sehr viel geschmunzelt.

    Die Sprecherin Sabina Godec hat mir gut gefallen. Sie hätte vielleicht ein wenig mehr Schwung in ihre Lesung bringen können, aber so war es auch durchaus ok.

    Somit war “Gefährliche Tugend” zwar eine kleine Enttäuschung für meine Erwartungshaltung, aber insgesamt waren es recht kurzweilige gut achteinhalb Stunden, die mit wenigen Highlights auskommen musste.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Später Ruhm

    • ungekürzt (03 Std. 23 Min.)
    • Von Arthur Schnitzler
    • Gesprochen von Udo Samel
    Gesamt
    (3)
    Sprecher
    (2)
    Geschichte
    (2)

    Späten Ruhm erfährt Eduard Saxberger in vorgerücktem Alter. Ein junger Mann sucht ihn auf und gibt sich als Leser der "Wanderungen" zu erkennen...

    Ute sagt: "Ein Hörbuch für meine Bestenliste"
    "Ein Hörbuch für meine Bestenliste"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Habe ich schon erwähnt, dass ich Arthur Schnitzler genial finde? Nein? Na, jetzt ist es raus. Als ich vor kurzem dieses Hörbuch entdeckte, zögerte ich deshalb auch nicht lange.

    Eduard Saxberger wird von einem jungen Mann aufgesucht. Dieser gibt sich als großer Verehrer von Saxberger zu erkennen. Er habe die “Wanderungen” gelesen und halte dies für die ganz große Literatur. Saxberger ist natürlich gerührt. Denn niemand erinnert sich mehr an die “Wanderungen”, die er als junger Mann veröffentlichte. Er arbeitet seit Jahren im Amt und keiner seiner Freunde im Gasthaus, das er täglich nach der Arbeit aufsucht, weiß überhaupt, dass er jemals ein Büchlein veröffentlicht hat.

    So bekommt er nun die späte Anerkennung von diesem jungen Mann, der ihn auch gleich dazu einlädt, ihn und seine gleichgesinnten Freunde im Caféhaus einmal zu besuchen. Zunächst ziert er sich etwas, ist aber doch auch sehr berührt. Durch Zufall trifft er eben diesen jungen Herrn ein paar Tage später auf der Straße, der ihn direkt überredet, nun gleich seine Freunde vom Schriftstellerverein “Begeisterung” kennenzulernen. Als sie im Caféhaus eintreffen und Herr Maier Herrn Saxberger vorstellt, sind die jungen Leute voller Bewunderung und Ehrerbietung für den greisen grandiosen Schriftsteller. Hüte werden gelüpft, Verbeugungen getätigt, Stühle angeboten. Herr Saxberger ist perplex, verwundert und doch auch sehr gerührt von seinen jungen Verehren.

    Es kommt, wie es kommen muss. Herr Saxberger fühlt sich bald in der Gesellschaft der jungen Leute wohler, als bei seinen alten Freunden im Gasthaus, die er gefühlsmäßig immer mehr zu Banausen und gewöhnlichen Menschen degradiert.

    Bald plant die “Begeisterung” eine Veranstaltung, bei der sie ihre Werke, die bisher niemanden interessierte, vorzustellen. Als Highlight soll auch aus Eduard Saxbergers neuestem Werk vorgetragen werden. Einzig Saxberger hat seit Jahren nicht mehr geschrieben! Und nun hat er zugestimmt, für diesen Leseabend ein neues Gedicht zu schreiben.

    Mehr will ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

    “Später Ruhm” ist ein weiteres Glanzstück aus Schnitzlers Feder. Ich kann es kaum fassen, dass er erst 32 Jahre alt war, als er dies geschrieben hat. Die Charaktere sind durchweg brillant ausgearbeitet. Aber natürlich insbesondere die Gefühlswelt des Eduard Saxberger hätte man nicht besser beschreiben können. Und das ist eben die Stärke an Schnitzler, die mir so wahnsinnig gut gefällt. Seine Beschreibungen sind jederzeit so echt, so wahr, dass man es einfach immer nachvollziehen kann. Da kommt kein Zweifel auf, denn man ist ja selbst ein Mensch mit einer Gefühlswelt und weiß, wie man selbst auf dies oder das reagiert. Der eine mehr, der andere weniger. Aber doch kennt es jeder von sich selbst.

