Keine Rezension mehr von Simone

Sie erhalten keine weiteren Empfehlungen basierend auf den Rezensionen und Bewertungen dieses Hörers.

Sie können diesem Hörer jedoch jederzeit wieder folgen.

OK

You now follow Simone

Sie erhalten fortan Benachrichtigungen sobald dieser Hörer eine neue Rezension schreibt sowie Empfehlungen basierend auf der Bibliothek oder den Tipps des Hörers.

Falls Sie dem Hörer nicht mehr folgen möchten, können Sie dies jederzeit rückgängig machen.

OK

Simone

Würzburg, Deutschland

Bewertungen
51
Rezensionen
51
Ich folge
0
Mir folgen
2
Mal mit
„hilfreich“
bewertet
83

  • Dunkle Halunken

    • ungekürzt (11 Std. 26 Min.)
    • Von Terry Pratchett
    • Gesprochen von Stefan Kaminski
    Gesamt
    (167)
    Sprecher
    (153)
    Geschichte
    (150)

    Hilflose Schönheiten zittern vor dunklen Feinden, Schriftsteller versuchen sich als Detektive und mörderische Barbiere erledigen ihre Opfer...

    Simone sagt: "Auch ohne Scheibenwelt einfach großartig"
    "Auch ohne Scheibenwelt einfach großartig"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    Dodger ist ein Tosher, er lebt vom dem, was er in der Londoner Kanalisation des 18. Jahrhunderts so findet. Das kann einiges sein, manchmal aber auch gerade genug zum überleben. Eines Abends hört er auf einer seiner Runden eine Frau um Hilfe rufen. Er rettet sie vor üblen Ganoven und rutscht damit unfreiwillig in eine Geschichte, die sein ganzes Leben verändert. Bei der Suche nach den Halunken helfen ihm Charles Dickens und sein Freund Mayhew, die noch nicht die einzigen illustren Gestalten sind, die hier auftauchen. Und wer ist das Mädchen, das sie gerettet haben? Warum will sie nicht verraten woher sie kommt und wer ihr Böses will?
    „Dunkle Halunken“ ist kein Scheibenweltroman, aber ein großartiger Roman. Eigentlich schon fast ein historischer Kriminalroman, bei dem sich der Autor ein paar historische Freiheiten genommen hat. Eindeutig ist die Reminiszenz an Charles Dickens. Der hier, wie schon verraten, auch als Charakter auftaucht. Aber auch die restlichen Protagonisten könnten einem Roman von Dickens entsprungen sein, Dodger erinnert an vielen Stellen an „Oliver Twist“, auch „Große Erwartungen“ schimmert hier und da durch.
    Dass Pratchett das viktorianische England so grandios beschreibt, das man stellenweise meint, mitten drin zu sein, liegt wohl auch ein wenig daran, dass es Ankh-Morpork gar nicht so unähnlich ist. Eine ganze Reihe verschiedenster Charaktere bevölkert die Stadt über und in der Kanalisation, nicht nur Dodger gibt dem Roman Farbe. Selbst Nebenrollen bekommen genug Gesicht, um dem Leser oder Hörer in Erinnerung zu bleiben. Und der eine oder andere Name dürfte den meisten bekannt sein, wie zum Beispiel Sweeney Todd. Dessen Geschichte mir in dieser Version wirklich nahe ging.
    Stefan Kaminski liest „Dunkle Halunken“ einfach perfekt. Keine übertriebenen Betonungen, aber Leben in jedem Wort. Seine Stimme passt zu jedem der beschriebenen Charaktere, er gehört auch zu den wenigen männlichen Sprechern, die weibliche Charaktere nicht durch übertrieben piepsige Männerstimmen nervig gestalten.
    Es macht einfach Spaß, dem gerissenen Dodger auf seinem Weg in eine ihm ganz fremde Welt zu folgen. Pratchett schreibt großartig, egal ob auf der Scheibenwelt oder sonst wo in welcher Welt auch immer. Mein Hörbuchtipp für alle, die gerne einfach mal in fremde Welten abtauchen wollen.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das letzte Königreich (Uhtred 1)

    • gekürzt (06 Std. 39 Min.)
    • Von Bernard Cornwell
    • Gesprochen von Gerd Andresen
    Gesamt
    (42)
    Sprecher
    (34)
    Geschichte
    (33)

    Nordengland im 9. Jahrhundert. Die christlichen Sachsen versuchen ihr Land und ihren Glauben gegen die heidnischen Wikinger zu verteidigen...

