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Einsamkeit und Sex und Mitleid

Hörbuch: Einsamkeit und Sex und Mitleid

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Hörbuch Inhalt

BESCHREIBUNG


Berlin - Auf der Suche nach dem Glück streifen die unterschiedlichsten Menschen durch die Stadt, begegnen sich, kommen einander nah und entfernen sich wieder voneinander. Ein Kind wird entführt, eine mitternächtliche Hochzeit improvisiert, ein Gotchaschuss erkauft, der Prophet Jesaja predigt auf dem Kreuzberg - und alles ist auf ungeahnte Weise miteinander verknüpft.

Andreas Petri verbindet als Sprecher alle diese Handlungsstränge zu einem überwältigenden Kaleidoskop des Lebens in der Großstadt.

(c)+(p) 2009 JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH, Hamburg

Autor: Helmut Krausser
Sprecher: Andreas Petri
Spieldauer: 04 Std. 37 Min. (gekürzt)
Bewertung: (10)
Anbieter: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
Veröffentlicht: 2009

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Hörerrezensionen (1)

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 Scharfzüngig, schnörkellose und gute Unterhaltung! von Jennifer Wojcik am 01.02.2010

Helmut Krausser hat mit dieser Geschichte ein Potpourri an Figuren und Handlungssträngen geschaffen, die erst nach und nach zueinander finden, was man zu Beginn nicht vermuten würde. Die Personen werden reihum vorgestellt, immer in kurzen Sequenzen - kaum tritt eine Figur auf, wird sie wieder von der Bühne entfernt um einer weiteren Platz zu schaffen. Ein bisschen hektisch, aber durchaus interessant und gewiss nie langatmig.

Elke Heidenreich sagte in ihrer lesen!-Sendung auf litCOLOGNY, dass dies "... kein buch für Zimperfritzen..." sei. Damit hat sie definitiv recht. Die Sprache ist ruppig bis vulgär (eher vulgär), der Plot entwickelt sich rasant und schnörkellos und der Ton ist bitterböse. Letztendlich dreht sich alles um Sex. Vor allem die Frauen der Geschichte legen mächtig drauf. Die wollen alles, was geht. Da staunt ein mancher Herr nicht schlecht.

Sexualität ist ein Behauptungsmerkmal — Liebe ist Luxus. Krausser tischt alles auf, was schon nur beim Zuhören manch einem einen roten Kopf bescheren dürfte. Aber: es geht auch um Liebe, wenngleich diese ein bisschen anders als gewöhnlich dargestellt wird. Es dreht sich auch um die Einsamkeit derer, die hier vorgestellt werden und die ihren Frust in sexuellen Affären ertränken. Orientierungslose Jugendliche, im Stich gelassene Ehefrauen, einsame Singles...

Die Motive der einzelnen Figuren sind teilweise recht überzogen. Der Kerngedanke allerdings besticht dadurch. Es schadet nicht einen Blick über den Tellerand beim Lesen schweifen zu lassen und damit dem vulgären Tonfall ins rechte Licht zu rücken.

Andreas Petri trifft den Ton und vor allem den Unterton dieser Geschichte hervorragend. Er inszeniert glänzend und setzt die Charaktere einzeln und gekonnt um. Man könnte meinen, das Buch wäre von ihm bzw. für ihn geschrieben worden. Ich kann diese Lesung nur wärmstens emfpfehlen! Ich würde sogar so weit gehen zu sagen: „Besser als selbst lesen!“

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