    Die Sprache ist ein weiteres Schmankerl, das dieses Hörbuch für mich zu einem Highlight gemacht hat. Fein, zurückhaltend und trotzdem sehr ausdrucksstark in Wort und Satzbildung. Eine Ausdrucksweise, die man in der heutigen Literatur nur noch selten findet. Leider. Und damit meine ich nicht die für heutige Begriffe etwas angestaubte Wortwahl, sondern vielmehr die Kunst, den perfekten Ausdruck zu finden. Nicht ein Wort, das in etwa das meint, was man eigentlich sagen will. Sondern eben genau das eine Wort, das die Empfindung ausdrückt, die man auch rüberbringen will.

    Udo Samel als Sprecher war mir bis dato gänzlich unbekannt. Doch nachdem ich kurz die Hörprobe angehört hatte, war mir klar: der passt. Und genau so verhielt es sich dann auch. Samel hätte Saxberger und auch die gesamte Geschichte nicht besser sprechen können. Ich fand ihn wirklich grandios.

    Und so habe ich endlich mal wieder ein Hörbuch für meine Lieblingsliste gefunden.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Gefährliche Tiefen (Summer Westin 3)

    • ungekürzt (11 Std. 25 Min.)
    • Von Pamela S. Beason
    • Gesprochen von Christiane Marx
    Gesamt
    (11)
    Sprecher
    (9)
    Geschichte
    (10)

    Die Wildbiologin Summer Westin erhält das Angebot, eine Expedition zu den Galápagos-Inseln zu begleiten. Doch inmitten von Riesenschildkröten...

    Ute sagt: "Gleichbleibend gute Qualität, wieder sehr spannend"
    "Gleichbleibend gute Qualität, wieder sehr spannend"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Im dritten Band um die Wildbiologin Summer Westin wird sie auf eine Expedition zu den Galápagos-Inseln geschickt. Sie soll täglich einen Blog über die Natur zu Lande und zu Wasser schreiben. Dafür muss sie sich in 2 Persönlichkeiten aufteilen. Die eine – Summer – schreibt von den Erlebnissen an Land und die andere beschreibt das Leben unter Wasser.

    Schnell wird ihr klar, dass das Paradies hier mehr als in Gefahr ist. Überfischung droht auch hier alles zu zerstören, alles dem lieben Profit zuliebe. Bei ihren Nachforschungen gerät sie und ihr Partner schnell in gefährliche Situationen. Will sie jemand umbringen? Nur damit sie schweigen? Als ihr Partner beim Tauchen zu Tode kommt, wird es dann richtig brisant für Summer.

    Auch der dritte Band ist wieder voll von Abenteuer und Wildnis gepaart mit der Mischung aus Profit, Gier, Neid – eben unserer Gesellschaft. Die Natur wird mit Füßen getreten und Summer versucht, dagegen anzukämpfen. Ihr Freund gerät derweil bei einem Undercover-Einsatz in Lebensgefahr und dieses Mal dauert es nun wirklich sehr lange, bis sich die beiden endlich wieder sehen.

    Ich fühlte mich wieder bestens und kurzweilig unterhalten. Christiane Marx hat ihre Rolle als Sprecherin wieder gebührend gemeistert und ich warte nun sehnsüchtig auf den nächsten Band mit Summer Westin, der furchtlosen Wildbiologin, die ich mittlerweile richtig gerne habe.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Kalter Grund (Pia Korittki 1)

    • ungekürzt (07 Std. 20 Min.)
    • Von Eva Almstädt
    • Gesprochen von Anne Moll
    Gesamt
    (34)
    Sprecher
    (28)
    Geschichte
    (30)

    Ein mysteriöser Dreifachmord auf einem Bauernhof versetzt die Bewohner eines holsteinischen Dorfes in Angst...

    Ute sagt: "Guter Einstieg in die Krimireihe!"
    "Guter Einstieg in die Krimireihe!"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Vor kurzem hatte ich den 9. Fall von Pia Korittki gehört. Einzig aus dem Grund, weil es zunächst nur Teil 9 bei Audible gab. Dieser hatte mir ziemlich gut gefallen, so war ich sehr erfreut, als ich den 1. Fall erblickte. Kaum gesehen, hatte ich ihn auch schon geladen und angefangen zu hören.