    Simone sagt: "Historie leicht einschläfernd gelesen"
    "Historie leicht einschläfernd gelesen"
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte

    „Das letzte Königreich“ spielt im 9. Jahrhundert in Nordengland. Die Dänen fallen ein, versuchen den sächsischen Christen das Land zu entreißen. Uhtred Uhtredson ist zehn Jahre alt, als er in seine erste Schlacht reitet. Eine verheerende Schlacht für seine Seite, sein Vater und viele andere fallen. Er selbst stellt sich furchtlos dem dänischen Fürsten Ragnar, was diesen so beeindruckt, dass er ihn gefangen nimmt, statt ihn zu töten. Uhtred wächst unter Dänen auf und wird mit der Zeit immer weniger Gefanger, immer mehr Däne. Er lernt wie sie zu kämpfen und ihren Glauben. Als Ragnar Jahre später fällt, muss Uhtred sich entscheiden. Will er bei den Dänen bleiben oder zurück zu den Sachsen und König Alfred dienen?

    Cornwell schreibt historische Romane, die diese Beschreibung verdienen. Keine Liebesgeschichten im historischen Gewand, sondern historisch korrekte Beschreibungen des Lebens zu dieser Zeit. Ungeschönt und voller Details, auch in den Schlachten. Die sorgfältige Recherche wird in vielen Kleinigkeiten sichtbar und lässt diese längst vergangenen Zeiten für den Leser wieder auferleben.
    „Das letzte Königreich“ ist der erste Band der Reihe um Uhtred, die inzwischen sieben Bände umfasst. Uhtred wechselt hier mehrfach die Seiten, nicht immer ganz freiwillig. Er ist zwischen den Seiten hin und hergerissen, ist sowohl Däne als auch Sachse. Dem Leser bringt das Einsichten in beide Lebensarten und Kampfarten. Es gibt kein eindeutig gutes oder böses Volk, was mir immer sehr gut gefällt.
    Allerdings hätte ich wohl doch besser zum Buch als zum Hörbuch gegriffen. Mit der Stimme des Sprechers Gerd Andresen wurde ich nicht warm. Er liest zwar nicht eintönig, moduliert aber unabhängig von der gerade gelesenen Szene immer gleich. Sei es eine Schlacht oder Alltagsszenen, man hört keinen Unterschied. Auf die Dauer wirkte das recht einschläfernd auf mich, ich konnte der Geschichte stellenweise nur schwer folgen.
    Als Buch eine Empfehlung, als Hörbuch leider weniger.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • The Ocean at the End of the Lane: A Novel

    • ungekürzt (05 Std. 48 Min.)
    • Von Neil Gaiman
    • Gesprochen von Neil Gaiman
    Gesamt
    (36)
    Sprecher
    (28)
    Geschichte
    (28)

    The darkness was unleashed, something scary and thoroughly incomprehensible to a little boy. And Lettie - magical, comforting, wise beyond her years - promised to protect him....

    querbeet sagt: "Dunkles Märchen für Erwachsene"
    "Großartig, eben Gaiman"
    Gesamt

    Er ist ein erwachsener Mann und kehrt nach langer Zeit für eine Beerdigung zurück an den Ort seiner Kindheit. Und beginnt sich zu erinnern. Auch an die Hempstocks, die auf einer Farm am Ende der Straße lebten. Seine Freundin Lettie Hempstock und ihren Ozean, der eigentlich ein Teich ist. Dann erinnert er sich plötzlich wieder an alles, was er lange verdrängt hatte. Den Untermieter, der sich das Leben nahm. Das unheimliche Wesen, das er mit Lettie im Wald fand und das einen Weg in ihre Welt suchte. Und in seinem Fuß fand. Das seltsame Kindermädchen Ursula Monkton, von dem nur er und Lettie wussten, was sie wirklich war. Das furchtbare Ende ihres Abenteuers.
    „The Ocean at the End of the Lane“ ist eine lange Kurzgeschichte. Das merkt man auch an einigen Stellen, zum Beispiel werden kaum Personen näher beschrieben oder gar länger eingeführt. Der Leser landet sofort in der Geschichte. Was mich überhaupt nicht störte. Die Zielgruppe ist auch eindeutig ein jüngeres Publikum, obwohl einige gruselige Elemente für junge Leser nicht ganz ohne sind, ganz zu schweigen vom Ende. Es gibt einige Stellen, an denen ich sehr mit dem siebenjährigen Jungen mitlitt.
    Wie gewohnt entführt Neil Gaiman seine Leser und Hörer mit einer wunderbaren Sprache in eine Welt die unsere ist und auch wieder nicht. Denn es gibt so vieles, was hinter dem Vorhang lauert und nur von wenigen wahrgenommen wird. Das macht die besondere Atmosphäre auch dieses Buches aus.
    Als ganz besonderes Schmankerl liest Neil Gaiman die englische Version dieses Hörbuchs selbst. Er gehört zu den wenigen Autoren, die tatsächlich beides können, schreiben und lesen. Stimme, Betonung, Geschwindigkeit, hier passt einfach alles und lässt einen innerhalb von Sekunden in dieser unheimlichen Welt versinken.
    Ein großartiges Hörbuch, das ich jedem empfehlen kann, der leicht fantastisch angehauchte Versionen unserer Welt mag.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Kings of Cool

    • gekürzt (05 Std. 53 Min.)
    • Von Don Winslow
    • Gesprochen von Dietmar Wunder
    Gesamt
    (31)
    Sprecher
    (12)
    Geschichte
    (12)

    Kalifornien, Laguna Beach: Aussteiger, die in Versuchung geraten, Lokalhelden und Träumer, die nicht genug bekommen...

    Simone sagt: "Besser lesen"
    "Besser lesen"
    Gesamt

    Laguna Beach, Kalifornien. Paradies der Surfer und Drogendealer. Chon, Ben und O haben eine große Marihuanazucht aufgebaut und züchten erstklassiges Dope. Beim Handel gibt es allerdings ein paar Schwierigkeiten, nicht nur die Konkurrenz, auch korrupte Polizisten machen ihnen das Leben schwer.
    Vierzig Jahre vorher, gleicher Ort. Der 14jährige John lernt den Doc kennen, einen Drogendealer. Anfangs wird er nur für kleine Botendienste benutzt. Aber dann will er richtig Geld verdienen und steigt voll ins Geschäft mit ein.

    Beide Geschichten hängen eng miteinander zusammen, denn Chon, Ben und O folgen unwissender Weise der Geschichte ihrer Familien.

    „Kings of Cool“ ist hart und es wird nichts geschönt, oft klingt leiser Sarkasmus im Text mit. Aber ich bereue, dass ich es gehört habe, statt es zu lesen. Erst nach einer ganzen Weile habe ich gemerkt, dass die zwei Erzählstränge Jahre auseinander liegen. Der ständige schnelle Wechsel zwischen den Kapiteln hat es nicht leicht gemacht, den Zeitenwechseln zu folgen. Erschwert wurde es noch zusätzlich dadurch, dass die beiden Hauptcharaktere Chon und John heißen. Die unterschiedliche Aussprache merkt man nur, wenn beide zusammen auftreten, und selbst dann nur marginal. Schriftlich funktioniert das einwandfrei, gelesen ist es schwierig. Die Kürzung des Textes habe ich zwar nicht explizit gemerkt, aber ich denke mal, dass sie die Zeitsprünge auch nicht besser verständlich gemacht hat.

    Der Sprecher Dietmar Wunder hat seinen Job wieder großartig gemacht, er passt gut zur Stimmung des Buches. Man merkt auch, dass er sich redlich Mühe gab, John und Chon zu unterscheiden, an ihm lag meine Verwirrung definitiv nicht.

    Ein Buch, das ich wohl noch mal lesen müsste, weil mir der Stil grundsätzlich gut gefiel. Leider war es für die Umsetzung als Hörbuch nicht wirklich geeignet.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Knapp am Herz vorbei

    • gekürzt (09 Std. 40 Min.)
    • Von J. R. Moehringer
    • Gesprochen von Burghart Klaußner
    Gesamt
    (37)
    Sprecher
    (18)
    Geschichte
    (19)

    New York, Weihnachten 1969. Willie Sutton packt seine Bücher ein und räumt seine Zelle. Endlich Freiheit. Nach 17 Jahren...