    Klar ist Pia in ihrem ersten Fall noch recht unerfahren. Doch sie ist auch voller Power und Motivation, was den nicht gerade netten Kollegen sehr gegen den Strich geht. Sie wollen sie “klein und unten” halten. Aber nicht mit Pia! Immerhin geht es hier um 3 Tote und bald schwebt eine 4. Person in Lebensgefahr. Pia wiedersetzt sich vielen Regeln und Maßgaben, um den Mörder zu stoppen.

    Während des Hörens hatte ich sehr viele Verdächtige im Visier. Das gefällt mir ja immer besonders gut, wenn man so schön in die Irre geführt wird und lange im Dunkeln tappt. Und wie auch im 9. Fall gerät Pia zum Ende hin wieder selbst in Lebensgefahr.

    Die Auflösung fand ich schlüssig und spannend erzählt, wie überhaupt der ganze Krimi. Im Vergleich zu Fall 9 konnte man “quasi im Schnelldurchlauf” sehr gut Pias Entwicklung erkennen. Denn die Erfahrung und “Abgebrühtheit” wie sie es in Fall 9 zu Tage legt, hat sie in ihrem ersten Fall natürlich noch nicht. Und das ist auch gut so.

    Die Sprecherin Anne Moll fand ich toll! Sie hat diesen Dialekt perfekt gesprochen (soweit ich das als Südhessin beurteilen kann).

    Und nun bleibt zu hoffen, dass Audible auch die Fälle 2 bis 8 veröffentlichen wird. Ich freu mich schon drauf!

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Schattenspiel in Moll

    • ungekürzt (06 Std. 27 Min.)
    • Von Kerstin Lange
    • Gesprochen von Christian Stotz
    Gesamt
    (1)
    Sprecher
    (1)
    Geschichte
    (1)

    Während die Stadt Neuss dem Schützenfest entgegen fiebert, freut sich Volontär Konstantin Degen auf das Exklusivinterview mit Eugen Hausmann...

    Ute sagt: "Solider Krimi mit einem leider recht mauen Ende"
    "Solider Krimi mit einem leider recht mauen Ende"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Dieses Hörbuch machte mich neugierig, da es in Neuss spielt. In Neuss wohnt eine liebe Freundin von mir, da wird man ja schon mal hellhörig. Nach dem Hören der Hörprobe war ich restlos überzeugt, dieser Krimi ist bestimmt toll! Denn der Einstieg war richtig gut. Ich hatte sofort eine fette Gänsehaut – zum Einen wegen des Erzählten und zum Anderen wegen der Piano-Untermalung. Ich zögerte also nicht lange und lud mir den Titel auf meinen iPod.

    Das Hörbuch beginnt also mit dem bereits Gehörten. Und schon wieder hatte ich eine Gänsehaut. Dann geht die Story weiter. Ganz anders – man ist plötzlich in einem ganz anderen Szenario. Ok. Ist ja nicht unüblich für einen Krimi-Einstieg. Konstantin ist ein junger Volontär, der aufgrund der Berühmtheit seines Vaters den Job bei der Zeitung bekommen hatte. Nur leider ist der Sprößling nicht ganz so talentiert wie erhofft. Das fällt natürlich recht schnell auf. Doch dann bekommt Konstantin die Chance zum Durchbruch. Der berühmte, aber medienscheue Pianist Hausmann ist von Berlin in seine Geburtsstadt Neuss gezogen, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. Konstantin bekommt aufgrund der alten Bekanntschaft seiner Mutter zu dem Pianisten ein Exklusivinterviewtermin mit Hausmann. Doch kurz vor dem Termin wird dieser mit schwersten Vergiftungen aufgefunden. Wenig später stirbt Hausmann an der Vergiftung.

    Konstantin fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. So weit, so gut.

    Dieser Krimi fängt super spannend an, doch leider kann er diese Spannung nicht halten. Recht bald nach dem Einstieg flaut die Story etwas ab, bleibt zwar noch gut und ich wollte auch unbedingt wissen, wie es weitergeht, aber der Spannungsbogen hing erstmal ein ordentliches Stück durch.