    Simone sagt: "Großartig!"
    "Großartig!"
    Gesamt

    Willie Sutton, Amerikas beliebtester Bankräuber, wird nach 17 Jahren Haft kurz vor Weihnachten überraschend begnadigt. Seine ersten Tage in Freiheit verbringt er damit, einem Journalisten und einem Fotografen die wichtigsten Stationen seines Lebens zu zeigen und seine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte von über 100 Banküberfällen, ohne auch nur einen Schuss abzugeben. Von mehreren Verhaftungen und nicht nur einer Flucht aus dem Gefängnis. Der unerfüllten Liebe zu Bess, die ihn Zeit seines Lebens begleitete.

    Moehringer schreibt hier die fiktive Biographie von Willie Sutton. Schon im Roman selbst wird klar, dass so einiges doch anders war, als Willie es hier erzählt. In der Realität war es wohl wieder ganz anders. Aber Willie Sutton lebte wirklich und war für viele eine Art Robin Hood, der den reichen Bankiers immer wieder gezeigt hat, dass sie nicht vor ihm sicher sind.

    Mit Hilfe von Sutton lässt Moehringer die Vergangenheit aufleben, eine Zeit der Bankenkrisen und großen Arbeitslosigkeit, die Sutton regelrecht dazu gezwungen hat, nicht ganz legal seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

    Willie hatte im Gefängnis viel Zeit für Bücher, hat die Literatur entdeckt. Das kommt dem Leser zu Gute, denn Moehringer lässt Sutton diese Belesenheit mit einer beeindruckenden Sprache ausleben. Man kann dieses Buch einfach nur genießen, sei es wegen der sympathischen Charaktere oder der geschliffenen Sprache.

    Der Sprecher des Hörbuchs, Burghart Klaußner, verkörpert den leicht kauzigen Alt-Bankräuber ganz wunderbar. Ich hätte ihm noch stundenlang zuhören können, wie er Sutton und auch den anderen Charakteren im Buch Leben verlieh.

    Eindeutig ein Hörbuch-Tipp! Vielleicht sogar eines der Bücher, die man hörend noch mehr genießen kann als lesend.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Das Erwachen (Hyddenworld 2)

    • ungekürzt (16 Std. 18 Min.)
    • Von William Horwood
    • Gesprochen von Jona Mues
    Gesamt
    (15)
    Sprecher
    (5)
    Geschichte
    (5)

    Als eines Sommerabends Erdbeben Hyddenworld erschüttern, erblickt ein Kind das Licht der Welt. Und genau in dieser Nacht erwacht endlich der seit Jahr...

    Kai sagt: "Einiges Unerwartetes"
    "Großartige Fantasy"
    Gesamt

    Jack und Katherine kehren gerade noch rechtzeitig aus Hyddenworld zurück, dass ihre Tochter Judith zuhause geboren wird. Doch sie ist kein normales Kind, Judith ist die Schildmaid. Ein schweres Los, vom ersten Tag ihres Lebens an. Nicht nur, weil eine große Aufgabe vor ihr liegt. Die vier Steine der Jahreszeiten müssen wieder im Amulett zusammen kommen, um die Erde zu retten. Erdbeben und Überschwemmungen sind die ersten Anzeichen, dass ihre Zeit naht. Doch nicht nur in der Menschenwelt wird es unruhig, auch in Hyddenworld. Mehrere Parteien haben ihre ganz eigenen Interessen an den Steinen, gleichgültig, was ihre eigentliche Aufgabe ist.
    Auch vom zweiten Teil der Reihe Hyddenworld bin ich wieder begeistert. Wer viel Fantasy liest, stößt unwiderruflich immer wieder auf die gleichen Geschichten. Auch diese hier beinhaltet bekannte Facetten, aber mit wunderbarer Sprache und faszinierenden Charakteren zu etwas ganz neuem verwoben. Es gibt hier keine klassischen Helden, nur ganz normale Menschen und Hydden. Die ihre Pflicht tun, auch wenn ihnen ein Leben in der Bibliothek lieber wäre, als das nächste lebensgefährliche Abenteuer.
    „Hyddenworld“ ist einerseits klassische Fantasy, andererseits etwas ganz Besonderes. Wie so viele gute Fantasybücher bei Hobbit Presse von Klett Cotta erschienen, einem Verlag, der in der Phantastik für sprachlich wie inhaltlich besondere Bücher steht.
    Der Sprecher Jona Mues setzt viele der Charakter so gut um, dass ich kein Problem damit hatte, von vielen schon ein Bild zu haben. Den ersten Band hatte ich gelesen, diesen zweiten gehört. Seine Interpretation stimmte zum Glück mit meiner eigenen Vorstellung meist überein. Gerade bei den weiblichen Charakteren fand ich sie Stimme zwar oft leicht lächerlich, aber das ist meistens der Fall, wenn Männer versuchen weiblich zu sprechen. Ein Vorteil an von Frauen gesprochenen Hörbüchern, die versuchen nur selten, besonders männlich zu klingen.
    Hörbuchtipp für alle, die gerne in fantastische Welten abtauchen, aber unbedingt vorher den ersten Band „Hyddenworld, Der Frühling“ hören oder lesen, sonst bleibt vieles unverständlich.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Department 19: Die Wiederkehr

    • gekürzt (07 Std. 12 Min.)
    • Von Will Hill
    • Gesprochen von Detlef Bierstedt
    Gesamt
    (1)
    Sprecher
    (0)
    Geschichte
    (0)

    Nach der grauenvollen Attacke auf den Ort Lindisfarne müssen Jamie und Larissa mit ihrem Schmerz zurechtkommen: Während Jamie den Tod...

    Simone sagt: "Der erste war besser"
    "Der erste war besser"
    Gesamt

    Frankenstein ist tot, Draculas Asche in der Hand der Feinde. Das Department hat nur 91 Tage Zeit, um zu verhindern, dass er zu seiner alten Stärke zurück findet. Doch seine Diener tun alles, um ihn wieder zu ihrem Herrscher zu machen. Jamie hat keine Zeit, um seinen Freund zu trauern, zusammen mit der Vampirin Larissa tut er was in seiner Macht steht, um die Menschheit zu retten.
    War ich vom ersten Teil „Department 19, Die Mission“ noch sehr angetan, bin ich hier eher enttäuscht. Zu Beginn dümpelt die Handlung lange vor sich hin, taumelt von einer Actionszene zur anderen. Der rote Faden ist sehr lang und blutig. Auch Vampire haben nur bedingte Mengen an Blut in sich, naturgemäß weniger als ein Mensch. Doch hier strömt, spritzt und plätschert ständig rotes Nass in solchen Mengen, eine Verfilmung möchte man sich gar nicht mehr vorstellen. Kill Bill wäre langweilig daneben. Es wird so weit übertrieben, dass jegliche Spannung verloren geht.
    Wahrscheinlich liegt es an der ungeschickt gekürzten Version, dass anfangs kaum etwas passiert, gegen Ende dann aber alles sehr schnell. Hier kommt tatsächlich nochmal etwas Spannung auf, wenn sie nicht gerade in Blutströmen ertrinkt. Den Gesamteindruck konnte das aber leider nicht mehr retten. Für mich das Ende der Serie, weitere Teile werde ich weder hören noch lesen.
    Der Sprecher Detlef Bierstedt liest wieder einwandfrei, seine Stimme ist so angenehm, dass man ihr ohne Probleme auch etliche Stunden am Stück lauschen kann.
    Leider kein Hörbuchtipp, es sei denn, man steht auf sinnlose Action mit viel Blut. Dann sollte man doch mal reinhören

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Wir sind doch Schwestern

    • gekürzt (06 Std. 50 Min.)
    • Von Anne Gesthuysen
    • Gesprochen von Doris Wolters
    Gesamt
    (70)
    Sprecher
    (27)
    Geschichte
    (28)

    Die Golden Girls vom Niederrhein! Katty, Paula und Gertrud treffen sich zu Gertruds 100. Geburtstag. Sie wollen ihre Zukunft planen...