    Die Protagonisten – allen voran Konstantin – waren zwar recht gut gezeichnet, aber die Sympathie meinerseits wollte einfach nicht so recht überspringen. Ok, die Mutter war nervig, aber recht eindimensional. Konstantin war ein Naivling, der noch einiges zu lernen hat – und er tut sich schwer damit. Ja, insgesamt hat mir bei allen Personen einfach etwas die Tiefe gefehlt. Man konnte der Story aber trotzdem gut lauschen, denn flüssig erzählt ist sie.

    Doch das Ende hat mich wirklich sehr enttäuscht. Antiquiert, einfalls- und lustlos. Hm. Somit möchte ich das Hörbuch in 3 Stufen einteilen: Der Anfang: 5 Pingu-Punkte mit Sternchen, der Mittelteil: knappe 4 Pingus, das Ende: gerade mal noch so 2 Pingus.

    In Verbindung mit der jungen, sehr engagierten und durchaus ausbaufähigen Stimme von Christian Stotz ergibt das eine Gesamtwertung von 3,2 Pingu-Punkten.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

    • gekürzt (03 Std. 49 Min.)
    • Von Giulia Enders
    • Gesprochen von Giulia Enders
    Gesamt
    (162)
    Sprecher
    (150)
    Geschichte
    (148)

    Explizit vom Darm zu sprechen, ist weitestgehend tabu. Dabei hat dieses Organ einen Orden verdient! Mit gesunder Darmflora können wir Übergewicht...

    Dr. Oliver Wildner sagt: "Sehr humorvolle Beschreibung des Darms"
    "Witzig, spritzig und doch sehr lehrreich. Toll!"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Darm mit Charme – gestern habe ich mir das Hörbuch heruntergeladen und gestern habe ich das Hörbuch auch in einem Rutsch durchgehört. Ich bin nun mächtig beeindruckt von meinem Darm und seinen Bewohnern und vor allem habe ich viel gelacht beim Lauschen der Lektüre. Ist wirklich lustig und charmant erzählt und erklärt und vor allem sehr interessant und lehrreich. Mit vielen anschaulichen Methaphern werden hier einige Vorgänge im menschlichen Körper erklärt, so dass auch ein Laie dieses komplizierte Thema und die ausgeklügelten Vorgänge im Darm durchaus verstehen kann.

    Ich hätte nie gedacht, dass der Darm z. B. auch Auswirkungen auf die Psyche haben könnte. Überhaupt hätte ich nicht gedacht, dass der Darm so ein großer Herrscher im menschlichen Körper ist. Ich muss gestehen, den Stellenwert des Darms im ganzen menschlichen Gefüge habe ich mächtig unterschätzt. Klar kennt man den Spruch: Du bist, was du isst. Aber nach der Lektüre dieses Hörbuches versteht man auch warum!

    Sehr schön fand ich auch, dass aufgrund neuester Forschungsergebnisse Thor Heyerdahls Vermutung, dass Polynesien von Peru aus entdeckt wurde, bestätigt werden konnten. Alles aufgrund von kleinen Darmbakterien. Ok, Thor Heyerdahl hat es ja schon mit der Kon-Tiki bewiesen, aber schön, wenn es dann nochmals bestätigt wird. Schade nur, dass Heyerdahl 2003 gestorben ist und dieses somit nicht mehr erlebt hat. Er hätte sich bestimmt sehr gefreut.

    Darm mit Charme – dieser Titel passt perfekt zu diesem Sachbuch. Denn nicht nur der Schreibstil kommt äußerst locker daher, auch das Organ, um das es geht, hat bei mir nun einen höheren Stellenwert erhalten. Und ja, der Darm verhält sich ja schon ab und an sehr charmant seinem “Eigner” gegenüber.

    Giulia Enders, die dieses Buch geschrieben hat, hat es auch selbst vorgetragen und das absolut bravourös. Denn sie hat eine angenehme Stimme und hat diesem eigentlichen Tabu-Thema eine sehr charmante und entspannte Note aufgesetzt. Ein Sachbuch, das sich in einem sehr modernen Gewand präsentiert. Nichts da mit staubtrocken und todlangweilig. Dieses Sachbuch macht einfach Spaß.