    Sascha sagt: "überraschend, ..."
    "Großartig!"
    Gesamt

    Die Schwestern Katty, Paula und Gertrud treffen sich auf dem Tellemannshof, denn ein ganz besonderer Geburtstag steht an. Gertrud feiert ihren 100., das muss groß gefeiert werden. Wenn drei ältere Damen mit reichem Erfahrungsschatz zusammen kommen, werden natürlich auch Erinnerungen ausgetauscht. Der Hof war nicht nur Kattys Heimat, auch für Gertrud ist er ein wichtiger Punkt ihrer Vergangenheit. Und so manche Geschichte haben sich die Schwestern bis heute nicht ganz ehrlich erzählt, jetzt wird es Zeit, reinen Tisch zu machen und die Wahrheit zu erzählen.

    „Wir sind doch Schwestern“ erzählt wunderbar atmosphärisch die ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten der drei Schwestern. Die nicht nur den zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Alle drei hatten sehr bewegte Leben, wenig Glück mit der Liebe und doch haben sie irgendwie ihren Weg geschafft und sind gar nicht so unzufrieden mit dem Ergebnis.

    Von der ersten gehörten Minute an waren mir die Damen sympathisch, jede so wunderbar schrullig mit ihren ganz eigenen Macken. Man sieht die drei Damen regelrecht vor sich, die eine kann kaum noch laufen, die mittlere ist fast blind, Katty ist mit ihren 84 Jahren die Jüngste und fitteste. Man stelle sich die drei auf dem Weg in die Kirche vor, einfach wunderbar. Danach gibt es dann den Elfürken, den obligatorischen Schnaps um elf Uhr. Den man aber auch mal zwischendurch trinken kann, die Damen sind trinkfest.

    Der Sprecherin Doris Wolters hatte ich schon in „Die hellen Tage“ gerne gelauscht, auch dieses Hörbuch hat sie wieder großartig umgesetzt. Ihr Stimme passt sehr gut zu den Damen und lässt einen in die Geschichte eintauchen.

    Ein wunderschöner Roman, der seine Leser oder Hörer 100 Jahre Geschichte nacherleben lässt. Geführt von drei lebensnahen und handfesten Charakteren, die man gerne selbst als Großtanten gehabt hätte.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • Ready Player One

    • ungekürzt (16 Std. 03 Min.)
    • Von Ernest Cline
    • Gesprochen von Martin Bross
    Gesamt
    (1400)
    Sprecher
    (519)
    Geschichte
    (522)

    Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er - wie die meisten Menschen - in das virtuelle Utopia von OASIS...

    Stephan sagt: "Was ein Buch!"
    "Hörpflicht nicht nur für Nerds"
    Gesamt

    2044 ist das Leben für die meisten nicht einfach. Die Umwelt ist zerstört, viele leiden unter großer Armut. Wade Watts ist einer von ihnen, ein Waise, dem die Welt nicht viel zu bieten hat. Abgesehen von der OASIS. Die OASIS ist eine virtuelle Welt, in die sich jeder einklinken hat. Hier gibt es fast unendlich viele Möglichkeiten, sein Leben zu verbringen, unzählige Welten existieren. Nur die körperlichen Bedürfnisse müssen noch in der realen Welt erledigt werden.

    Für Wade und viele andere sogenannte Jäger bietet sie noch eine ganz besondere Faszination. Bevor der Schöpfer der OASIS starb, hat er in seinem Werk ein Easter Egg verborgen. Wer es findet, erbt sein gesamtes Vermögen. Dazu müssen aber erst drei gut verborgene Schlüssel gefunden werden, mit denen drei Tore zu öffnen sind. Eine Aufgabe, die tausende von Spielern jahrelang beschäftigt. Bis der erste Schlüssel gefunden wird, von Wade Watts.
    Damit beginnt der ganze Ärger für Wade aber erst, denn jetzt sind alle hinter ihm her. Jeder will wissen, wer derjenige ist, der den Schlüssel gefunden hat. Einige wollen sogar sein Leben. Jetzt ist er auf der Jagd nach dem zweiten Schlüssel und wird gleichzeitig selbst der Gejagte. Wer wird der Sieger in diesem Wettlauf sein?

    „Ready Player One“ ist nicht nur für Nerds und Geeks Pflichtlektüre, sondern auch für alle, die die 80er Jahre erlebt haben. Da der Schaffer von OASIS ein großer Fan der 80er war, wimmelt es hier nur so an Erwähnungen von Büchern, Filmen, Bands und Computerspielen aus dieser Zeit. Wer damals schon alt genug war, um sich heute daran zu erinnern, schlittert von einem „ach ja, stimmt, das kenne ich doch auch noch!“ Erlebnis zum nächsten.

    Jeder Nerd wird begeistert nicht nur all die alten Computerspiele erkennen, sondern auch eine Welt entdecken, wie man sie sich wirklich in 30 Jahren vorstellen kann. Ich hoffe, sie ist dann noch nicht ganz so kaputt. Aber die technischen Entwicklungen werden durchaus realistisch dargestellt. Zum einloggen in die Oasis kann man entweder einfach nur eine Brille und Handschuhe zusammen mit einem Pad verwenden, oder komplexe Anzüge, die einen das virtuelle Erlebnis ganzkörper erleben lassen. Wer Geld hat, kann sich in der OASIS selbst ganze Welten schaffen. Vom kleinen Planetoiden bis zum riesigen Planeten ist je nach Vermögen alles möglich. Schwerkraft oder Magie? Alles nach Wunsch.

    Gelesen wird das Hörbuch von Martin Bross, dessen Stimme sehr gut zu Wade Watts passt. Man kann seiner Stimme problemlos stundenlang lauschen, bei einer ungekürzten Ausgabe mit 16 Stunden Spielzeit, wie hier, durchaus wichtig.

    Mein Hörbuch-Tipp im Genre Science-Fiction, gerade weil es nicht nur für Science-Fiction Leser und Hörer spannend ist. Auch wer noch nie oder selten mit fremden Welten in ferner Zukunft in Berührung kam, kann hiermit sehr viel Spaß haben und damit mal in dieses Genre reinschnuppern.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
  • The Fry Chronicles: An Autobiography

    • ungekürzt (12 Std. 28 Min.)
    • Von Stephen Fry
    • Gesprochen von Stephen Fry
    Gesamt
    (37)
    Sprecher
    (17)
    Geschichte
    (14)

    Stephen Fry has moved into a completely new stratosphere, both as a public figure, and a private man....

    Christian sagt: "Very British, indeed!"
    "Fry eben, einfach großartig"
    Gesamt

    Der zweite Teil von Stephen Frys Autobiographie, in der er über seine Studienzeit in Cambridge berichtet und die ersten Erlebnisse auf der Bühne in der Theatergruppe. Wie sich Freundschaften fanden, die zum Teil bis heute bestehen, darunter auch etliche bekannte Schauspieler wie Emma Thompson oder Hugh Laurie. Fry berichtet, wie er zum Autor wurde, erst Sketche schrieb, dann ganze Drehbücher. Was er von anderen Größen des Showbusiness lernte, wie zum Beispiel Rowan Atkinson. Nach diesem Buch hat man viel über die englische Comedy-Szene der achtziger Jahre gelernt.

    All das und noch viel mehr schreibt Stephen Fry in lebendigem Stil mit dem bekannten Humor. Mit viel Ironie und gerne auch mal selbstkritisch. Dabei schweift er auch schon mal ab und erzählt über irgendein Thema, dass ihm gerade dazu einfiel. Gerade das machte das Buch für mich aber so sympathisch. Durch diese Abschweifungen hat man das Gefühl, Stephen Fry ein wenig kennen zu lernen. Ich wusste vorher nicht, dass er schon ein Nerd war, bevor es den Begriff überhaupt gab.

    Das i-Tüpfelchen an diesem Hörbuch, es wird sogar von Stephen Fry selbst gelesen. Es war mein erstes englisches Hörbuch, nach nur wenigen Minuten hatte ich mich eingehört und hätte seiner Stimme noch stunden lang weiter lauschen können. Er spricht ein klares Englisch, das auch für weniger geübte gut verständlich ist und man hört, dass er nach Jahren auf der Bühne und im Fernsehen im sprechen geübt ist. Es war ein Vergnügen, im zuzuhören.

    Ein Hörbuch, dass ich jedem Stephen Fry Fan empfehlen kann, der gerne mal ein wenig hinter die Kulissen schauen möchte.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.

Missbrauch melden

Entspricht diese Rezension nicht unseren Richtlinien für Rezensionen oder ist in anderer Weise unzumutbar und sollte deshalb von unserer Website entfernt werden? Dann klicken Sie bitte auf "Bei Audible melden".

Abbrechen

Vielen Dank!

Wir werden die Rezension prüfen und das Nötige veranlassen.