    Ich denke, ich werde es in naher Zukunft nochmals hören, da hier wirklich sehr viele Informationen präsentiert und auch sehr viele gute Tipps gegeben werden.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das Zeichen der Schwalbe

    • ungekürzt (15 Std. 50 Min.)
    • Von Helen Bryan
    • Gesprochen von Ulrike Hübschmann
    Gesamt
    (26)
    Sprecher
    (22)
    Geschichte
    (21)

    Menina überlebt als Kleinkind einen verheerenden Wirbelsturm, der über die südamerikanische Pazifikküste hinweggefegt ist...

    Ute sagt: "Abwechslungsreiche Unterhaltung"
    "Abwechslungsreiche Unterhaltung"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen im 16. Jahrhundert, als die Inquisition in Spanien tobte und zum anderen in der Gegenwart. Anfangs sind die Wechsel zwischen den Zeiten ausgeglichen und ich fand das sehr abwechslungsreich. Doch dann verliert sich dieser Rhythmus zwischen den Zeiten. Plötzlich werden sehr lange Passagen aus der Vergangenheit erzählt, viele Einzelschicksale werden durchleuchtet und ausführlich beschrieben – hier hatte ich dann kurzzeitig fast vergessen, dass es ja auch noch die Story aus der Gegenwart gibt. Dann wurde kurz in die Gegenwart geschwenkt, stimmt, da war ja noch was, dachte ich dann.

    Zum Ende hin hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Autorin ein wenig die Lust verloren hatte. Denn einige der vielen, vielen Handlungsstränge blieben offen, wurden überhaupt nicht mehr aufgegriffen und einiges, was einer ausführlicheren Erklärung bedurft hätte, wurde zu einem abrupten Ende kurz zusammengefasst. Das fand ich sehr schade.

    Aber nichtsdestotrotz ist “Das Zeichen der Schwalbe” ein sehr interessanter Roman, der mich über die meiste Zeit gut unterhalten hatte. Durch die vielen geschilderten Einzelschicksale war die Story stets abwechslungsreich.

    Ulrike Hübschmann als Sprecherin hat mir gut gefallen, wenn auch ihre Stimme ab und an etwas “gequetscht” klang.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Die weißen Schatten der Nacht

    • ungekürzt (09 Std. 24 Min.)
    • Von Sabine Klewe
    • Gesprochen von Thomas Schmuckert
    Gesamt
    (91)
    Sprecher
    (49)
    Geschichte
    (50)

    Düsseldorf in der Vorweihnachtszeit. Die zehnjährige Antonia Bruckmann wird mit gebrochenem Genick zu Hause aufgefunden...

    Lithi sagt: "Spannung und Überraschung garantiert"
    "Spannend aufgebaut - tolles Ende"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Von Sabine Klewe habe ich vor knapp einem Jahr “Der Seele weißes Blut” gehört. Das hatte mir gefallen. Ergo wollte ich wissen, ob mir auch “Die weißen Schatten der Nacht” gefallen würde. Und ja, es gefiel mir.

    Die Story entwickelt sich zunächst recht langsam. Lange tappt man mit den Kommissaren im Dunkeln, denn von Kindern – die sich geschworen haben, nichts zu verraten – etwas zu erfahren, kann ja durchaus ein recht schwieriges Unterfangen sein. Das wurde in diesem Thriller sehr deutlich. Und trotzdem war die Story keineswegs langatmig.

    Als man aber so langsam ahnte, “wo der Hase lang läuft”, wollte ich es zunächst nicht glauben. Doch klar, es war absolut logisch und meiner Meinung nach auch stimmig. Und doch blieb ich am Ende mit offenem Mund und sprachlos zurück. Denn mit diesem Ende hatte ich zunächst überhaupt nicht gerechnet.

    “Die weißen Schatten der Nacht” war ein Thriller nach meinem Geschmack. Die Story baute sich behutsam auf, nach und nach nahm sie Fahrt auf und am Ende stand man sprachlos da. Toll.

    Thomas Schmuckert fand ich wieder ziemlich gut – nur manchmal könnte er wirklich ein wenig mehr Gas geben.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Zeitsplitter: Die Jägerin

    • gekürzt (06 Std. 15 Min.)
    • Von Cristin Terrill
    • Gesprochen von Jodie Ahlborn, Britta Steffenhagen
    Gesamt
    (8)
    Sprecher
    (8)
    Geschichte
    (8)

    Em ist seit Monaten in eine winzige Zelle gesperrt und rechnet fast täglich mit dem Tod. Ihr bleibt allein die geheime Kommunikation mit Finn...

    Ute sagt: "Sehr gut!"
    "Sehr gut!"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Dieses Hörbuch ist ein Zeitreise-Roman. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man mit dem Hören anfängt. Denn ich war zunächst leicht verwirrt. Ich hatte die Beschreibung nicht aufmerksam genug gelesen – mich verleitete hier mehr das schöne Cover zum Hören.

    Die Story hat mir richtig gut gefallen. Denn: kann man aus der Erfahrung etwas lernen? Und kann man das Schicksal beeinflussen, wenn man genau weiß, wie es sich entwickeln wird, wenn man es so laufen lässt, wie es eben läuft? Bringt man es als Mensch wirklich fertig, den Mann, den man liebt zu töten, um zu verhindern, dass er in der Zukunft etwas schlimmes tut? Und wie wird man damit fertig, wenn man sich selbst erlebt, wie man in der Zukunft agiert?

    Die Umsetzung der ganzen Thematik hat mir sehr gut gefallen – ich war mit dabei in der kleinen Zelle gefangen, ich habe mitgelitten, mitgefiebert und mitgekämpft. Wollte sogar Ratschläge erteilen…

    Na, kurz und gut: Ich fand das Hörbuch toll. Und wer Zeitreise-Romane mag, der liegt mit diesem hier garantiert nicht falsch.

    Sehr gut fand ich auch die Auswahl der beiden Sprecherinnen. Denn zum Einen machten beide ihre Sache richtig gut und zum Anderen konnte man so recht leicht unterscheiden, ob gerade Em oder Marina aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählte.

    1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Lang sind die Schatten (Inka Luhmann 2)

    • ungekürzt (10 Std. 55 Min.)
    • Von Oliver Welter, Michael Gantenberg
    • Gesprochen von Vera Teltz
    Gesamt
    (9)
    Sprecher
    (9)
    Geschichte
    (9)

    Schock beim Stock-Car-Rennen: im hohen Bogen fliegt beim Finish eine Leiche aus dem Kofferraum des Siegerautos...

    Ute sagt: "Beste Krimiunterhaltung"
    "Beste Krimiunterhaltung"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    “Lang sind die Schatten” war ein Krimi genau nach meinem Geschmack. Was haben wir hier also: einen tollen Auftakt mit einem schockierenden Leichenfund, eine sympathische Kommissarin, deren Mann – ebenfalls Polizist jedoch in Elternzeit – gleichermaßen sympathisch ist, ein sehr gut beschriebenes und bunt gemischtes Ermittlerteam, jede Menge Spannung und einen Showdown, der seines Gleichen sucht.

    Lange tappte ich mit Inka Luhmann und ihrem Team im Dunkeln, wer denn der Mörder des im Stock-Car aufgefundenen Toten ist. Als es dann noch einen Mord gibt und einiges auf den selben Mörder schließen lässt, anderes jedoch auch wieder nicht, steht man nun komplett ratlos da. Ist es ein Serientäter? Und wenn ja, was ist sein Motiv, nach welchen Kriterien sucht er seine Opfer aus? Und warum sind sie Morde und die Leichenfundorte doch so unterschiedlich?

    Auch als einem die Lösung langsam dämmert, nimmt das kein bisschen die Spannung, da der Mörder ja schließlich erst noch gefasst werden muss. Und das erweist sich als gar nicht so einfach.

    Ich fand die Mischung zwischen Ermittlungsarbeit und Familienleben der Luhmanns sehr gelungen. Es fügte sich alles wunderbar zusammen. Sehr gut fand ich auch, dass – als sie von einem Regelverstoß ihres Mannes erfuhr und völlig entsetzt darüber war – sie später selbst in eine Situation geriet, in der sie sich zwischen Regeln/Gesetze und Recht entscheiden musste.

    Ganz zum Schluss klärt sich auch noch auf, warum der Titel “Lang sind die Schatten” heißt.

    Vera Teltz als Sprecherin fand ich auch sehr passend. Diesen Krimi möchte ich als beste Krimiunterhaltung bewerten. Denn ich lauschte den knapp 11 Stunden gebannt – und zwar in jeder Minute.

    7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.

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